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Quizduell - Das Brettspiel
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Quizduell – Das Spiel

Quizduell_SchachtelDas Quizduell hat die deutschen Smartphones/Tablets in Windeseile erobert. Bereits kurz nach dem Erscheinen der deutschen Version der App, am 19. Juni 2013, quizzte scheinbar jeder mit. Beflügelt von diesem Erfolg holte die ARD die App sogar ins Fernsehen und machte daraus eine interaktive Rate-Show bei der die vier Kandidaten im Studio gegen die Nutzer der Smartphone-App, dem sogenannten Team Deutschland die zu Hause mitspielten, antraten und jeweils die Möglichkeit hatten Geld zu gewinnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, durch die die App-Nutzer gar nicht am Quiz-Geschehen teilnehmen konnten, konnte auch die TV-Show überzeugen und ersetzt wohl bald sogar das ARD-Vorabend-Urgestein „Verbotene Liebe“ dauerhaft. Doch damit war noch lange nicht Schluss mit dem Quizduell-Siegeszug. Seit dem 1. Oktober gibt es die Erfolgsapp nun nämlich sogar als Brettspiel für den geselligen Rateabend zu Hause.

Dass das Brettspiel, welches aus dem Hause Ravensburger stammt, dabei nicht nur vom guten Namen der App profitieren möchte, merkt man dem Spiel bereits vor der ersten Frage an. Es ist nämlich alles genauso wie bei der digitale Vorlage. Das gilt nicht nur für die Fragen die in 19 Kategorien unterteilt sind und tatsächlich aus der App stammen, sondern auch für den Avatar. An den wurde tatsächlich auch gedacht und so kann man sich, aus seinem Standard-Avatar-Plättchen welches passend zur gewählten Farbe vergeben wird, einen ganz individuellen Charakter basteln. Dazu gibt es verschiedene Haare, Augen, Münder und Accessoires die man einfach auf seinen Avatar legt. Einen tiefgreifenderen Sinn hat dieser selbst erstellte Avatar im Spielgeschehen nicht, dennoch finde ich es eine super Idee und eine lustige Hommage an die App.

Schnell erklärt
Der eigentliche Spielverlauf ist ebenfalls schnell erklärt. Wie erwähnt gibt es verschiedene Spielfarben, aus der sich jeder seine auswählt. Daraufhin gibt es neben besagten Avatar-Plättchen auch eine Punkteklammer die man an die 0 des an der Kartonseite aufgedruckten "Spielfeldes" steckt. Zudem erhält jeder noch eine Tipptafel und einen zur Farbe passenden Tippstein.
Nun werden noch die 19 Kategoriekarten gut gemischt auf den Tisch gelegt und die Sanduhr dazu. Dann geht der Ratespaß auch schon los.
Je nachdem ob man sich dazu entschieden hat in Gruppen oder alle einzeln zu spielen (in letzterem Fall können sechs Spieler gemeinsam spielen) nimmt ein Team/der jüngste Spieler die drei obersten Kategoriekarten vom Stapel und wählt eine davon aus. Nun entnimmt man eine Karte zu dieser Kategorie und stellt eine der darauf stehenden Fragen. Welcher Schwierigkeitsstufe die Frage – es gibt leicht, mittel und schwer – entstammen soll, muss man vorher klären.

Quizduell_Bild1Nachdem die Frage gestellt wurde, hat jeder Mitspieler so lange Zeit sich für eine Antwort zu entscheiden (was durch das Markierungssteinchen auf der Tipptafel angezeigt wird) bis die Sanduhr durchgerieselt ist oder der erste die Frage beantwortet hat. Nach der Zeit wird die Antwort verkündet. Dies geht allerdings recht pfiffig von statten. Da die Antwort ja nicht sichtbar neben die Frage gedruckt werden konnte, schließlich muss der Fragesteller ja auch selber miträtseln, sind die Antworten dekodiert auf der Karte. Um die richtige Antwort zu sehen muss man nun mit dem Dekodierer, einem roten Plastikplättchen, über die dekodierte Stelle gehen und schon kann man den richtigen Lösungsbuchstaben sehen. Wenn jemand eine richtige Antwort gegeben hat, wird seine Punkteklammer am Kartonrand ein Feld weiter geschoben. Anschließend nimmt der Fragesteller eine neue Karte aus der Kategorie und stellt die nächste Frage, usw. Erst wenn drei Fragen aus der Kategorie gestellt und bewertet wurden, endet die Runde.

Spielvarianten
So geht das nun sechs Runden lang weiter, wobei derjenige gewonnen hat, der nach diesen sechs Runden die meisten Punkte hat. Das geht recht zügig und lässt so Spielraum für mehrere Spiele hintereinander. Oder man entscheidet sich für eine der möglichen Varianten. Anstatt jeder für sich können nämlich auch Teams gegeneinander antreten, die Schwierigkeitsgrade während des Spiels wild gewechselt werden oder ein Turnier gestartet werden. Letzteres ist vor allem für 12 oder mehr Spieler bestens geeignet, da hier nach drei Fragen immer nur der bessere weiter kommt bis am Ende nur noch einer übrig bleibt.

Hochwertig verarbeitet
Die Verarbeitung des gesamten Spiels ist sehr hochwertig. Die Fragekarten halten etliche Spielrunden ohne Beschädigungen durch und die Avatar-Plättchen sorgen für die nötige Portion Humor. Das einzige was auf Dauer fehlen könnte ist Abwechslung. Irgendwann kennt man einfach alle Fragen in- und auswendig – wenn das bei über 1500 Fragen auch durchaus seine Zeit dauern könnte. Doch vielleicht gibt es ja irgendwann wie bei der App "Updates" mit neuen Fragen, die man sich dazu kaufen kann.

Fazit:
stefan2Ehrlich gesagt war ich nie der Fan der Quizduell-App. Als Brettspiel gefällt mir das Ratespiel aber umso mehr. Hier kann man, im Gegensatz zur App, in geselliger Runde quizzen und sich freuen wenn sein Gegenüber die Frage falsch beantwortet und deswegen dumm aus der Wäsche schaut.
Das einzige was irgendwann zum Problem werden könnte, sind die Fragen, die man mit der Zeit einfach in- und auswendig kennt. Doch da wird sich Ravensburger sicherlich etwas einfallen lassen. Denn dass das Brettspiel kein Erfolg wird, ist wohl eher unwahrscheinlich. Und so kann man sich wohl auf viele Quizabende mit seiner Familie und seinen Freunden freuen.

Ihr bekommt Quizduell – Das Brettspiel z.B. hier auf Amazon oder direkt bei Ravensburger.

Quizduell

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Special vom: 26.10.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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