Splashpages  Home Games  Specials  Sim Simulator - Teil 147: OMSI 2 - Busbetrieb-Simulator Add-On  Sim Simulator - Teil 111: Bridge Constructor
RSS-Feeds
Podcast
http://splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 375 Specials. Alle Specials anzeigen...
Specials Eventspecials

Sim Simulator - Teil 111: Bridge Constructor
«  ZurückIndexWeiter  »
simsimulator

Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne das zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 111: Bridge Constructor
bridgeconstructorDass wir in diesem Special auch mal Simulationen für die Konsolen vorstellen können, ist leider nur selten der Fall. Bisher war dies nur dem Landwirtschafts-Simulator vorbehalten. Wenn dann doch mal ein anderes Spiel den Weg auf die Konsolen findet, stürzen wir uns natürlich sofort drauf. Selbst wenn es sich dabei "nur" um eine Adaption eines vier Jahre alten PC-Spiels ist.

Genauso verhält es sich nämlich beim kürzlich für die Xbox One erschienen Bridge Constructor. Das Spiel aus dem Hause Headup Games dürfte vielen bereits bekannt sein, schließlich erschien es tatsächlich bereits 2011 für den PC. Bei der nun veröffentlichten Xbox One-Version handelt es sich allerdings um die Adaption der im Oktober 2013 veröffentlichten Steam- bzw. Mobile-Version. Diese hatte und hat im Gegensatz zum Original ein hübscheres Interface. Spielerisch unterscheiden sie sich aber nicht.

Dies ist natürlich auch auf der Xbox One so. Genau wie in der Steam- oder Mobile-Version, die sich nach wie vor riesiger Beliebtheit erfreut, gilt es auch hier Brücken zu bauen. Diese müssen aber nicht nur einfach so stehen bleiben, sondern auch dem Gewicht von zwei Autos oder besser noch von zwei LKWs (das gibt extra Punkte) standhalten.
Was sich leicht anhört, entwickelt sich schon bald zur echten Kopfnuss. Zum Bau der Brücken hat man nämlich immer nur bestimmte Materialien zur Verfügung. Zu Anfang ist dies nur Holz. Später kommen noch Stahlseile, Eisenträger und Betonpfeiler hinzu. Obwohl man denken könnte, dass es mit den neuen, sehr viel stabileren Materialien, einfacher werden würde eine standfeste Brücke zu erbauen, ist genau das Gegenteil der Fall. Denn während die ersten Holzbrücken noch problemlos erbaut werden können (und zwar so stabil, dass sogar LKWs oder gar Tanklaster (der im Spielverlauf freigeschaltet wird) problemlos drüberfahren können), merkt man das mit den neuen Materialien auch der Schwierigkeitsgrad ansteigt. Plötzlich wollen nicht mehr nur 8 Meter lange Brücken gebaut werden, sondern 15, 20, oder gar noch längere. Doch womit? Denn es ist nicht so, dass einem nur die Materialien vorgeschrieben werden. Auch das Budget ist begrenzt, weshalb man nicht einfach ausschließlich auf die stabilsten (aber auch teuersten) Materialien setzen kann. Man muss also immer genau überlegen, wo man was einsetzt, denn unendlich viele Stahlseile oder Betonpfeiler lässt das Budget nie zu.

Ab einem bestimmten der insgesamt 64 Level (wovon 40 reguläre und 24 von der direkt integrierten Erweiterung „SlopeMania“ stammen) heißt es deswegen vor allem eines: Ausprobieren, ausprobieren und nochmals ausprobieren. Wenn man einmal eine Brücke nicht stabil genug erbaut hat, heißt das nämlich nicht das Ende. Ganz im Gegenteil, mit jeder durchgeführten Überfahrt-Simulation lernt man hinzu. Hierbei wird einem die Beanspruchung der einzelnen Bauteile nämlich farblich angezeigt. Wo alles in Ordnung bzw. stabil genug ist, erstrahlt es in grün, wo es knapp wird in gelb und wo die Beanspruchung zu hoch ist, ist rot zu sehen. Wenn man nun also die roten Stellen ausbessert, wird man irgendwann zum gewünschten Ergebnis kommen. Ehrgeizigen Brückenbauern wird dies natürlich nicht reichen, die wollen sich zusätzlich auch in der Online-Rangliste möglichst weit oben eintragen. Allerdings muss man dafür die Brücken so schnell und preiswert wie nur möglich errichten.

Ein Punkt, der bei der ganzen Sache natürlich ein wichtiger Aspekt ist, ist die Physik. Schließlich sorgt sie dafür, alles zu berechnen und Bruchstellen aufzuzeigen. Leider ist die Physik aber nicht immer so, wie man sie sich gewünscht hätte. Bei der Brücke selber macht sie zwar sehr gute Arbeit, doch wenn diese einmal zusammenbricht, kann es schon mal vorkommen, dass einzelne Teile alles andere als physikalisch korrekt durch die Gegend springen. Zum Glück sieht das aber nur mitunter sehr lustig aus und stört beim eigentlichen Brückenbau kein bisschen.



Ein weiterer Punkt, der speziell bei dieser Xbox One-Version thematisiert werden muss, ist natürlich auch die Steuerung. Im Gegensatz zur PC- oder Mobile-Version muss man hier schließlich mit einem Controller arbeiten, der ja bekanntermaßen nicht immer so exakt ist. Die Entwickler haben dieses Problem aber gut in den Griff bekommen und bieten einem eine Art Ankerpunkte an, an die man die einzelnen Teile anbringen kann. Dies ermöglicht zwar nicht immer genau die Konstruktionen, die man gerne hätte, macht dafür aber eine sehr gute Handhabung möglich. Der Wechsel zwischen Simulation (in der die Autos über die Brücken fahren) und Baumodus kann obendrein sogar per Sprachbefehl (was selbstverständlich Xbox One-exklusiv ist) aktiviert werden, was die Handhabung noch ein wenig komfortabler macht.
Grafisch bietet Bridge Constructor die von der Steam- und Mobile-Version bekannte comichafte Optik. Die sieht zwar nicht gerade realistisch aus, hübsch anzusehen ist sie aber auch hier. Zudem garantiert sie einen ruckelfreien Spielablauf, was ja auch nicht ganz unwichtig ist.

Insgesamt ist Bridge Constructor also auch auf der Xbox One ein sehr gelungenes Spielchen, das, wie auf den anderen Plattformen, über ein großes Maß an hier Suchtpotenzial verfügt. Denn trotz kleiner physikalischer Fehler und einer nicht gerade realistisch anmutenden Grafik, möchte man auch hier genau wie auf dem PC, Smartphone oder Tablet eine immer bessere Konstruktion erschaffen und seinen Highscore immer weiter in die Höhe treiben. Wer seinen Hang nach Simulationen auch auf der Xbox One nachgehen möchte, ist mit dem Bridge Constructor von Headup Games also bestens versorgt.
«  ZurückIndexWeiter  »


Special vom: 27.09.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials