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Sim Simulator - Teil 20: ZD Zug-Simulator 2013
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ZD_Zug_Simulator_2013_CoverTeil 20: ZD Zug-Simulator 2013

Mit dem ZD Zug-Simulator 2013 stellen wir bereits den fünften Zug-Simulator (wenn man U-Bahnen und die Wuppertaler Schwebebahn dazu zählt) im Rahmen dieses SimSimulator-Specials vor. Und auch wenn man glaubt, dass man nach vier Spielen mit dem gleichen Thema alles Grundlegende gesehen hätte, belehrt uns der ZD Zug-Simulator 2013 eines besseren.

Schon das Setting in dem der ZD Zug-Simulator 2013 spielt ist ungewöhnlich. Normalerweise fährt man über deutsche, westeuropäische oder auch mal amerikanische Bahntrassen umher. Da die Entwickler des Spiels aber aus Russland stammen, dürfen wir diesmal auf zahlreichen Originalrouten quer durch ihre Heimat und die Ukraine fahren. Passend dazu gibt es auch ausschließlich neun russische und ukrainische Güter- und Personenzüge wie etwa die M62 (Lugansk).
Dass es bei dieser ungewöhnlichen Auswahl bleibt, ist allerdings fraglich. Der ZD Zug-Simulator 2013 wurde nämlich extra moddingfreundlich gebaut (auf Simuwelt.de gibt es dazu ein 57MB großes Modding-Tool zum Herunterladen), wodurch wohl schon bald zahlreiche neue Strecken und Züge den Weg ins Spiel finden werden.


Wie bei einem Zug-Simulator üblich, darf man sämtliche Züge natürlich auch hier wieder aus dem Führerstand heraus selber steuern. Allerdings ist das selbst nach den ganzen Zug-Simulatoren, die ich für dieses Special schon spielen durfte, gar nicht so einfach. Denn irgendwie scheinen die russischen Loks noch mehr Hebel, Schalter und Knöpfe (die natürlich auch alle funktionieren) zu besitzen, als westliche Loks. Und so ist es selbst mit der eingeblendeten Hilfe, die einem am unteren rechten Bildschirm genau beschreibt, was man zu tun hat, nicht einfach die Loks zum Fahren zu bringen. Und da jede Lok ihrem Original so detailgetreu wie nur möglich nachempfunden wurde, muss man sich bei jeder Lok aufs Neue an die Bedienung gewöhnen.
Für echte Zug-Profis mag dies natürlich kein großes Problem sein, wodurch sie wohl auch gerne auf jegliche Hilfe verzichten, und stattdessen im fortgeschrittenen Modus selber nach jedem Hebel, Schalter etc. suchen.

Dass die Entwickler großen Wert auf Authentizität gelegt haben, merkt man aber nicht nur an den verschiedenen Führerständen. Auch das russische Zugbeeinflussungssystem ALSN und das ebenso russische Zugsicherungssystem KLUB-U wurden komplett ins Spiel mit eingebaut und finden hier Verwendung.

Und die Authentizität geht noch einen Schritt weiter. Die russischen Entwickler haben nämlich sogar einige unterschiedliche Störungsszenarien integriert, die manchmal sogar von einem selber wieder behoben werden müssen. So kann es während einer Fahrt zum Beispiel zu Problemen an den Türen kommen, die nur behoben werden können, in dem man einen Hebel umschaltet. Ebenso kann es aber auch zu Problemen in Schaltkästen kommen (bei denen man dann Kabel reparieren muss), oder es können ganze Stromabnehmer plötzlich beschädigt werden. Diese verschiedenen Störungsszenarien bringen nicht nur mehr Realismus mit sich, sondern machen das recht eintönige Gameplay auch ein wenig abwechslungsreicher. Wenn nicht gerade ein technisches Problem auftaucht, muss man im ZD Zug-Simulator 2013 nämlich (wie üblich in solchen Spielen) nur darauf aufpassen, dass man die Signale missachtet und den Fahrplan einhält. Je nachdem, wie pünktlich man eine Fahrt hinter sich gebracht hat, bekommt man am Ende Punkte, die allerdings leider nur zum Vergleichen da sind und an sonst keine weiteren Einflüsse oder Auswirkungen haben.

ZD_Zug_Simulator_2013_Screen1Grafisch kann der ZD Zug-Simulator 2013 leider nicht so überzeugen. Insgesamt wirkt die Optik ein wenig altbacken. Zudem sind viele Texturen auch sehr matschig. Das gilt leider auch für den einen oder anderen Führerstand, wodurch manchmal Hebel, Schalter und Tasten schlecht zu erkennen sind. Weniger tragisch ist, dass auch die Umgebung, durch die man fährt, nicht gerade hübsch aussieht. Denn bei all den Knöpfen, die man andauernd drücken muss, hat man aber ohnehin kaum ein Auge dafür, was abseits des Führerstandes vor sich geht.
Der Sound der verschiedenen Züge/Loks kann hingegen wieder überzeugen. Ich weiß zwar nicht, ob die Motorengeräusche originalgetreu sind, sie hören sich aber auf jeden Fall ordentlich an.

Als Fazit lässt sich sagen, dass der ZD Zug-Simulator 2013 wohl die bisher detaillierteste Zug-Simulation ist, die wir im Rahmen dieses Specials vorgestellt haben. Selbst mit eingeblendeten Hilfen ist es hier alles andere als leicht, die russischen Stahlkolosse überhaupt in Bewegung zu setzen. Für echte Zug-Enthusiasten dürfte dies natürlich genau das sein, was sie sich schon immer gewünscht haben. Gelegenheits-Zugführer sollten sich hingegen wohl lieber einem anderen, etwas zugänglicheren Genre-Vertreter widmen - ansonsten ist Frust so gut wie garantiert.
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Special vom: 19.07.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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