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Sim Simulator - Teil 24: Fußballgott: Lords of Football
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Fu__ballgott_CoverTeil 24: Fußballgott: Lords of Football

Fußball ist des Deutschen liebstes Kind. Dabei interessieren uns nicht nur Aufstellungen, Tore und Ergebnisse, sondern auch die Spieler selber. Egal ob etwas über Schweinis Freundin oder die neuerlichen Eskapaden von Spieler X (ich möchte an dieser Stelle mal keine Namen nennen) geschrieben wird – sobald etwas Derartiges in der Zeitung oder im Internet steht, wird es sofort von tausenden und Millionen gelesen. Obwohl das Privatleben und der Lifestyle der Spieler also ohne Frage zum Fußball dazugehören, hat er in den gängigen Spielen bisher kaum eine Rolle gespielt. Egal ob FIFA oder PES oder auch der Fussball Manager – das Privatleben der Spieler wird so gut wie nie berücksichtigt.
Doch zum Glück gibt es ja die Simulationsspiele die, wie dieses Special ja schon bewiesen hat, so ziemlich alles simulieren was es nur gibt. Dank Geniawares gehört nun seit kurzem eben auch der Lifestyle eines Fußballprofis dazu. Das kleine italienische Entwicklerstudio hat mit Fußballgott: Lords of Football nämlich ein Fußballspiel erschaffen, das vor allem das Privatleben der Spieler ins Rampenlicht rückt.



Ob man dabei wirklich von einem Fußballspiel im eigentlichen Sinne reden darf, ist allerdings so eine Sache. Denn mit einem klassischen Fußballspiel wie man es vor Augen hat, hat Fußballgott nichts zu tun. So darf man zum Beispiel weder selber auf dem Platz dem runden Leder hinterherlaufen, noch darf man sich als Manager eines Vereins betätigen und z.B. das Stadion ausbauen. Selbst der Einkauf von Spielern liegt nicht in der eigenen Hand. Man kann zwar Vorschläge machen, für welche Position man einen Spieler sucht und welche Attribute er besitzen soll, wer endgültig verpflichtet wird, kann man aber nicht beeinflussen.

Stattdessen gilt es sich voll und ganz auf die Mannschaft zu konzentrieren. Und das vor allem beim Training. Denn hier hat man seine Spieler voll im Griff und kann sie per Drag & Drop zum Taktiktraining, in den Kraftraum, zum Laufen oder zum Schuss-, Dribbel- oder Kopfballtraining oder auch zum Straftraining verfrachten. Welchen Spieler man was machen lässt, sollte dabei aber nicht willkürlich ausgewählt werden. Jeder einzelne Spieler hat nämlich unterschiedlich ausgeprägte Attribute, die mehr oder weniger trainiert werden müssen.

Fu__ballgott_Screen1Sobald es dunkel wird und das Training beendet ist, zeigt Fußballgott: Lords of Football, warum es eine Fußball-Lifestyle-Simulation ist. Denn nach dem Training gehen die Spieler ihrem Privatvergnügen nach. Dabei hat jeder Spieler seine eigenen Vorlieben wie er den Abend verbringt – und lässt sich davon auch nicht abbringen. Und genau das kann mitunter gravierende Auswirkungen haben. Denn während es manche Spieler abends ruhig angehen und lieber alleine vom Fernseher sitzen, oder mal ein gutes Buch lesen, gibt es andere, die das Leben in vollen Zügen genießen. Soll heißen, dass sie sich nach dem Training direkt in den Club, in die Kneipe oder auch ins Casino verdrücken und dort ihre restliche Energie wegtanzen, ein paar Drinks kippen oder ihr Geld beim Blackjack verlieren.
Natürlich hat dieses Leben auch Auswirkungen auf ihre fußballerischen Leistungen. Ein Spieler, der abends sein halbes Geld verloren hat, kann sich halt nicht so auf den Sport konzentrieren wie er es eigentlich sollte. Ganz schlimm wird es, wenn aus den abendlichen Angewohnheiten Süchte werden. Dann sind die Spieler kaum noch zu gebrauchen und müssen anstatt zu trainieren vom Psychologen betreut werden oder gar in eine Kur geschickt werden.

All diese Aspekte muss man an den Spieltagen bzw. der Aufstellung berücksichtigen. Hier sollten schließlich nur die physisch sowie psychisch besten Spieler aufgestellt werden. Denn was nutzt schon der beste Abwehrspieler, wenn er dank einer durchzechten Nacht kaum geradeaus laufen kann?

