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Kurz vorgestellt: Risiko: Urban Assault
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Neben Flottenmanöver, das wir euch bereits vorgestellt haben, hat Ubisoft mit Risiko: Urban Assault vor Kurzem gleich noch einen zweiten Hasbro Brettspielklassiker als virtuelle Version im Xbox Store veröffentlicht.

Die Regeln von Risiko kennt wohl jeder: Auf einem Spielbrett, das die Welt darstellt, versuchen zwei bis sechs Spieler mit ihren Truppen Länder einzunehmen. Sieger ist, je nach gewählter Variante, derjenige, der als erster eine bestimmte Anzahl an Ländern, einen ganzen Kontinent oder auch die gesamte Welt mit seiner Armee besetzt hat.
Natürlich hält sich auch Risiko: Urban Assault an diese altbekannten Regeln, jedoch nicht ohne ein paar Eigenheiten mitzubringen.
So wird hier nicht wie gewohnt um Länder, sondern um Städte, um genau zu sein um London, New York, Shanghai, Paris und Hamburg gekämpft, die in zahlreiche Stadtgebiete aufgegliedert wurden. Passend dazu wurden auch die Siegvoraussetzungen angepasst, wodurch hier entweder derjenige gewinnt, der eine gewisse Anzahl an Rathäusern errichtet und so Stadtgebiete für sich erobert, oder einfach das gesamte Stadtgebiet einnimmt.



Im eigentlichen Spielablauf hat die virtuelle Version des Brettspielklassikers ebenfalls eine Besonderheit aufzuweisen. Im Gegensatz zum Original besitzt hier jede Fraktion einen General, der über besondere Fähigkeiten verfügt. Man sollte die Wahl seiner Fraktion also nicht nur auf die jeweilige kleine Hintergrundstory, sondern vielmehr auf die Fähigkeiten ihrer jeweiligen Generäle stützen. Denn so interessant es auch sein mag, dass die Gaias zum Beispiel eine eigentlich friedfertige Öko-Gruppierung sind, die bei offensichtlichem Missbrauch von Mutter Erde aber auch schnell radikal werden kann oder die Zukunft Inc. Experten dabei sind, Kriegsmaschinerien richtig zu vermarkten, ist es dann doch viel entscheidender, wenn ihr jeweiliger General etwa Verteidigungsgeschütze mit sich führt, die einen gegnerischen Angriff möglicherweise abwehren oder über Nuklearwaffen oder zusätzliche Einheiten verfügt.

Ob diese besonderen Fähigkeiten der Generäle im Spiel auch tatsächlich zum Einsatz kommen, hängt dabei ganz vom Würfelglück ab. Jedoch geht hier grundsätzlich ohne die virtuellen Würfel so gut wie gar nichts. Denn nachdem man seine zur Verfügung stehenden Einheiten (wie viele einem davon in einer Runde zur Verfügung stehen, hängt davon ab, wie viele Sterne man hat, die man wiederum durch eingenommene Stadtteile erhält) ganz nach Belieben verschoben hat, entscheiden die Würfel schlussendlich darüber, ob ein Angriff auf ein gegnerisches Stadtgebiet erfolgreich ist oder nicht. Je nachdem mit wie vielen Truppen man angreift, darf man mit bis zu drei Würfeln würfeln, der verteidigende Gegner muss hingegen stets mit einem Würfel weniger antreten. Wer die Schlacht nun gewinnt, wird durch den Vergleich der gewürfelten Augenzahlen entschieden, wobei derjenige mit dem höheren Wert natürlich gewinnt. Gibt es ein unentschieden, gewinnt der Verteidiger.
Wer keine Lust hat, sich selber um das Kampfgeschehen zu kümmern, kann auch jederzeit einen Auto-Angriff wählen. Allerdings sollte man dabei die Gewinnchance eines Auto-Angriffes genau im Auge behalten, der einem stets angezeigt wird. Allerdings darf man sich auch nicht allzu sehr auf ihn verlassen, denn selbst wenn eine 70, 80 oder gar 90 prozentige Siegwahrscheinlichkeit vorausgesagt wird, bedeutet dies nicht, dass es schlussendlich auch so kommen muss. Ich hatte sehr oft die Situation, dass ich selbst mit einer klar überlegenen Truppe als Verlierer aus einer automatischen Schlacht gezogen bin. Von daher sollte man dieses Mittel wirklich nur sehr selten nutzen.
Nach der Kampfphase folgt, unabhängig davon, ob man nun eigenständig oder automatisch in die Schlacht gezogen ist, noch eine dritte Phase, in der man nochmal abschließend Truppen verschieben kann, um so zum Beispiel gerade eingenommene Gebiete besser zu verteidigen.

Wer den teilweise doch etwas unfair erscheinenden Kampf gegen die KI ganz vermeiden möchte, kann natürlich auch gegen menschliche Gegenspieler antreten. Dies können entweder fremde Spieler, die irgendwo auf der Welt sitzen, sein, oder ein Kumpel, der direkt neben einem auf der Couch sitzt.
Wenn man sich für einen Onlinekampf entscheidet, kann man zudem noch zwischen einem schnellen Spiel und einem Liga-Spiel wählen. Der Unterschied besteht darin, dass ein schnelles Spiel immer nur ein Spiel lang andauert, während Liga-Spiele gleich über mehrere Spiele gehen. Eine weitere Besonderheit des Onlinemodi ist die Möglichkeit, Bündnisse einzugehen. Dafür muss eine Runde aber mindestens aus drei Spielern bestehen.

Grafisch stellt Ubisoft den Brettspielklassiker durchaus modern dar. Es wird zwar keine High-End-Grafik gezeigt, aber wenn Truppen auf dem Spielfeld aufeinandertreffen und sich gegenseitig beschießen, sieht das, für ein solches Spiel, schon ganz ordentlich aus. Auch die kleinen Videosequenzen, in denen die eigenen Truppen nach einem Sieg durch die jeweilige Stadt ziehen, sind ganz hübsch anzusehen. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, wenn das Ganze auch noch ohne Ruckeln dargestellt werden würde.
In Sachen Sound gibt es hingegen nicht allzu viel zu vermelden. Es gibt einen treibenden Soundtrack und wuchtige Soundeffekte, was beides gut zum Spielgeschehen passt. Ebenfalls gelungen ist auch die Steuerung, die tadellos funktioniert und so gut wie gar keine Eingewöhnungszeit benötigt.


Risiko_Screen

Fazit:

Mit Risiko: Urban Assault hat Ubisoft eine unterhaltsame Variante des Brettspielklassikers erschaffen, die mit dem Kampf um die Städte sogar einen Hauch von frischem Wind ins Spiel bringt.
Für jüngere Spieler und Brettspiel-Fans ist Risiko: Urban Assault deswegen auch ein netter Zeitvertreib und eine schöne Alternative zum klassischen Brettspiel.
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Special vom: 14.08.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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