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Sim Simulator - Teil 26: U-Bahn Simulator: New York - The Path
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U-Bahn Simulator New York - The Path Cover_1Teil 26: U-Bahn Simulator: New York – The Path

Und ein weiteres Mal heißt es in diesem SimSimulator-Special: 'ab in den Untergrund'. Nachdem wir in Teil 17 bereits den U-Bahn Simulator 2 - Gold Edition vorgestellt hatten und im Rahmen dessen die berühmte Linie 7 befahren durften, zieht es uns diesmal in den Big Apple. Hier spielt nämlich der U-Bahn Simulator: New York – The Path, der nun, genau wie sein Berliner Nachfolger, ebenfalls im Rahmen von rondomedias „Best of Simulations“-Reihe nochmals neu veröffentlicht wurde (im Original hieß das Spiel allerdings World of Subways: Vol 1 - New York: The PATH).

Die New Yorker U-Bahn ist wohl eine der berühmtesten U-Bahn-Netze der Welt. Beinahe jeder hat sie schon einmal in einem Film gesehen. Was aber fast niemand weiß, ist, dass es in New York nicht nur eine U-Bahn-Gesellschaft gibt. Die weitaus bekanntere ist wohl die Metropolitan Transportation Authority (MTA), die, natürlich noch unter anderem Namen, 1904 den Betrieb aufgenommen hat.
Die Zahlen, welche die MTA, die auch als New York City Subway bekannt ist, vorzuweisen hat, sind gigantisch. Nicht nur, dass sie jeden Tag 4,9 Millionen Passagiere befördert, nein mit ihren 26 Linien, 468 Bahnhöfen und 337 Streckenkilometern mit über 1355 Kilometern Gleis ist sie auch noch das viertlängste U-Bahn-Netz der Welt (hinter der U-Bahn Peking, Metro Shanghai, und der London Underground).

Im U-Bahn Simulator: New York – The Path geht es allerdings nicht um eine Strecke der MTA, sondern um die unbekanntere PATH-Strecke (Port Authority Trans-Hudson). Die von der staatlichen Hafengesellschaft Port Authority of New York and New Jersey betriebene PATH-Linien verbinden den New Yorker Stadtteil Manhattan mit den Städten Jersey City, Hoboken, Harrison und Newark im auf der anderen Seite des Hudson Rivers gelegenen Bundesstaat New Jersey.
Die PATH-Linien sind älter als die der eigentlichen New York Subway. Die ersten Pläne wurden bereits 1874 entworfen. Aufgrund fehlender Technologie für die Untertunnelung des Hudson Rivers konnten die Bauarbeiten aber erst 1890 beginnen. Bald darauf mussten die Bauarbeiten aufgrund mangelnder Finanzierung aber schon wieder unterbrochen werden. Erst 1900 ging es dann endlich weiter. Ende 1907 fuhren dann die ersten Testzüge über die Schienen. Am 26. Februar 1908 war es dann endlich soweit: Um Punkt Mitternacht begann die PATH-Linie zwischen Hoboken und 19th Street ihren öffentlichen Betrieb.
Heute ist das PATH-Netz insgesamt 22,2 Kilometer lang (wovon 10,3km überirdisch verlaufen) verfügt über vier Linien (wenn man die ausschließlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr sowie ganztägig an Wochenenden und Feiertagen fahrende Linie Journal Square - Hoboken - 33rd Street dazu zählt, sind es fünf Linien) und 16 Stationen. In Betrieb sind sie täglich rund um die Uhr, wobei sie jeden Tag 252.300 Fahrgäste befördern.

U_Bahn_Simulator_New_York___The_Path_Screen_1Ganz so viele Fahrgäste wird man im U-Bahn Simulator: New York - The Path selbstverständlich nicht befördern können. Ansonsten haben die TML Studios aber einmal mehr auf Realismus geachtet. So kann man nicht nur alle vier bzw. fünf Linien mit sämtlichen Haltestellen in beide Richtungen vollständig abfahren, nein, sogar die originalen Fahrpläne sind ins Spiel integriert worden. Das ist aber natürlich noch lange nicht alles. Denn auch das wichtigste, die Züge, wurden ihren echten Vorbildern so originalgetreu wie nur möglich nachempfunden. Insgesamt gibt es davon drei verschiedene Typen, die natürlich allesamt noch in New York und New Jersey herumfahren. Nämlich Typ PA2 R, der 1966 das erste Mal gebaut wurde, Typ PA3 R (1972 erbaut) und Typ PA4, der seit 1987 in Betrieb ist. Die neueste Generation PATH-Züge, der Typ PA5 ist leider nicht vertreten.