Mindestens genauso wichtig wie die richtigen Spieler aufzustellen ist es auch, die optimale Taktik für das Spiel zu wählen. Hierfür bietet einem Fußballgott überraschend viele Möglichkeiten an. Mit EAs Fussball Manager ist das Ganze natürlich nicht zu vergleichen, aber trotzdem ist es schön, dass man mehr als nur die taktische Grundaufstellung verändern kann. So kann man beispielsweise auch die bevorzugte Angriffsseite festlegen oder bestimmen, wer welche Standardsituation ausführen darf.
Im Spiel selber hat man ebenfalls überraschend viele, sogar recht innovative, Möglichkeiten ins Geschehen einzugreifen – zumindest wenn man das Spiel nicht komplett simulieren lässt. Wenn man dies nicht machen lässt, kann man den Spielern nämlich nicht nur befehligen, wann sie kontern oder hinten dicht machen sollen, sondern sogar ganze Lauf- und Passwege vorgeben. Dazu muss man das Spiel zunächst kurz pausieren, woraufhin man mit der Maus einem Spieler seinen nächsten Laufweg vorschreibt, und dem ballführenden Spieler anzeigen kann, wohin er den Ball passen soll. Damit man nicht alle paar Sekunden anhält und Anweisungen gibt, besitzt man eine Art Energiebalken, der mit jeder Aktion abnimmt (sich nach einer gewissen Zeit aber auch wieder automatisch auflädt), wodurch man gezwungen wird genau zu überlegen, wann man seinen Spielern wieder genaue Anweisungen gibt. Dieses System funktioniert wirklich überraschend gut – sogar so gut, dass sich andere Entwickler durchaus mal eine Scheibe davon abschneiden könnten und eventuell mal drüber nachdenken sollten, etwas ähnliches auch in ihr Produkt einzubinden.

Fu__ballgott_Screen2Ebenfalls viel Phantasie haben die Entwickler bei den Clubnamen an den Tag gelegt. Denn anders als viele anderen Simulationen besitzt Fußballgott: Lords of Football keine Lizenzen (was bei den Lizenzen, um die es hier geht, auch wenig verwunderlich ist). Aus diesem Grund entspringen die Teamnamen (insgesamt gibt es fünf Länder mit jeweils zwei Ligen – weitere Länder kann man sich als DLC kaufen) eben auch der Phantasie. Dennoch kann man sehr gut erkennen, welches Team gemeint ist, denn nicht nur die Stadt ist dieselbe, auch der Beiname ist zumindest an den Originalnamen oder ein markantes Zeichen des Teams angelehnt. So heißt der 1. FC Köln hier zum Beispiel Köln Goats (in Anlehnung an das Maskottchen Hennes). Eine kleine Hintertür um doch noch an die realen Namen zu kommen, gibt es aber doch. Denn das Team für das man sich entschieden hat, kann man noch editieren und so zumindest dessen Name abändern.
Bei den Spielernamen verhält es sich ähnlich. Auch hier gibt es keine echten Namen – zumindest keine kompletten. Denn bekannte Nachnamen findet man zuhauf. Leider sind diese aber nie im richtigen Team vorzufinden – und ihr Aussehen ist auch nicht so wie man es gewohnt ist.

Das Aussehen ist ein gutes Stichwort: Insgesamt macht Fußballgott: Lords of Football optisch nämlich einen recht soliden Eindruck. Das Geschehen auf dem Platz erinnert zwar eher an das gute alte Anstoss Action, macht seine Sache aber dennoch ganz gut. Abseits des Platzes wird das gezeigte nochmals deutlich besser, womit Fußballgott: Lords of Football zu einem der grafisch besten Spiele gehört, die ich im Rahmen dieses Specials bisher gesehen habe. Doch nicht nur wegen der Grafik ist Fußballgott: Lords of Football für alle (Lifestyle-) Simulations- und Fußballfreunde sicherlich ein Blick wert. Hier bekommt man nämlich endlich mal einen ganz anderen Teil des Fußballgeschäfts gezeigt, und kann dabei nicht nur sein Können als Trainer sondern auch als eine Art Lebensberater (was die Trainer heutzutage ja auch sein müssen, wie viele teils tragische Beispiele bewiesen haben) unter Beweis stellen.

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Special vom: 25.08.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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