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Sim Simulator - Teil 115: Coast Guard: Die Küstenwache
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 115: Coast Guard: Die Küstenwache

Coast_GuardNormalerweise konzentrieren sich Simulatoren darauf, die alltägliche Arbeit eines bestimmten Berufszweiges möglichst realistisch darzustellen. Das bayerische Entwicklerstudio Reality Twist geht mit Coast Guard: Die Küstenwache allerdings einen etwas anderen Weg. Wie dieser aussieht, wollen wir euch in diesem Teil unseres Simulator-Specials einmal genauer vorstellen.

Dass Coast Guard: Die Küstenwache kein typischer Vertreter des Simulator-Genres ist, merkt man schon daran, dass hier keine bestimmte Küstenwache eines bestimmten Landes dargestellt wird, wie es zum Beispiel beim Schiff-Simulator: Die Seenotretter der Fall war. Stattdessen wird hier irgendeine, vermutlich im englischsprachigen Raum vertretene Küstenwache dargestellt. Das ist aber noch lang nicht das einzige untypische an diesem Simulator.

Eine weitere Eigenheit ist auch, dass sich Coast Guard: Die Küstenwache nicht darauf beschränkt, einen die täglichen Arbeiten der Küstenwache nachspielen zu lassen,vielmehr sind diese Aufgaben eher nettes Beiwerk. Das Hauptaugenmerk dieses besonderen Simulators besteht nämlich darin einen spektakulären Kriminalfall aufzudecken. Dazu wurde dem Spiel eine Geschichte verpasst, die nicht nur spannend, sondern auch einige Überraschungen birgt.
Hauptprotagonist dieser Story ist unser Alter Ego Finn Asdair, seines Zeichen Küstenwachoffizier des Rettungskreuzers Daniel Defoe, der gemeinsam mit seiner Crew, die aus der Maschinistin Fatima Morgane, dem Chefermittler Colman Bauers und dem Forensikspezialisten Larry La Bouche, besteht, verhöre durchführt, Wasserproben entnimmt, Rätsel löst und Flüchtlinge aus Seenot rettet. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Was gesagt werden sollte, ist aber, dass Letzteres Coast Guard: Die Küstenwache nicht nur zu einem höchst aktuellen Spiel macht, sondern auch zu einem Spiel, das hilft, denn das Thema Flüchtlinge wird nicht nur spielerisch aufgegriffen, vielmehr hilft das Spiel auch Flüchtlingen. 1 Euro jedes verkauften Exemplars wird durch die Entwickler Reality Twist und dem Publisher Astragon nämlich in die Aktion #GamingAid4Refugees des Vereins Gaming Aid e.V. gespendet – eine tolle Aktion, wie ich finde.



Alles bisher genannte erinnert einen mehr an ein Adventure als an eine Simulation, und in der Tat ist das Spiel auch eher ein Adventure. Von großen Simulationsansprüchen ist hier nämlich nicht allzu viel zu erkennen. Das Wasser verhält sich nicht realistisch und der Rettungskreuzer lässt sich sehr arcadig steuern. Zudem gibt es einige weitere Elemente, die ganz typisch für Adventures sind und verraten, dass es sich bei Coast Guard: Die Küstenwache eben um ein solches handelt. So muss man zum Beispiel die gesamt Umgebung genau erkunden, denn dort könnten sich wichtige Objekte verstecken, die für das Lösen bestimmter Aufgaben unbedingt benötigt werden. Außerdem gibt es auch ein Inventar, was bei Simulatoren ja auch eher selten bis gar nicht vorkommt.

Der einzige Punkt, bei dem sich Coast Guard: Die Küstenwache wie ein typischer Simulator verhält, ist bei der Grafik. Die ist nämlich weder herausragend noch wirklich hässlich, also typisch für Simulatoren eine eher durchschnittliche Darbietung. Einige Highlights gibt es dann aber doch, zum Beispiel dann, wenn man mit der Daniel Defoe vor einem wunderschönen Sonnenuntergang herumschippert.
Auch sehr Simulator-typisch ist die Synchro ausgefallen, denn wenn Simulatoren mal eine Synchro aufweisen, ist diese meist nicht auf höchstem Niveau. Genau dies ist eben auch hier der Fall. Zudem stößt es etwas negativ auf, dass es lediglich eine englische Vertonung gibt. Wer dem Englischen nicht mächtig ist, muss sich somit unweigerlich mit deutschen Untertiteln begnügen.

Alles in allem ist Coast Guard: Die Küstenwache für alle Simulationsfans sicherlich eine Enttäuschung, denn mit einer Simulation hat dieses Spiel herzlich wenig zu tun. Die alltägliche Arbeit der Küstenwache wird hier nämlich höchstens grob angeschnitten. Dennoch weiß Coast Guard: Die Küstenwache zu überzeugen, denn was es an Realismus vermissen lässt, macht es mit seinen Adventure-Parts wieder mehr als wett. Eine spannende und abwechslungsreiche Story, Rätseleinlagen und Verhöre sorgen dafür, dass man knapp 10 Stunden bestens unterhalten wird. Wer ein gutes, abwechslungsreiches Adventure mit Simulator-Einlagen sucht, ist mit diesem Spiel also bestens versorgt.
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Special vom: 19.11.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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