Das Alter merkt man den Zügen auch an. Und zwar nicht nur im Fahrgastbereich (durch den man sich frei bewegen darf) sondern vor allem auch in der Fahrerkabine. Sämtliche Knöpfe, Hebel, Schalter sehen nämlich alles andere als modern aus.
Nichts desto trotz sind die meisten Knöpfe, Hebel und Schalter nicht nur animiert, sondern lassen sich auch betätigen, denn schließlich muss man, wie es sich bei einer Zug- bzw. U-Bahn Simulation gehört, die Züge auch selber steuern. Und auch hier haben die Entwickler ein hohes Maß an Realismus an den Tag gelegt. Mit dem Beschleunigen, Bremsen und dem Öffnen bzw. Schließen von Türen ist es nämlich nicht getan. So muss vor der Fahrt zum Beispiel auch die Zugzielanzeige manuell eingestellt und die Klimaanlage gestartet werden. Da einem leider nirgendwo angezeigt wird, was man in welcher Reihenfolge machen muss, und welche Tasten bzw. Knöpfe man dazu drücken muss, wirkt die erste Fahrt ein bisschen wie die berühmte Suche im Heuhaufen. Wenn man es dann aber doch irgendwann einmal geschafft hat, alles in der richtigen Reihenfolge einzuschalten, und den Zug somit endlich in Bewegung zu setzen, wird das Ganze aber auch nicht einfacher. Denn wie bereits gesagt haben die TML Studios wirklich sehr viel Wert auf Realismus gesetzt. Und so muss man während der Fahrt auch immer darauf achten, ja kein Signal zu überfahren oder zu schnell zu fahren. Beides kann nämlich für den sofortigen Abbruch der Fahrt sorgen.
Wem das noch nicht genug Aufgaben sind, kann solche Dinge wie die Simulation von technischem Verschleiß bei unsachgemäßer Bedienung optional dazu schalten.

Um nicht nur die Bedienung sondern auch die Fahrphysik so realistisch wie nur möglich zu gestalten, haben die Entwickler extra für das Spiel eine Fahrphysik entwickelt, die auf realphysikalischen Werten basiert, und wie sie auch bei Trainingssimulationen verwendet wird. Dabei wurde selbst das Vibrieren und Schaukeln der Züge berücksichtigt. Und dieser Aufwand hat sich wahrlich gelohnt. Denn auch wenn ich noch nie das Vergnügen hatte mit einem PATH-Zug zu fahren, denke ich einmal, dass es sich ungefähr so anfühlen muss.

U_Bahn_Simulator_New_York___The_Path_Screen_2Grafisch kann U-Bahn Simulator: New York - The Path ebenfalls überzeugen – und das, obwohl er doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Die Fahrgäste sehen zwar aus wie ein paar ungelenke Holzfiguren, dafür sehen aber vor allem die Züge und die Abrissfunken (die berühmten Funken, die bei jeder Bahn und jedem Zug zu sehen sind, und durch Lücken zwischen Stromschienen entstehen) selbst heute noch recht ordentlich aus.
Und auch der Sound kann sich wirklich hören lassen. Das liegt natürlich vor allem an der Tatsache, dass die Entwickler auch hier wieder auf Authentizität gesetzt haben und nicht nur die originalen Fahrgeräusche, sondern auch die echten Ansagen aus den PATH-Zügen ins Spiel integriert haben.

Alles in allem entsteht im U-Bahn Simulator: New York - The Path so eine wirklich realistisch anmutende Atmosphäre, die einen richtig in den Job eines Path-Zugführers hineinversetzt. Genrefans können also trotz der paar Jährchen, die das Spiel mittlerweile auf dem Buckel hat, auch heute noch ohne Bedenken zugreifen. Der U-Bahn Simulator: New York - The Path ist nämlich (für Simulator-Verhältnisse) wirklich gut gealtert, und macht auch heute noch eine gute Figur – und natürlich eine Menge Spaß (wenn man denn mal herausgefunden, hat wie sich der Zug in Bewegung setzen lässt).

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Special vom: 07.09.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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