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Die Splashgames-Vorschau: We Happy Few
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Spätestens seit der diesjährigen E3 und dem dort veröffentlichten Trailer ist We Happy Few in aller Munde. Seitdem können es zahlreiche Gamer kaum noch erwarten, selber in die an Bioshock erinnernde Welt einsteigen zu können. Bis das Spiel erscheint, dauert es allerdings noch ein bisschen. Dennoch kann tatsächlich bereits jetzt schon mal in das Spiel reingeschnuppert werden, denn seit ein paar Tagen ist eine Alpha-Version im Steam Early Access- bzw. Xbox Game Preview-Programm erhältlich. Auch wir haben uns diese natürlich nicht entgehen lassen und geben euch hier unsere ersten Eindrücke aus dem Spiel wieder.

Noch eine frühe Version

Eines muss man dabei allerdings vorweg sagen. Bei der aktuell veröffentlichten Version des Spiels handelt es sich noch um eine frühe Alpha-Version, weshalb auch bei Weitem noch nicht alles, was im fertigen Spiel drin sein wird, integriert ist. Dies merkt man dem Spiel auch an allen Ecken und Enden an.

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Der Schein trügt
Als aller erstes bekommen wir aber unser Alter Ego Arthur zu sehen, der im kleinen, fiktiven, englischen Örtchen Wellington Wells im Jahre 1964 lebt. In dem kleinen Örtchen scheint die Welt wirklich in Ordnung zu sein, zumindest lächeln alle unter ihren aufgemalten Masken und sind gut drauf. Doch der Schein trügt, denn die gute Laune der Leute, die wir sehen ist nicht natürlich. Vielmehr ist sie der Droge Joy zu verdanken, die hier alle regelmäßig zu sich nehmen und die dafür sorgt, dass alle breit grinsen und alles positiv sehen. Schlimme Dinge werden ausgeblendet und negative Zeitungsnachrichten einfach geschwärzt. Genau dies ist ganz am Anfang auch unsere Aufgabe. Wir entscheiden, welche Nachrichten die Bewohner lesen dürfen und welche nicht. Wirkliche Auswirkungen haben unsere Entscheidungen dabei aber nicht. Allerdings stolpert Arthur dabei plötzlich über einen alten Artikel der ihn plötzlich an frühere Zeiten erinnert und bei ihm die Frage aufkommen lässt, ob das mit dem Joy wirklich eine gute Idee ist, schließlich lässt sie auch die eigenen Erinnerungen verschwinden. Also besteht unsere erste Aufgabe darin, zu entscheiden, ob Arthur weiterhin sein Joy nehmen soll oder nicht. Das Lustige dabei ist, dass wenn man sich für die Einnahme der Droge entscheidet, Arthur es zwar augenblicklich besser geht, das Spiel aber sofort endet.
Also muss man sich zwangsläufig gegen die Droge entscheiden, was gravierende Auswirkungen auf Arthur's Leben nach sich zieht. Nicht nur, dass er nun die Wahrheit sieht und so zum Beispiel entdeckt, dass die Kollegen und Freunde während einer Geburtstagsfeier nicht etwa auf eine mit Süßigkeiten gefüllte Pinata einschlagen, sondern auf eine eingepackte, verrottete Ratte und deren Innereien essen, sondern auch, dass er schnell als Downer, also als einer, der seine Drogen nicht mehr zu sich nimmt, enttarnt wird. Und Downer sind in Wellington Wells alles andere als gern gesehen, weshalb Arthur auch schnell von der Polizei gejagt wird. Allem Anschein nach gelingt uns aber die Flucht, zumindest wachen wir wenig später in einem Unterschlupf auf. Wie wir genau hier hingekommen sind und wo sich dieser Ort überhaupt befindet, erfahren wir allerdings nicht. An diesen Umstand müssen wir uns fortan aber gewöhnen, denn ab jetzt gibt es in der Alpha-Version keinerlei Erwähnungen mehr zur Hauptstory.



Gameplay-Eindrücke

Stattdessen zeigt uns die Alpha-Version Eindrücke, wie das eigentliche Gameplay funktioniert. Das hat gleich zu Anfang eine große Überraschung auf Lager, denn während die Einführung eher wie ein mit strikten Vorgaben versehenes Action-Adventure anmutet, ist We Happy Few in Wirklichkeit doch ein Crafting-, Adventure-, Survival-Mix mit einer prozedural generierten und völlig frei begehbaren Welt.
Diese darf man in der Alpha aber nur zu einem ganz kleinen Teil erkunden, weshalb man zur gesamten Spielwelt natürlich noch nichts Fundiertes sagen kann. Allerdings sieht das Bisschen, das man zu Gesicht bekommt, schon verdammt gut aus. Zwar gibt es ab und an noch ein paar Ruckler, doch so ist das eben in einer so früher Version. Alles in allem ist die Optik, die in diesem aus Bioshock bekannten Comic-Look gehalten wurde, aber schon jetzt wirklich bemerkenswert und lässt auf Großes hoffen.

