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Sim Simulator - Teil 58: Schiff-Simulator: Die Seenotretter
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Teil 58: Schiff-Simulator: Die Seenotretter

Schiff_Simulator_Die_Seenotretter_CoverWenn der Wind mit Stärke 12 über das Meer tost, die Brecher über das Vordeck schlagen und Gischt über die Brücke hinweg weht, möchte kein Seemann auf dem Meer sein. Manche müssen es aber, deren Job ist es nämlich in Seenot geratene Personen zu retten. Diese Menschen riskieren ihr Leben für das Leben anderer. Aus diesem Grund haben sie es auch mehr als viele andere verdient, dass ihr Beruf in einem Simulator verewigt wird.

Die DGzRS - Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger, deren Job wir im kürzlich erschienen Schiff-Simulator: Die Seenotretter am eigenen Leib erleben, wurde am 29. Mai 1865 gegründet. Zusammengesetzt aus mehreren einzelnen Rettungsstationen ist es seitdem ihr Ziel, Menschen in der Nord- und Ostsee aus Seenot und Gefahrensituationen zu retten.
Dies tun sie auch reichlich. Allein im Jahr 2013 hat die DGzRS 2.081 Einsatzfahrten durchgeführt, bei denen 65 Menschen aus Seenot gerettet, 653 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit, 438 erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland gebracht, 36 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, 967 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie 513 Einsatzanläufe, Such-, Schlepp- und Sicherungsfahrten absolviert wurden. Zudem hat sie 3.052 Kontrollfahrten durchgeführt.
Somit erhöhte sich die Gesamtzahl der seit 1865 aus Seenot geretteten oder aus lebensbedrohlichen Gefahren befreiten Menschen auf insgesamt 80.916.

Anfangs hatte die DGzRS dazu ein paar offene Ruderrettungsboote, mittlerweile ist sie so gut ausgestatt, dass sie zu den modernsten Seenotrettungsdiensten der Welt zählt. Zwei der wichtigsten Schiffe der Flotte sind dabei die Hermann Marwede, ein Seenotrettungskreuzer der 46-m-Klasse, das als der größte Seenotkreuzer der Welt gilt,  und das Seenotrettungsboot der 9,5-m-Klasse, Harro Koebke. Diese beiden Schiffe treffen wir dann auch im Schiff-Simulator: Die Seenotretter wieder.

Die_Seenotretter_Screen1Bevor wir aber verschiedenste Herausforderungen gestellt bekommen, erwartet uns aber zunächst etwas, das es nur in ganz wenigen Simulatoren gibt.
Der Schiff-Simulator: Die Seenotretter hat nämlich tatsächlich eine Story! Und nicht nur das. Das gesamte Spiel ist obendrein auch noch vertont - und zwar nicht nur mit einem Sprecher der uns die Geschichte, in der wir erfahren dass wir zunächst als Neuling bei der DGzRS anfangen und später als Vormann (Kapitän) tätig sind, kurz erzählt. Nein, dieser Simulator bringt es auf sage und schreibe rund 30 vertonte Haupt- und Nebencharaktere – ein absolutes Novum in der Welt der Simulatoren.

Ohnehin muss man sagen, dass sich die Entwickler große Mühe gegeben haben das Spiel sowohl technisch als auch in Sachen Authentizität möglichst gut aussehen zu lassen. So gibt es neben der guten Vertonung auch eine für Simulatoren äußerst gelungene Grafik. Die beiden Schiffe sind dabei natürlich die Highlights. Diese sind nämlich bis aufs kleinste Detail ihren großen Vorbildern nachempfunden worden. So macht es auch wirklich Spaß die Gelegenheit zu nutzen und sowohl die Hermann Marwede als auch die Harro Koebke frei zu erkundschaften. Doch auch die wechselnden Wettereffekte und die unterschiedlichen Tageszeiten sehen gelungen aus. Lediglich bei der Darstellung des Wassers gibt es ein paar unschöne Grafikfehler. Doch das kennt man von weitaus teureren Spielen ja auch gerne mal.

Die_Seenotretter_Screen2Spielerisch ist wie gesagt auch alles auf Authentizität getrimmt. Folgerichtig gibt es auch hier Herausforderungen die auch einem echten DGzRS-Mitarbeiter jederzeit begegnen könnten.
Mal gilt es Schiffe zu bergen, mal Wasser aus havarierten Schiffen zu pumpen, ein anderes Mal Brände zu löschen oder Menschen mit Hilfe des schnellen Tochterbootes aus Seenot zu retten. Die Aufgaben sind also sehr vielfältig und bieten so ungefähr das gesamte Handlungsspektrum der Einsätze der realen Seenotretter.
Damit aber noch nicht genug mit dem Authentizität! Denn auch bei den Schauplätzen haben die Entwickler auf ein Höchstmaß an Realismus geachtet. Das Meer sieht in der Nord- als auch in der Ostsee natürlich gleich aus, aber wenn man einmal in der Nähe des Festlands oder einer Insel einen Auftrag erledigen muss, erkennt man gleich wo man sich befindet. Denn egal ob Sassnitz oder Helgoland, überall wurden typische Gebäude oder Merkmale nachgebaut, so dass man – zumindest wenn man sich ein wenig in diesen Orten auskennt – alles gut wiedererkennt.

Die Steuerung ist zum Glück nicht ganz so realistisch gehalten worden. Zwar gibt es auch hier eine realistische Alternative, doch auch die ist nicht so kompliziert wie es sich anhört. Außerdem werden wohl ohnehin die meisten die vereinfachte Steuerung wählen und so mit wenig Aufwand ihr Schiff mit Hilfe der Seekarte und mit dem Blick auf den Tidenstand steuern.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass der Schiff-Simulator: Die Seenotretter einer der besten Simulatoren ist, den wir im Rahmen dieses Specials vorgestellt haben (und das sind ja nun auch schon immerhin 58 Stück). In Sachen Authentizität macht kaum einer den Seenotrettern etwas vor. Und auch grafisch ist es besser als viele, viele seiner Genre-Kollegen. Aber nicht nur deswegen komme ich zu diesem abschließenden Fazit. Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, ist dass man mit dem Kauf von Schiff-Simulator: Die Seenotretter auch etwas Gutes tut. Von jedem gekauften Exemplar geht nämlich ein gewisser Anteil an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Und da die ausschließlich von Spenden finanziert wird, ist dies eine tolle und sinnvolle Sache.

Schiff-Simulator: Die Seenotretter findet ihr z.B. hier auf Amazon.

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Special vom: 10.07.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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