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Sim Simulator - Teil 54: Feuerwehr 2014: Die Simulation
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Feuerwehr_2014_CoverTeil 54: Feuerwehr 2014: Die Simulation

Tatü Tata, die Feuerwehr ist wieder da! Ja, in Teil 54 unseres Simu-Specials stellen wir euch mal wieder einen der beliebten Feuerwehr-Simulationen vor. Nachdem uns rondomedia zuletzt als Werk- und Flughafen-Feuerwehrmann arbeiten ließ, lässt uns der Mönchengladbacher Publisher diesmal wieder das Leben eines "normalen" Berufsfeuerwehrmannes nacherleben.

Feuerwehr_2014_Screen1Wie schon der Werk-Feuerwehr-Simulator 2013, den wir euch ebenfalls in diesem Special vorgestellt hatten, bietet auch Feuerwehr 2014: Die Simulation mehr als "nur" das schnöde Löschen von Feuern. Diese Simulation will den gesamten Alltag eines Feuerwehrmannes zeigen – und zwar so detailliert wie nur möglich.
Aus diesem Grund finden wir in der Feuerwache auch nicht nur die Garage mit den einzelnen Einsatzfahrzeugen. Wie man im Tutorial gezeigt bekommt, gibt es in der recht großen Feuerwache auch einen Speisesaal, einen Gemeinschaftsraum, eine Einsatzzentrale und einen Besprechungsraum. Allerdings besucht man diese Räume im Laufe des Spiels eigentlich nie. Im Fitnessraum, im eigenem Büro sowie im Ruheraum sollte man hingegen hin und wieder vorbei schauen. Hier kann man nämlich seine Kraft und Ausdauer stärken, seine errungenen Auszeichnungen anschauen oder sich pro 24 Stunden Schicht vier Stunden ausruhen. Am allerwichtigsten ist aber natürlich besagte Garage, schließlich stehen hier sämtliche Einsatzfahrzeuge. Insgesamt gibt es davon acht Stück, wobei schlussendlich nur sieben gefahren werden. Nicht zum Einsatz kommt das Notarztfahrzeug. Die beiden TLFs (Tanklöschfahrzeuge), das Einsatzleitfahrzeug, der RTW (Rettungswagen), das HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug), die Drehleiter sowie das Wechselladefahrzeug werden im Laufe der Karriere hingegen nach und nach genutzt.

Direkt anschließend an die Garage ist das Lager, die Wasch- und Instandsetzungshalle sowie die Werkstatt zu finden. Hier kann man, wenn man denn möchte, sein aktuelles Fahrzeug mit frischem Motoröl versorgen, es waschen oder den Reifendruck prüfen. Wirklich notwendig ist das alles aber nicht. Das einzige was wirklich wichtig ist, ist der Füllstand der Feuerlöscher. Sollte sich dieser einmal dem Ende nähern, muss man sich im Lager, das ebenfalls direkt an die Garage grenzt, einen neuen holen.

So ausgestattet geht es dann in die Einsätze. Diese sind diesmal sehr abwechslungsreich gestaltet. Das liegt in erster Linie daran, dass in Feuerwehr 2014: Die Simulation gleich mehrere Locations miteinander verbunden sind. Die fiktive Gebiet, in dem wir uns hier befinden, besteht nämlich nicht nur aus einem Stadtkern. Auch ein Industriegebiet, eine Ringautobahn, ein ländliches Gebiet mit Dorf sowie eine Waldlandschaft sind hier zu finden. Passend zu diesen unterschiedlichen Einsatzgebieten, sind auch die Einsätze, zu denen man gerufen wird, sehr unterschiedlich. Unter anderem warten Wohnungsbrände, vollgelaufene Keller, ein Scheunenbrand und Feuer auf einem Campingplatz, eine entgleiste U-Bahn sowie Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen darauf, erledigt zu werden.

