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Sim Simulator - Teil 67: Train Fever
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Teil 67: Train Fever

Train_Fever_CoverBei einem Spiel, das den Namen Train Fever trägt, könnte man meinen dass es sich um das Lieblingsspiel von Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory handelt – man fährt stundenlang mit dem Zug durch die Landschaft und hört nur das rhythmische "Ratatang Ratatang" der Schienen. Doch so ist es nicht. Bei Train Fever handelt es sich nämlich nicht etwa um einen weiteren Zugsimulator. Stattdessen geht es darum, ein Transportunternehmen groß und erfolgreich zu machen. Und auch wenn das Spiel so wohl nicht zu Sheldons Lieblingsspiel avancieren wird, wird es dennoch vielen anderen Leuten sehr viel Spaß bereiten. Der Grund dafür ist einfach: Train Fever ist ein verdammt gutes Spiel. Doch der Reihe nach...

Train_Fever_Screen1In Train Fever muss man, wie anfänglich ja schon angesprochen, versuchen sein Transportunternehmen zu einem erfolgreichen Unternehmen seiner Region zu machen. Dabei ist das ganze aber nicht nur auf den Personenzugverkehr beschränkt. Auch Busse, Straßenbahnen und Güterverkehr sind Bestandteil unseres Unternehmens. Das ist aber nicht die einzige Überraschung, die Train Fever parat hält. Auch dass es zwei verschiedene Startjahre zur Auswahl gibt, ist bei solchen Spielen wahrlich nicht alltäglich. Zur Wahl steht dabei entweder das Jahr 1850 oder 1950 – gespielt wird in beiden Fällen weit über das Jahr 2000 hinaus.

Ganz egal für welches Startjahr man sich entscheidet, wie in jedem anderen Tycoon-Spiel in dem man sein Unternehmen zum Erfolg führen muss, fängt man auch in Train Fever auf jeden Fall zunächst einmal klein an. Das bedeutet in diesem Fall, dass man mit nur einer Zugverbindung anfängt. Zusätzlich sollte man aber auch noch gleich in den beiden verbundenen Städten jeweils Busse (oder, wenn man 1850 startet, Pferdekutschen) einsetzen, die die Bewohner der Stadt zum Bahnhof bringen. Doch selbst mit einer solch komfortablen Anbindung dauert es seine Zeit, bis sich der Bahnhof bei den Bewohnern durchsetzt und regelmäßig Fahrgäste eintrudeln.
Irgendwann läuft das Ganze dann aber rund, und man kann sich weiteren Gebieten in der jeweils zufällig erstellen Map widmen.

Mit Personenverkehr alleine ist aber nicht viel zu holen. Darum sollte man sich auch recht schnell schon um Güterverkehr kümmern. Dafür gibt es in der Region verschiedene Fabriken, die teilweise auch miteinander verbunden sind. Ein Holzfäller bringt sein Holz zum Beispiel zum Sägewerk, der daraus Güter für die naheliegende Stadt macht. Um diesen Güterfluss kann man sich kümmern und so noch mehr Geld verdienen. Doch wie schon bei dem Personenverkehr muss man auch hier ein wenig Geduld aufbringen. Bis die Betriebe wirklich all ihren Güterverkehr über unsere Schienen laufen lassen, dauert es wieder seine Zeit.

Train_Fever_Screen2Ziel des Spiels ist es wie gesagt ein florierendes Transportunternehmen aufzubauen. Konkurrenz gibt es dabei leider nicht – weshalb auch der Wettbewerbsgedanke ein wenig zu kurz kommt. Dies ist aber im Grunde auch die einzige Kritik, die man Train Fever ankreiden kann. Ansonsten macht sich das Spiel, welches vom kleinen Schweizer Entwicklerstudio Urban Games entwickelt wurde, wirklich hervorragend. Die Schienenverlegung funktioniert per Drag & Drop und baut dabei sogar eigenständig Kurven mit ein. Auf diese Weise sind die Städte in Windeseile miteinander verbunden. Und auch das Erstellen von Fahrrouten für Bus und Straßenbahn funktioniert einwandfrei.
Ebenfalls ganz toll ist die Grafik ausgefallen. Die ist nicht nur hübsch sondern auch mit vielen Details ausgestattet. Die Häuser sehen zum Beispiel fast alle verschieden aus und – und das ist wirklich eines der Highlights am ganzen Spiel – die Städte sind richtig bevölkert. Man sieht überall kleine Menschen herumlaufen. Und zwar nicht nur kreuz und quer und planlos, sondern gezielt von einem Punkt zum anderen. Sogar am Bahnsteig kann man sie warten sehen.
So ist es eine Freude sich, wenn man mal nicht gerade mit seinem Unternehmen beschäftigt ist, einfach nur mal umzusehen und zuzuschauen was sich in der Stadt tut. Dabei kann man auch stets ein sich veränderndes Stadtbild beobachten. Die Städte verändern sich im Laufe der Zeit nämlich drastisch. Dies gilt übrigens auch für die Züge, die sich mit der Zeit von der dampfenden Lok zum schnellen und sauberen E-Zug wandeln.

Wer auch nur ein wenig Interesse an Transport-Tycoon Spielen hat, sollte sich Train Fever also auf jeden Fall holen. Auch wenn es keine echte Konkurrenz gibt, und die Herausforderung etwas fehlt, ist dennoch stets viel zu tun. Den Leuten seine Züge schmackhaft zu machen und die dann auch noch rentabel fahren zu lassen, ist gar nicht so einfach. Und wenn man doch einmal alles am Laufen hat, lädt die wunderschöne Grafik mit all ihren unzähligen liebevollen Details dazu ein, dem Geschehen einfach mal so zu folgen.

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Special vom: 23.09.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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