Splashpages  Home Games  Specials  Sim Simulator - Teil 144: Landwirtschafts-Simulator 18  Sim Simulator - Teil 87: Großfeuerwerk Simulator
RSS-Feeds
Podcast
http://splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 374 Specials. Alle Specials anzeigen...
Specials Eventspecials

Sim Simulator - Teil 87: Großfeuerwerk Simulator
«  ZurückIndexWeiter  »
simsimulator

Teil 87: Großfeuerwerk Simulator

Gro__feuerwerk_CoverNicht nur an Silvester erfreuen sich Feuerwerke großer Beliebtheit. Über das gesamte Jahr verteilt gibt es in ganz Deutschland (und bestimmt auch in großen Teilen unserer Erde) große Feuerwerke die sogar synchron zur Musik laufen und die Massen anziehen. Doch hinter den tollen Effekten und den genau getimten Explosionen steckt eine Heidenarbeit. Wie viel, das glaubt man gar nicht, es sei denn man spielt den Großfeuerwerk Simulator von rondomedia. Denn hier schlüpft man selber einmal in die Haut eines professionellen Pyrotechnikers und muss versuchen ein riesiges Feuerwerk auf die Beine zu stellen.

Eines sei direkt vorweg gesagt 2 für den kurzen Spaß zwischendurch ist der Großfeuerwerk Simulator nicht geeignet. Man kann zwar durchaus in wenigen Minütchen ein Feuerwerk in die Luft abschießen, doch das ist gar nicht Sinn dieses Simulators. Hier geht es wirklich darum ein bombastisches Feuerwerk zu kreieren, das am besten noch genau zum Takt der Musik passt.
Doch um dieses Unterfangen wirklich zu schaffen, benötigt es ein gutes Timingverständnis, Übung und vor allem Kenntnisse über Feuerwerke. Denn das Feuerwerk nicht gleich Feuerwerk ist, lernt man hier sehr schnell.

Im Großfeuerwerk Simulator gibt es sage und schreibe über 100 verschiedene Effekte, die einem zur Auswahl stehen. Und das die alle auch wirklich originalgetreu sind, wie es der Text auf dem Cover verspricht, dafür sorgte die Firma WECO, die hier als Partner zur Seite stand. Diese 1948 gegründete Firma ist einer der renommiertesten Feuerwerkskörper-Hersteller weltweit und sogar Marktführer im Feuerwerkbereich in Deutschland und Europa. Obendrein darf sich die Firma auch als Weltmeister der Feuerwerksmeisterschaften 2000 und als Sieger des Platin-Jager 2004, einem bisher einmaligen Vergleichskampf der Weltmeister in Montreal, nennen.
Mit diesem Knowhow im Rücken ist also wahrlich garantiert, dass die über 100 verschiedenen Effekte auch wirklich originalgetreu sind.

Gro__feuerwerk_Screen1Und was macht man mit der Auswahl nun? Nun, zunächst platziert man sie an den zur Verfügung stehenden Anschlussstellen. Diese können sich übrigens entweder im Münchner Olympiapark oder aber mitten auf dem Rhein in Köln befinden, wo man die alljährlich ausgetragenen Kölner Lichter nachstellen darf.
Schon allein die Platzierung der Abschussgestelle ist eine Wissenschaft für sich. Denn auch der Standort entscheidet darüber wie das Feuerwerk am Ende aussieht. Zudem gibt es wie gesagt über 100 verschiedene Effekte. Und auch wenn sich viele davon ähneln und sich lediglich in ihrer Farbe oder dem Kaliber unterscheiden, muss man doch wissen wie sie aussehen, damit man am Ende nicht einfach ein nur totales Chaos in den Himmel zeichnet. Also heißt es sich die ganzen Vorschauen anzuschauen oder in die Materie einlesen, was allerdings noch länger dauern würde.