Um all dies machen zu können genügt aber nicht nur ein Mausklick. Die Macher von Feuerwehr 2014: Die Simulation, VIS Games, haben nämlich auch beim Vorgehen eines Einsatzes sehr auf den Realismus geachtet und sehr viele "Zwischenschritte" eingebaut, die man ebenfalls beachten muss. So kann man mit jenem Schlauch zum Beispiel nicht einfach löschen. Bevor man dies machen kann, muss man ihn zunächst aus dem Wagen holen und ordnungsgemäß an den Wassertank bzw. einen Hydranten anschließen. Und wenn der Schlauch zu kurz ist muss sogar erst noch eine Verlängerung angeschlossen werden. Erst wenn all dies erledigt ist, kann man den Löschvorgang starten.

Feuerwehr_2014_Screen2Leider haben die Macher diesen hohen Grad an Realismus nicht vollständig durchgezogen. Auf der anderen Seite gibt es nämlich leider auch einige Dinge, die alles andere als realistisch wirken: Da wären beispielsweise die Kollegen. Die helfen laut Verpackungsrückseite zwar fleißig mit, die Brände zu löschen, und tatsächlich spritzen sie auch genauso eifrig wie wir mit Wasser umher, Auswirkungen aufs Feuer hat dies aber leider nicht. So bleibt es also doch schlussendlich uns ganz allein überlassen, Herr über die Flammen zu werden.
Genauso komisch muten auch die scheinbaren WLAN-Schläuche an. Ja, tatsächlich sieht man zwar am Tank und der Düse ein Stückchen Schlauch, der Teil dazwischen, der eigentlich auf dem Boden liegen sollte, ist aber unsichtbar. Ein weiteres Beispiel für fehlenden Realismus bekommt man beim Umgang mit Unfallopfern zu sehen. Wenn man eine Person aus einem verunfallten Wagen geschnitten hat, wird diese hier nämlich nicht etwa direkt vorsichtig auf eine Trage gehoben und auf dieser in den RTF gebracht. Nein, hier geht die Feuerwehr etwas rabiater zur Sache und legt sich die Person einfach über die Schulter. Konsequenzen bzgl. möglicher Verletzungen werden dabei schlicht und ergreifend übergangen.

Was die Entwickler hingegen wieder sehr gut hinbekommen haben sind die Details. Vor allem in und vor der Wache kann man fast keinen Schritt gehen ohne irgendeine Kleinigkeit zu entdecken. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: vor der Wache steht ein Schaukasten mit einem Feuerwehrwagen-Modell und es hängt ein alter Kaugummiautomat da. In der Wache selbst hängen Bilder, die nach einer bestimmten Aktion allesamt von der Wand fallen und auf dem Schreibtisch der Einsatzzentrale steht eine Herzchentasse. Das sind wirklich nur ein paar der Details, die die Entwickler eingebaut haben und einen abseits eines Einsatzes dazu einladen, die Wache genauer unter die Lupe zu nehmen.
Doch auch insgesamt ist die Grafik – für einen Simulator – wirklich ordentlich ausgefallen. Etwas herausnehmen muss man dabei allerdings die Kollegen, die nicht nur seltsam hin und her wackeln, sondern auch alle Fratzen haben, die sie für jede Geisterbahn qualifizieren. Ansonsten ist das, was man zu sehen bekommt, aber wirklich sehr nett.

Als Fazit lässt sich somit sagen, dass Feuerwehr 2014: Die Simulation ein Spiel geworden ist, das das Wort „Simulation“ wahrlich verdient hat, aber dennoch noch sehr viel realistischer hätte sein können. Feuerwehr-Fans werden aber trotz WLAN-Schläuchen und ungenauem Umgang mit Unfallopfern sicherlich ihre helle Freude mit Feuerwehr 2014: Die Simulation haben und ihre virtuelle Feuerwehr-Karriere wohl erst dann beenden, wenn auch der letzte Brand gelöscht wurde.

Feuerwehr 2014: Die Simulation ist unter anderem bei Amazon zu finden.

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Special vom: 05.06.2014
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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