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Anna's Quest
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Anna's Quest

Wenn Daedalic ein neues Point and Click-Adventure herausbringt, werden Fans des Genres ganz hellhörig. Schließlich hat sich der Hamburger Publisher in den letzten Jahren mit Spielen wie Deponia, Edna bricht aus und The Whispered World zu so etwas wie dem Point-and-Click-Meister gemausert.
Da auch wir große Fans der Daedalic-Spiele sind, konnten wir uns natürlich nicht die Gelegenheit entgehen lassen ihr neuestes Spiel schon einmal vorab anzuspielen. Die Eindrücke, die wir dabei von Anna's Quest hatten, erfährst Du in dieser kleinen Vorschau.

Anna's Quest? Bei dem einen oder der anderen dürfte da was klingeln. Und das zu recht. Denn Anna's Quest hat schon eine gewisse Historie hinter sich. Das erste Mal tauchte es 2010 auf, als der australische Autor und Gamedesigner Dane Krams es weltweit ankündigte. Wenig später konnte man es dank einer downloadbaren Demo sogar selber anspielen und auf Steam Greenlight finden. Dies war allerdings nur kurzzeitig der Fall, denn schon bald darauf verschwand es wieder. Erst zwei Jahre später, also im Jahr 2014, machte das Spiel dann wieder von sich reden, und zwar durch die Ankündigung, dass Daedalic als Entwickler und weltweiter Publisher mit Krams kooperieren würde – was nun zu der baldigen Veröffentlichung des Spiels und dieser Preview führte.

Diese Odyssee, die für so manches Spiel kein gutes Omen darstellt, hat am eigentlichen Spiel aber anscheinend keinerlei bleibenden Schäden hinterlassen. Zumindest lässt dies die Preview-Version vermuten.

In Anna's Quest geht es, wie der Name bereits stark vermuten lässt, um Anna. Das kleine Mädchen lebt gemeinsam mit ihrem Großvater auf einer Farm, die von einem dunklen Wald umgeben ist. Laut des Großvaters gibt es in diesem Wald viele Gefahren und böse Menschen, weshalb er seiner Enkelin ausdrücklich verbietet in den Wald zu gehen. Und obwohl sie auch gerne mal auf den Markt gehen würde um dort die Waren zu verkaufen, hört sie auf ihren Großvater. Doch als dieser plötzlich an einer mysteriösen Krankheit erkrankt, bleibt ihr keine andere Wahl und sie geht durch den Wald – schließlich muss sie Hilfe holen.

Märchenhaft
Doch so weit kommt sie gar nicht. Denn schon nach kurzer Zeit im dunklen Wald wird sie von der bösen Hexe Winfriede entführt, die Anna in einen, zugegebenermaßen sehr nett eingerichteten Raum in ihrem Turm einschließt, um dort Experimente mit ihr auszuführen. Ziel dieser Experimente ist es Annas schlummernde Macht der Telekinese zu entfachen. Tatsächlich gelingt ihr das auch und Winfriede sieht sich am Ziel ihrer Träume – Annas Kraft für ihre Zwecke zu nutzen. Doch ganz so einfach wie sich die böse Hexe das vorgestellt hat, macht es ihr Anna nicht. Gemeinsam mit den in einen Teddybären verwandelten Jungen Ted macht sich das Mädchen auf, aus dem Turm zu fliehen. Durch ein paar Rätsel, die man lösen muss, gelingt dieses Unterfangen auch recht schnell und so kann sich Anna endlich auf den Weg machen, die dringend benötigte Medizin für ihren Großvater zu besorgen. Diese gibt es allerdings nur im Dorf Wunderhorn, wo es nicht nur Magier gibt, sondern auch weitere bekannte Fabelwesen wie etwa die Bremer Stadtmusikanten – und verfolgt wird Anna dabei die ganze Zeit von Winfriede...

Annas_Quest_Screen1Soweit wir das anhand der vier Abschnitte, die wir spielen konnten, erkennen konnten, ist die Story, die auch reichlich schwarzen Humor zu bieten hat, auf jeden Fall sehr schön und passt perfekt zu einem Point-and-Click-Adventure.
Das gleiche gilt auch für das eigentliche Gameplay, das im wesentlichen aus den drei Genre-typischen Faktoren besteht: Dem Umherlaufen, dem Auffinden verschiedener Dinge und dem Benutzen bzw. Kombinieren dieser Dinge – auch gerne als Rätseleinlage.
Die Rätsel gestalten sich dabei in einem recht unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Manche sind wirklich sehr einfach, bei anderen muss man aber doch auch schon mal genauer überlegen, wie es zu lösen ist. Wenn diese Mischung auch in den restlichen, bisher noch nicht einsehbaren Levels aufrecht gehalten wird, dürfen wir uns wirklich freuen.

Wieder exzellent vertont
Freuen darf man sich auch schon jetzt auf die Steuerung, denn auch an der gibt es schon jetzt nichts auszusetzen. Den Großteil der Aktionen tätigt man mit der Maus. Um zum Beispiel das Inventar zu öffnen bzw. zu schließen, genügt es, das Mausrad zu drehen. Nur selten wird auch die Tastatur gebraucht.
Um einem die Suche nach wichtigen Stellen oder Dingen etwas zu erleichtern, gibt es eine Hot-Spot-Anzeige, die einem, wenn man es denn möchte, die wichtigsten Orte in einer Szene anzeigt.
Echte Point-and-Click-Fans werden eine solche Hilfe aber natürlich, wenn überhaupt, nur sehr selten in Anspruch nehmen.

Auch sonst kann Anna's Quest technisch schon überzeugen. Die Comic-Grafik ist wirklich traumhaft und passt perfekt zum Spiel, so dass man sich direkt in eine andere Welt versetzt fühlt. Unterstützt wird dies durch die ebenfalls sehr schöne Soundkulisse, bei der vor allem die Synchronisation (die wir bisher nur auf Englisch hören konnten) herausragt. Insbesondere die kindliche Stimme von Anna hat eine ganz eigene Wirkung, die einen irgendwie verzaubert.

Fazit:
stefan2Bereits jetzt lässt sich erahnen, dass Anna's Quest das Potenzial hat, um Daedalics nächster Adventure-Hit zu werden. Die märchenhafte Spielwelt, die kleine Anna, die man sofort ins Herz schließt, die anderen tollen Charaktere und die schönen Rätsel – das alles wirkt bereits jetzt sehr stimmig und lässt großes erahnen. Ich freue mich auf jeden Fall schon aufs fertige Spiel und darauf, die Geschichte von Anna weiter spielen zu dürfen.

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Special vom: 14.06.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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