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Kurz vorgestellt: Fall Weiss
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Fall Weiss

fallweiss_coverDas polnische Studio Wastelands Interactive hat mit Fall Weiss nun nach Panzers: War in Europe ein weiteres rundenbasiertes Hexfeld-Strategiespiel vorgelegt. Dieses Mal geht es konkret um den Polenfeldzug, auch als Fall Weiss bekannt – der Titel ist also Programm. Publisher in Deutschland ist wie beim Vorgänger wieder rokapublish.

Bei Fall Weiss kann man drei Parteien auswählen: Nazi-Deutschland, Polen und die Sowjetunion unter Stalin. Man kann sich ausrechnen, dass es nicht gerade einfach ist, wählt man die von zwei Seiten in die Zange genommenen Polen. Aber Fall Weiss ist nicht gerade das, als was man ein normales Strategiespiel bezeichnet. Man muss es schon als Serious Game bezeichnen, das die historischen Ereignisse in einem Strategiespiel nachzustellen versucht. Darum fehlen wohl auch jegliche dramaturgischen Elemente. Außerdem gibt es keinerlei Missionsdesign und kein Tutorial. Stattdessen gibt es einfach eine 122 Runden lange Kampagne – wobei jede Runde für einen Tag steht.


fallweisscreenDafür kann man diverse Optionen setzen, um das ganze in ein »Was-wäre-wenn«-Szenario zu verwandeln, und so zu sehen, wie die Geschichte anders hätte verlaufen können. So kann man nicht nur den Haken bei »Historisch genau« entfernen, welcher festlegt, ob Ereignisse und Länderverhalten genau so sein sollen, wie es wirklich war. Es gibt auch drei zusätzliche Spiel-Optionen, die Einfluss auf das Geschehen nehmen und das Spiel: »Französische Offensive im Westen«, »Sowjets fallen nicht in Polen ein« und »Frühere Mobilisierung in Polen«.

Da die Karte so groß ist, und das Spiel so viele Runden läuft, eignet sich Fall Weiss nicht gerade für zwischendurch. Ist die KI mal am Zug, dauert es zudem extrem lange, bis alle Einheiten durch sind. Währenddessen kann man nicht einmal auf das Menü zugreifen. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn man die Sowjets spielt, denn die greifen ja bekanntlich erst später ins Geschehen ein. So sieht man anfangs dank Kriegsnebel-Effekt nicht mal, was da auf der großen Karte vor sich geht, während die KI ihre langen Züge macht, sondern kann dann auch noch nicht die Grenze übertreten, wenn man mal am Zug ist.

Was Grafik und Präsentation angeht, so ist auch Fall Weiss wieder extrem minimalistisch gehalten. Beim Menü hätte man sich etwas mehr Mühe geben können, denn die Tooltips der Spiel-Optionen sind einzeilig und laufen teilweise nach links aus dem Bild heraus, wodurch sie nicht sehr nützlich ausfallen.

Fazit:
michael_neuWer ein neues, rundenbasiertes WW2-Strategiespiel sucht, sollte bei Fall Weiss auf jeden Fall beachten, dass es sich hier eher um ein Serious Game handelt. Zwar ist das Spiel nicht so komplex oder im allgemeinen so »Hardcore« wie etwa die Spiele von Gary Grigsby, dennoch fehlen Standardfeatures, die man in so einem Spiel erwartet. Es gibt kein Missionsdesign und keine Spieleinführung, nur eine 122 Runden lange Kampagne, die viel Zeit und Geduld erfordert. Wer sich für die Geschichte des zweiten Weltkrieges interessiert, findet hier aber sicher etwas, um sein Wissen zu erweitern.

Fall Weiss findet ihr z.B. hier auf Amazon.

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Special vom: 06.10.2014
Autor dieses Specials: Michael Hambsch
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