Ob dies auch bei den Quests so sein wird, kann man hingegen noch nicht sagen, denn mehr als ein paar Nebenquests gibt es in dieser Hinsicht bisher noch nicht. Diese sind leider auch nicht besonders spannend und mitunter sogar etwas langatmig ausgefallen. Doch wie gesagt, es handelt sich hierbei eben noch um eine Alpha und da gibt es natürlich noch die Hoffnung das sich hier noch einiges tut.
Das gilt im gleichen Maße auch für das Crafting-System, das aktuell auch noch recht unfertig wirkt. Jedoch lässt sich durchaus schon dessen Grundprinzip erkennen: Aus den Dingen, die wir in der offenen Spielwelt in Schränken, auf Tischen oder auch in Kisten finden und in unser (beschränktes) Inventar stecken, können wir unterschiedliche Dinge zusammenbauen. Rezepte merken muss man sich dafür (zum Glück) nicht, denn alle Rezepte sind, sofern man die entsprechenden Blaupausen gefunden oder geschenkt bekommen hat, schön säuberlich in einem Buch eingetragen und lassen sich so mit einem einzigen Tastendruck craften. Das ist wirklich praktisch und fühlt sich sehr angenehm an.

Das dritte große Gameplayelement ist, wie schon mal erwähnt, der Überlebenskampf. Das heißt, man muss regelmäßig essen, trinken und schlafen, um nicht zu verhungern, zu verdursten - was beides dank Permadeath zum Game Over führen würde - oder an Schwäche zu leiden. Leider ist aber auch dieses Element bisher noch nicht fix und fertig und wirkt deswegen bisher nicht nur etwas aufgesetzt, sondern sorgt auch für eine gewisse Hektik, die so nicht zum Spiel passen möchte. Da die Spieltage noch recht flott vonstatten gehen, ist nämlich auch das Verlangen nach Essen, Trinken und Schlaf entsprechend hoch, wodurch man mehr nach den überlebenswichtigen Dingen sucht als die Welt zu erkunden. Doch auch hier gibt es natürlich die Hoffnung, dass sich hieran noch etwas ändert.

Kämpfe und Permadeath

Neben den drei großen Spielelementen verfügt We Happy Few natürlich noch über einige weitere Features, wie zum Beispiel ein Kampfsystem. Wie alles andere ist aber auch dieses bisher eher rudimentär vorhanden. Allerdings lässt sich schon jetzt erahnen, dass Kämpfe generell nicht die beste Vorgehensweise sein werden. Da die Bewohner von Wellington Wells sich sehr schnell gegenseitig helfen, sieht man sich nämlich oft direkt mehreren Gegnern gegenüber, was in Anbetracht der eigenen Schwäche allerdings nicht gerade optimal ist und deswegen schnell zum virtuellen Tod führt, was aufgrund des besagten Permadeaths besonders ärgerlich ist. Wer die Permadeath-Komponente nicht abschalten möchte, sollte sich deswegen lieber von unnötigen Scherereien fernhalten.
Ob es in der finalen Version auch Schusswaffen geben wird, lässt sich bisher noch nicht sagen. Aktuell kommen sie zumindest noch nicht zum Einsatz. Stattdessen kann man sich nur mit bloßen Fäusten oder unterschiedlichen Schlagwaffen der Gegner erwehren kann.

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Die Atmosphäre stimmt schon jetzt
Auf die Optik bin ich ja schon eingegangen. Die Atmosphäre habe ich bisher aber noch nicht erwähnt, dabei ist die bereits jetzt sehr gut. Einen großen Anteil haben daran neben dem ungewöhnlichen Grafikstil und dem tollen Setting mit all seinen heruntergekommenen Häusern vor allem die Synchronsprecher. Denn auch wenn der Ton manchmal ein wenig stottert, verpassen sie den Figuren mit ihrem Oxfordenglisch eine unfassbare Lebendigkeit und sorgen so für eine tolle Atmosphäre.

Fazit:

Auch wenn die Alpha bisher nur einen kleine Ausschnitt davon zeigt, was man von We Happy Few erwarten darf, lässt sie doch schon Großes erahnen. Das Setting ist wirklich einzigartig und wenn die einzelnen Spielelemente irgendwann mal vollständig und ordentlich miteinander verknüpft sind, kann man sich schon vorstellen, dass das Ganze eine Menge Spaß macht. Man sollte We Happy Few also weiterhin genauestens im Auge behalten und sich den Releasetermin rot im Kalender anstreichen.
Ob man sich nun aber unbedingt die Alpha-Version kaufen muss, ist allerdings fraglich, denn für gut 30 Euro bekommt man hier eben nicht mehr als einen ganz kleinen Ausblick auf das, was da mal kommen wird. Ob einem das das Geld wert ist, muss jeder für sich entscheiden.
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Special vom: 08.08.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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