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Stromausfall - WASD-Magazin, Ausgabe 9
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WASD_9Eine gute Geschichte kann so manches wettmachen. Das wissen nicht nur Filmemacher, sondern auch Spieleentwickler. Doch leider hapert es bei Games genau in dieser Hinsicht doch sehr oft. Doch warum ist das so? Warum ist es so schwer in einem Spiel eine gute Geschichte zu erzählen?
Vielleicht gibt uns ja die neue WASD darauf Antworten, denn die hat als Thema genau dies: Geschichten erzählen in Computerspielen.

Wie es bei dem Bookazine gute alte Tradition ist, wird das Thema nicht nur aus einer Perspektive angegangen. Wie immer haben Herausgeber Christian Schiffer, Ina Seidl und Markus Weissenhorn auch diesmal wieder eine ganze Gruppe an Branchen-Kollegen um sich geschart und sie gebeten ihre Sicht zu dem Thema in einem Essay niederzuschreiben. Genau das taten sie dann auch fleißig. Herausgekommen sind 15 Essays, die das Thema mitunter grundverschieden angehen. Manche konzentrieren sich dabei auf einen einzigen Entwickler und seine Art des Storytellings, so wie es etwa Rainer Siegl gemacht hast, der seinen Artikel „Idealer Leser im Todeslabyrinth" dem Dark Souls- und Bloodborne-Schöpfer Hidetaka Miyazaki gewidmet hat. Andere, wie etwa Marco Pütz, zeigen in ihren Artikeln hingegen, dass es in Computerspielen mittlerweile auch Geschichten abseits vom allmächtigen Helden gibt, der in schöner Regelmäßigkeit die Welt vor dem Bösen rettet.
Philipp Sickmann hat sich hingegen dazu entschlossen, ein Interview mit Janet H. Murray zu führen, die bereits 1997 die Zukunft des interaktiven Spielens vorausgesagt hat und nun befragt wird, wie Autorenspiele und Virtual Reality die Zukunft prägen könnten.
In „Stay Awhile and listen...“ von Adrian Froschauer wird hingegen den Geschichtenerzählern in Computerspielen die Ehre erwiesen und Jan Bojaryn zählt die 18 Schlüsselszenen der Geschichte des interaktiven Erzählens auf.
All diese Artikel zeigen, wie breit gefächert und abwechslungsreich man das Thema angehen kann und sie alle sind auf ihre Art äußerst lesenswert.

Neben vielen weiteren zum Hauptthema passenden Essays verfügt die neunte WASD aber natürlich auch wieder über die immer wiederkehrenden Reihen, wie etwa "Mein Leben in Spielen", in dem diesmal der sehr geschätzte Kollege Andre Peschke seine prägendsten Spiele vorstellt.
Genauso bekannt dürfte dem geneigten WASD-Leser aber auch „Heikos Garage“ und „Pro + Contra“ sein, die ebenfalls feste Größen in dem Bookazine sind. Und natürlich ist auch wieder das schon legendäre Quartett der Videospiel-Skandale am Start, in dem es diesmal um die Skandale von Januar bis Oktober 2013 geht, wo zum Beispiel die Bioshock Infinte-Debatte um dort auftretende Apartheid große Wellen schlug.

Genauso typisch, wie die immer wiederkehrenden Reihen, ist es auch, dass sich die WASD nicht nur ausschließlich um das übergeordnete Hauptthema dreht. So verfügt jede Ausgabe über zwei weitere Abschnitte, die sich anderen Themen widmen. Einer dieser Abschnitte steht unter dem Leitfaden „Spiele“ und bietet Artikel zu neuen aber auch zu älteren Spielen. Dass es dabei nicht immer um Blockbuster gehen muss (obwohl auch Fallout 4 hier ein Artikel gewidmet ist) zeigt auf perfekte Art und Weise Roman Lehnhof, der sich mal Bonsai-Simulationen gewidmet hat und mit seinen daraus gewonnen Eindrücken wohl nicht nur mir damit zeigt, dass es so etwas überhaupt gibt.

Im dritten und damit auch letzten Abschnitt der aktuellen WASD geht es wie immer auf die Spielwiese, auf der sich die Autoren kräftig austoben durften und über alles schreiben konnten, was ihnen so eingefallen ist. Herausgekommen ist ein bunter Mix verschiedenster Texte, in denen aufgezeigt wird, wie man „online spielend leben lernen kann“, oder wieviele Wörter in Rollenspielen zum Lesen enthalten sind.

Fazit:
Die WASD zeigt wieder einmal, was Abwechslung ist, denn obwohl über allem mit dem Geschichten erzählen in Computerspielen ein Hauptthema kreist, gleicht doch kein Text dem anderen. Die vielen Gastautoren haben ihre Sicht auf das Thema in unterschiedlichsten Herangehensweisen niedergeschrieben, was dem Leser viel Abwechslung und interessante Texte beschert.
Wer mal etwas anders als das herkömmliche Spielemagazin lesen und dabei über den Tellerrand hinausblicken möchte, ist mit der neunten Ausgabe der WASD also wieder bestens versorgt!


Kaufen kann man die aktuelle, sowie alle älteren Ausgaben der WASD, für 15,90 Euro auf der offiziellen WASD-Website. Wer die Herausgeber besonders Unterstützen möchte, kann auch die Förderausgabe für 19,90 Euro kaufen.
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Special vom: 19.06.2016
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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