Wenn man mit der Auswahl der Effekte und Platzierung der Abschussgestelle zufrieden ist, geht es zur nächsten Phase über – und hier wird es richtig kompliziert. Im Sequencer muss man seine ganzen auserwählten Effekte nun nämlich in ein ordentliches Feuerwerk zusammenfügen. Dies geschieht auf einer Oberfläche die man aus Video- und Audioschnitt-Programmen kennt, nur mit dem Unterschied, dass man auf den unterschiedlichen Spuren nun keine Filmschnipsel oder Tonaufnahmen, sondern eben die verschiedenen Effekte legt. Dies kann man natürlich wahllos machen, doch die eigentliche Kunst besteht darin, dass alles mit einem Musikstück (das entweder eines von den mitgelieferten oder aber eines aus der eigenen Mediathek sein kann) zu koordinieren. Und genau das kann wirklich sehr zeitintensiv sein. Denn um zu kontrollieren, ob der Effekt nun wirklich zum gewünschten Beat stattfindet, muss man sich jedes Mal den gesamten Feuerwerks-Ablauf anschauen. Wenn man also tatsächlich die ganzen 10 Minuten, die ein Feuerwerk maximal andauern kann, ausnutzt und die letzten Minuten bearbeitet, muss man jedes Mal die 8 oder 9 Minuten davor anschauen. Das ist natürlich wenig komfortabel und ehrlich gesagt wirklich nervend.

Ebenfalls alles andere als nutzerfreundlich ist die Tatsache, dass man eigens erstellte Effekte nicht einfach mit einem einzigen Knopfdruck in seine Choreographie einbinden kann, sondern jedes Mal zuerst ins Hauptmenü, in den dort vorzufindenden Konfigurator wechseln, dort den Effekt nach seinen Wünschen erstellen und abspeichern, und den ganzen Weg zurück in den Sequencer gehen muss.
Dabei ist die Idee, dass man auch eigene Effekte erstellen kann, wirklich sehr gut. Denn manchmal ist es so das man einen Effekt in einer bestimmten Farbe haben möchte, dieser aber nicht vorhanden ist. Dank des Konfigurators kann man ihn aber dennoch erstellen. Wenn das Ganze ein wenig benutzerfreundlicher gelöst wäre, wäre es aber eben noch besser gewesen.

Gro__feuerwerk_Screen2Wenn man irgendwann mit dem Feuerwerk zufrieden ist (was allerdings wirklich dauern kann), kann man sich sein Werk aus sechs verschiedenen Kameraperspektiven anschauen. Es direkt online mit anderen teilen geht aber leider nicht. Aber zumindest kann man es lokal als Video speichern und so seinen Freunden zeigen.
Eine Grafikpracht dürfen die Freunde dabei aber nicht erwarten. Zwar sind die Effekte (und deren Sounds) wirklich hübsch, doch alles andere ist eben eher zweckmäßig. Köln und München sind etwa nur als Hintergrundtapeten zu sehen, und nicht etwa als ausgebautes 3D-Modell.

Trotzdem ist der Großfeuerwerk Simulator für mich so etwas wie die Simulator-Überraschung des Jahres. Es war einer der Simulatoren unter denen ich mir nicht viel vorstellen konnte, und ehrlich gesagt auch nicht viel erhofft hatte. Doch was ich dann bekommen habe, hat mich wirklich gefesselt. Auch wenn man am Ende des Tages nicht viel mehr macht als irgendwelche Schaltflächen auf verschiedenen Spuren hin und her zu schieben, entwickelt man beim Erstellen des eigenen Feuerwerks einen solchen Ehrgeiz, dass man Stunde um Stunde damit verbringt auch noch den letzten Effekt perfekt an den Beat anzupassen. Das hat mich wirklich positiv überrascht, weshalb ich den Großfeuerwerk Simulator auch wirklich jedem, der auch nur irgendetwas mit dem ganzen anfangen kann, empfehlen kann.

«  ZurückIndexWeiter  »


Special vom: 30.12.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials