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Kurz vorgestellt: Big Bang Empire
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Big Bang Empire

Big_Bang_Empire_Screen1 Browsergames sollen schnellen, unkomplizierten Spielspaß bieten, einen aber dennoch auch für längere Zeit am Game fesseln. Meist versuchen die Spiele dies durch den langwierigen Aufbau eigener Städte oder auch durch den sich immer wieder wiederholenden Kampf Mann gegen Mann. Einen anderen Weg geht Big Bang Empire von Playata und des Münchner Publishers European Games Group. Hier geht es wesentlich schlüpfriger zu. Anstatt sich zu fragen, wo man Haus X hin baut oder mit welchem Raumschiff man seinen Gegner angreift, muss man hier zum Porno-Star aufsteigen.

Zu aller erst muss man sich seinen Star aber natürlich erstellen. Dies geht in einem Editor von statten, in dem man die Auswahl zwischen verschiedenen Hautfarben, Augen, Mündern, Frisuren, Bärten und einigen mehr hat. So lässt sich vom trotteligen Mittvierziger mit Halbglatze und schielenden Augen bis zum Typ "Latino" so ziemlich alles erstellen was man sich wünscht – wer möchte kann natürlich auch einen weiblichen Charakter erstellen.

Nachdem man mit seinem Charakter zufrieden ist und ihn, wie in einem Rollenspiel, mit verschiedenen Skills ausgestattet hat (Stärke, Ausdauer und Charakter) geht es auch schon ins eigentliche Spielgeschehen.
Auch dieses ist stark an Rollenspiele angelehnt. Genau wie dort gilt es auch hier verschiedenste Aufträge zu erfüllen, durch die man Equipment erhält, das wiederum dafür benötigt wird um sein eigenes Filmstudio zu errichten und dort Filme zu drehen. Die Missionen können dabei Kämpfe, Zeitmissionen oder Fähigkeitsmissionen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sein.
Big_Bang_Empire_Screen2Der große Unterschied zu Rollenspielen besteht darin, dass man die Missionen nie selber spielt. Nachdem man sich für eine Mission entschieden hat heißt es nämlich warten. Jede Mission benötigt dabei je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich viel Zeit. Einzige Ausnahme sind die Kämpfe. Hier gibt es nicht nur einen schnöden Zeitbalken zu sehen, sondern sogar einige Animationen in denen man den Kampf verfolgen kann. Einfluss auf den Kampf kann man dabei aber keinen nehmen – Sieger wird stets der, der seinen Charakter höher gelevelt hat und dem Gegner so schneller die Lebensleiste niederkämpft. Folgerichtig gibt es auch die Möglichkeit die Kämpfe zu überspringen und das Spielgeschehen so wesentlich zu beschleunigen. Dies ist übrigens auch in allen anderen Missionen möglich und vom Macher auch gewollt. Denn wer schneller voran kommen möchte und sich nicht 3, 10 oder gar 24 Minuten in einer Mission befinden möchte, muss dafür mit Diamanten bezahlen, und die sind natürlich Mangelware. Es gibt an bestimmten Meilensteinen zwar durchaus immer mal wieder welche zu gewinnen, doch da die Preise fürs Beschleunigen auch von der Länge der jeweiligen Mission abhängt, kommt man damit nur kurz aus. Also heißt es entweder sich in Geduld üben, oder Diamanten für echtes Geld zu kaufen. Es sei aber klipp und klar gesagt, dass dies nicht unbedingt nötig ist, und man auch ohne echtes Geld auszugeben vorankommt – eben nur etwas langsamer.

Aufmerksame Leser werden sich bestimmt schon fragen, wo bei dem ganzen nun die Erotik bleibt. Das ist eine durchaus berechtigte Frage, deren Beantwortung aber wohl nur wenige befriedigen dürfte. Denn anders als der Titel und das Setting vermuten lässt, bleibt die Erotik in Big Bang Empire doch eher auf der Strecke. Abgesehen von ein paar fragwürdigen Waffen (Doppel-Dildo), die man im Sex-Shop für gewonnene Scheine (die als Ingame-Währung dienen) erwerben kann und ein paar mehr oder weniger schlüpfrigen Filmtiteln, gibt es in Big Bang Empire eigentlich nichts, was man mit dem Thema Erotik oder gar Porno zu tun hat. Wer sich erhofft hat, nackte Frauen sehen zu können, muss also leider enttäuscht werden – selbst wenn man seinem Charakter nichts anzieht erscheinen über dessen wichtigsten Körperstellen schwarze Balken, die einem den Blick darauf versperren.

stefan2Fazit:
Auch wenn es mit der Erotik in Big Bang Empire nicht weit hergeholt ist, kann man mit dem Browsergame seine Freude haben. Die Spielmechanik ist leicht zu verstehen, die Missionen abwechslungsreich, der Comic-Stil lustig anzuschauen und Humor wird auch geboten. Insgesamt wird einem also alles geboten, was man sich von einem Browserspiel erhofft. Das einzige was wirklich stört sind die Wartezeiten und der all zu offensichtliche Versuch, die Spieler mit Diamanten dazu zu bewegen, echtes Geld auszugeben. Da dies für den weiteren Spielablauf aber nicht unbedingt nötig ist und man so auch kostenlos seine Spaß haben kann, kann ich Big Bang Empire als schnellen Gaming-Snack für zwischendurch durchaus empfehlen.

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Special vom: 26.01.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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