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Sim Simulator - Teil 23: Werk-Feuerwehr-Simulator 2014
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Werk_Feuerwehr_Simulator_2014_CoverTeil 23: Werk-Feuerwehr-Simulator 2014

Wieder einmal heißt es in unserem Simulator-Special: Helm auf und Schlauch parat. Mit dem Werk-Feuerwehr-Simulator 2014 stellen wir nämlich mal wieder ein neues Feuerwehr-Spiel vor.

Werkfeuerwehren sind, zumindest in Deutschland, dem Gesetz nach keine öffentlichen Feuerwehren. Sie können zwar durchaus durch die Gemeinde zu "normalen" Bränden geholt werden, primär sind sie aber dazu da, um einen bestimmten Betrieb zu schützen. Nicht selten sind Angehörige der Werkfeuerwehr in diesem Betrieb auch hauptberuflich anderweitig beschäftigt. In manchen Betrieben besteht die Werkfeuerwehr aber auch aus hauptberuflichen Feuerwehrmännern, die dann nichts anderes machen als den ganzen Tag überwiegend in der Sicherstellung des Brandschutzes tätig zu sein.

In Deutschland gibt es gleich mehrere Werkfeuerwehren. So hat zum Beispiel Bosch in Bamberg, Michelin in Hallstadt, BASF in Ludwigshafen am Rhein sowie der Chempark (ehemals Bayer AG) in Leverkusen, Dormagen und Krefeld Uerdingen die TU München in Garching oder auch der Flughafen Frankfurt am Main eine eigene Werkfeuerwehr, in letzterem Fall die Flughafenfeuerwehr.



Die Werkfeuerwehr, der wir im Werk-Feuerwehr-Simulator 2014 beitreten, ist, zumindest den Gebäuden auf dem Gelände nach, wohl am ehesten mit der von der BASF zu vergleichen – nur eine Nummer kleiner und veralteter. Einen echten Betriebsnamen findet man allerdings nirgendwo.

Werk_Feuerwehr_Simulator_2014_Screen_1Das relativ überschaubare Gelände lernt man dann auch ganz schnell kennen. Doch bevor man raus darf, muss man sich zunächst einmal jeden Morgen ein Briefing anhören, bei dem einen der Vorgesetzte den Wagen zuweist.
Da man seine Karriere als Werk-Feuerwehrmann natürlich ganz unten in der Karriereleiter anfängt (Feuerwehrmannanwärter), ist das Auto, das man in den ersten Missionen zugewiesen bekommt, noch dementsprechend klein. Und auch die Aufgaben, die man meistern muss, sind nicht wirklich aufregend. Meist handelt es sich um kleine Brände wie etwa brennende Abfalleimer oder Müllcontainer, die man mit einem kleinen Handfeuerlöscher problemlos gelöscht bekommt.

Nach ein paar erfolgreichen Missionen darf man das Einsatzleitfahrzeug (ELF), einen kleinen Golf, aber endlich hinter sich lassen und sich hinter das Lenkrad eines echten Tanklöschfahrzeugs setzen. Hier werden die Brände auch endlich ein wenig größer. Richtig interessant wird es aber erst, wenn man auch das dritte Fahrzeug steuern darf. Dies ist nämlich das Drehleiterkorbfahrzeug (DLK), mit dem einen schon recht große Brände erwarten. Aus diesem Grund passiert es ab hier auch oft, dass einen Kollegen mit anderen Fahrzeugen begleiten. Was das genau bringen soll, weiß ich allerdings nicht. Denn selbst Hand anlegen tun sie nicht. Stattdessen stehen die Wagen nur dumm in der Gegend rum und versperren einem ab und an sogar die optimale Anfahrt. Mit dem gleichen Dilemma muss man auch leben, wenn man die beiden letzten Fahrzeuge, den Wechsellader/AB Gefahrgut und den Zikun-Turbolöscher (ein einzigartiges Aerosollöschfahrzeug, das für Großeinsätze nutzbar ist, und zum Beispiel von der Werkfeuerwehr der BASF genutzt wird), steuern und bedienen muss.

Wenn gerade einmal kein Einsatz ansteht, kann man sich in der Feuerwache mit vielen anderen Dingen beschäftigen. Das wichtigste von allen ist sicherlich der Schlaf. Unausgeschlafen schleichen sich nämlich Fehler ein, die man sich als Werkfeuerwehrmann natürlich nicht leisten sollte. Ansonsten kann man auch noch ein bisschen trainieren oder sich in der Küche einen Kaffee gönnen.
Zudem sollte man sich auch ab und zu einmal sein Fahrzeug und die Gerätschaften anschauen. Denn wenn z.B. der Wassertank des Löschfahrzeugs leer ist, kann dies verheerende Folgen haben.
Ein verdrecktes Fahrzeug ist hingegen nicht all zu tragisch. Man wird zwar jeden Morgen vom Chef ermahnt, den Wagen sauber zu halten, doch wirkliche Konsequenzen hat auch ein extrem verdrecktes Fahrzeug nicht. Zum Waschen des Fahrzeugs oder um den anderen Tätigkeiten nachzugehen (selbst schlafen ist an manchen Tagen nicht drin) bleibt aber ohnehin kaum Zeit. Die Mitarbeiter des Betriebs, in dem die Werk-Feuerwehr zu Gange ist, sind nämlich allem Anschein nach nicht gerade die vorsichtigsten. Zumindest ist es mir nicht anders zu erklären, warum man alle Naselang zu einem neuen Einsatz (manchmal sogar zweimal hintereinander am selben Ort) gerufen wird.

Werk_Feuerwehr_Simulator_2014_Screen_2Technisch hat der Werk-Feuerwehr-Simulator 2014, wie so viele andere Spiele, die wir im Rahmen dieses Specials schon vorgestellt haben, mal wieder seine Höhen und Tiefen. Die Fahrzeuge sehen zum Beispiel wieder sehr gut aus. Das Werksgelände samt der Feuerwache sieht hingegen etwas matschig aus – dafür gibt es aber einige nette Details, die man sogar teilweise erst nach dem x-ten Mal erkennt.

Beim Sound geht das Auf und Ab weiter. Die Motorengeräusche sind schrecklich, der Sprechfunk dafür aber gut gelungen. Was wirklich nervt sind allerdings die dummen Sprüche der Kollegen, die sich andauernd wiederholen. Um genau zu sein nerven aber nicht nur deren Sprüche, sondern die Kollegen im Allgemeinen. In der Feuerwache stehen sie einem andauernd im Weg, in den Einsätzen machen sie keinen Finger krumm und obendrein scheinen sie auch noch allesamt Klone zu sein – zumindest sieht jeder exakt so schrecklich aus wie der andere (und nervös herum wackeln tun sie auch noch).

Trotz dieser hässlichen Klon-Feuerwehrmänner und deren nervenden Sprüchen ist der Werk-Feuerwehr-Simulator 2014 im Großen und Ganzen aber dennoch ein gelungener Vertreter seines Genres. Eine exakte Simulation des Jobs eines Werkfeuerwehrmannes darf man hier zwar nicht erwarten, dafür werden einem aber abwechslungsreiche Fahrzeuge und Aufgaben gegeben, die Freunde des Genres für eine gewisse Zeit gut unterhalten.

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Special vom: 16.08.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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