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Kurz vorgestellt: Flottenmanöver
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Flottenman__ver_Logo

Relativ überraschend veröffentlichte Ubisoft in Zusammenarbeit mit Hasbro vor wenigen Tagen zwei Brettspieladaptionen für die Xbox One. Eines dieser Spiele war Flottenmanöver, das wir uns einmal ein wenig genauer angeschaut haben.

Bei Flottenmanöver handelt es sich natürlich um die virtuelle Variante des klassischen Brettspiels Schiffe versenken, das wohl jeder schon mal gespielt hat. Das Grundprinzip ist dabei unangetastet geblieben: Genau wie beim Brettspiel muss man auch hier die auf einem Spielfeld versteckten gegnerischen Schiffe versenken. Die virtuelle Version hat neben diesem klassischen Modus aber auch noch eine zweite Variante zu bieten, die einige Besonderheiten aufweist. Um diese Besonderheiten besser kennenzulernen, empfehle ich jedem zunächst das Tutorial zu spielen, denn hier wird einem alles Punkt für Punkt genauestens erklärt, was natürlich vor allem für die angestrebte jüngere Zielgruppe ideal ist.



Das Besondere an dem zweitem, dem sogenannten Konflikt auf See-Modus ist, dass man hier zwei Ressourcen, Geschosse - oder wie auch immer man sie nennen möchte (ich werde sie in der Folge Ressourcen nennen) - zur Verfügung hat - die roten und die weißen - mit denen man unterschiedliche Dinge anstellen kann. Wenn man die Ressourcen einzeln nutzt, kann man mit den roten klassische Angriffe ausführen, also sozusagen Bomben ins Wasser werfen, die bei einem Treffer das gegnerische Schiff beschädigen. Die weißen dienen hingegen zum Aufklären, und zeigen ein gegnerisches Schiff bzw. den entdeckten Teil davon, durch eine grüne Markierung auf dem Spielbrett an.
Natürlich ermöglichen diese beiden unterschiedlichen Geschosse eine Menge an strategischem Potenzial, was das Spiel auf ein neues Level hebt.

Es wird aber noch strategischer, denn die beiden Ressourcen eröffnen einem noch mehr Möglichkeiten. Zusätzlich gestatten sie einem nämlich auch noch pro Schiff, von denen es ganz wie im Brettspiel fünf Stück in der Größe von 5, 4, 3, 3, und 2 Feldern gibt, je zwei unterschiedliche Fähigkeiten auszuführen. Diese werden eben mit den weißen und roten Ressourcen bezahlt und ermöglichen es einem zum Beispiel, mit seinem Aufklärer gleich fünf Felder aufzudecken. Da die Fähigkeiten mit der Größe der Schiffe auch immer mächtiger werden, kosten sie natürlich unterschiedlich viele Ressourcen, weshalb man gut überlegen muss, welche Fähigkeiten man in einer Runde nutzen möchte oder ob man sich welche aufsparen will, um sich so mit den drei roten und weißen Ressourcen, die man ohnehin pro Runde erhält, eine bessere Fähigkeit gönnen zu können. All dies lässt also durchaus taktische Spielereien zu, vor allem wenn man auch noch die unterschiedlichen Flotten - quasi das Hochsee-Pendant zu den sonst üblichen Rassen – dazu zählt (wie z.B. Piratenflotte oder HiTec-Flotte), die alle noch über leicht unterschiedliche Fähigkeiten verfügen.

Selbstverständlich kann man all dies alleine gegen die KI spielen und sich gegen sie in 30 Missionen versuchen (wobei es aufgrund der schwachen KI eigentlich gar keine Probleme geben dürfte, diese zu besiegen). Wesentlich mehr Spaß macht es aber natürlich, wenn man entweder gemeinsam vor einem Bildschirm (wobei man seinem Gegner dann beim Verteilen der eigenen Schiffe die Augen zuhalten muss) oder online gegen andere Spieler antritt. Allerdings gibt es hin und wieder ein Problem, das dem Multiplayerspaß schnell ein Ende setzen kann. Ab und an geschieht es nämlich, dass Spieler nach dem Ablauf ihrer eigentlichen Zug-Zeit einfach weiterspielen können oder Aktionen gar nicht gewertet werden, obwohl man eigentlich an der Reihe ist. Dieses Problem soll aber wohl schnellstmöglich durch einen Patch behoben werden.
Vielleicht wird dabei dann auch gleich noch das kleine Steuerungsproblem behoben, das manchmal dafür sorgt, dass man die Aktion nicht auf dem Feld ausführt, auf dem man sie eigentlich gerne hätte, sondern automatisch ein Feld weiterspringt, was natürlich gerade in engen Partien oder am Ende eines Zuges, wenn die Zeit knapp wird, sehr ärgerlich ist.

Grafisch ist der Seekrieg relativ unspektakulär in Szene gesetzt. Am rechten und linken Bildschirmrand sind die Schiffe der beiden Spieler zu sehen, über die man auch sein Schiff und die dazugehörige Fähigkeit, die man im nächsten Zug ausführen möchte, auswählt. In der unteren Bildschirmmitte sind dann die beiden an das klassische Brettspiel erinnernden Spielfelder, auf denen man dann auch die anzugreifenden Spielfelder auswählt. Dort drüber ist schlussendlich noch ein kleines Fenster zu sehen, in dem die Angriffe noch ein wenig optisch dargestellt werden. Hochmodellierte Schiffe darf man dabei allerdings nicht erwarten.


flottenman__ver_screen

Fazit:

Trotz momentan noch auftretenden kleineren Problemen ist Flottenmanöver im Prinzip eine gute Adaption des Brettspielklassikers Schiffe versenken geworden. Um länger Spaß zu haben, muss man aber wohl etwas jünger sein, denn ansonsten verliert man aufgrund der schwachen KI, aber auch wegen dem relativ übersichtlichen Gameplay, schnell die Lust. Für die jüngeren Zocker, für die das Spiel ja ohnehin angedacht ist, ist es aber genau das Richtige!
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Special vom: 14.08.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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