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Sim Simulator - Teil 138: Berufsfeuerwehr: Die Simulation
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 138: Berufsfeuerwehr: Die Simulation

Berufsfeuerwehr_CoverNachdem die Simulatoren auf dem PC mittlerweile anerkannt sind, versuchen sie nun auch die Konsolen zu erobern. Vorreiter war hier natürlich mal wieder astragon mit ihrem Landwirtschafts-Simulator. Nach und nach haben nun aber auch andere Publisher/Entwickler das Potenzial erkannt und bringen ihrerseits ihre Simulatoren für PS4 und Xbox One raus, so wie es nun auch UIG mit Berufsfeuerwehr: Die Simulation getan hat.

Obwohl einem der Titel Berufsfeuerwehr: Die Simulation zunächst neu erscheint, ist das Spiel keineswegs gänzlich neu. Wer dieses Special schon länger verfolgt wird sich eventuell noch an Feuerwehr 2014: Die Simulation erinnern. Dieses Spiel ist im Prinzip dasselbe wie nun Berufsfeuerwehr: Die Simulation. Lediglich die Texturen der Räume, Böden, Wände und Feuerwehrmänner wurden ein wenig abgeändert. Ansonsten ist es genau das gleiche Spiel.
Das bedeutet natürlich auch, dass man hier wie damals einen Feuerwehrmann spielt und dessen Alltag miterlebt. Im Grunde heißt dies nichts anderes, als das man von einem Notruf zum anderen hetzt und Brände löscht. Anfangs sind diese noch sehr klein, wie etwa ein brennender Holzscheit. Im weiteren Spielverlauf werden die Aufgaben aber immer größer und Abwechslungsreicher. Da wollen dann auch mal ganze Scheunen gelöscht, ausgelaufenes Öl mit Bindemittel aufgesaugt oder radioaktive Fässer aus einer brennenden Lagerhalle geräumt werden. Passend zu den immer anspruchsvolleren Aufgaben, dürfen wir auch nach und nach immer größere Fahrzeuge fahren, bis wir irgendwann beim großen Löschzug angelangt sind.

All dies hat in Feuerwehr 2014: Die Simulation tatsächlich viel Spaß gemacht. Doch da die Evolution auch bei den Simulatoren keinen Halt gemacht hat, muss ich meine Meinung aus heutiger Sicht leider revidieren. Es genügt einfach nicht mehr einen Beruf nur halbwegs ordentlich zu simulieren, heutzutage muss dies auf einem ganz anderen Niveau geschehen - und das ist bei Berufsfeuerwehr: Die Simulation eben leider nicht gegeben. Das fängt schon bei der Grafik an. Damals war die für eine Simulation durchaus in Ordnung. Heute sind wir, speziell auf den Konsolen, aber halt ganz anderes gewohnt, so das die matschigen Texturen, die seltsam herumrutschenden Feuerwehrmänner (Frauen gibt es noch immer nicht), die schrecklichen Gesichter der Leute und die insgesamt doch recht detailarme Spielwelt, für heutige Maßstäbe einfach nur noch schrecklich veraltet aussehen. Nicht einmal die verschiedenen Feuerwehrwagen kann man mehr lobend erwähnen. Denn auch wenn diese wesentlich mehr Details aufweisen als alles andere im gesamten Spiel, ist er doch sehr grotesk, dass sie nicht nur allesamt Kennzeichen aus unterschiedlichen deutschen (Fantasie-)Städten haben, sondern obendrein auch noch aus irgendeinem Grund englische Beschriftungen erhalten haben. Warum das so gemacht wurde, ist mir ein Rätsel.

Es hapert aber Weitem nicht nur an der Grafik. Auch sonst gibt es viele technische Mängel. Zum Beispiel kann man einfach so durch andere Leute und Autos hindurchlaufen bzw. fahren. Die KI-Kollegen können gar durch geschlossene Türen laufen, aber zumindest tun sie dann mal was. Während der Einsätze stehen nämlich einfach nur tatenlos dabei und lassen uns die ganze Arbeit machen.
Das Einzige, was in Sachen Technik tadellos wirkt, ist die Sirene. Wenn man diese einschaltet, kommt schon ein gewisser Flair rüber. Allerdings ist das auch wirklich das einzig Positive. Der restliche Sound reiht sich nämlich nahtlos an die restliche technische Darbietung ein, und bietet einem zum Beispiel Motorensounds, die scheinbar an einem Rasenmäher aufgenommen wurden - ein Feuerwehrwagen hört sich so auf jeden Fall nicht an.



Fazit:
Was lässt sich also über Berufsfeuerwehr: Die Simulation abschließend sagen? Eigentlich nur eines: Egal welch großer Simulations-Fan man auch sein mag, an diesem Werk wird niemand Freude haben! Auch wenn die Aufgaben die sich Feuerwehrmänner Tag für Tag gegenübersehen, durchaus ordentlich eingefangen wurde, sind die Mängel in diesem Spiel einfach zu groß um einen auch nur eine halbe Stunde ans Spiel zu binden.
Hoffentlich nimmt sich UIG diese Kritik zu herzen und bietet uns demnächst einen Simulator, der heutigen Ansprüchen gerecht wird - dass sie es können, haben sie ja schon das eine oder andere Mal bewiesen.
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Special vom: 01.03.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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