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Sim Simulator - Teil 19: Hunter’s Trophy 2: Europa
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 Teil 19: Hunter‘s Trophy 2: Europa
HuntersTrophy2_EuropaCoverIn unserem SimSimulator-Special haben wir schon viel erlebt. Wir sind einige Male mit dem Zug gefahren, waren auf dem Mond und auf dem Mars, waren Busfahrer und Landwirt und haben eine ganze Skiregion aufgebaut und gepflegt.

In diesem Teil gehen wir nun einem neuen, bei manchen umstrittenen Beruf und Hobby nach - dem Jagen. Ermöglichen tut uns das Hunter‘s Trophy 2: Europa, das von bigben Interactive für PS3 und Xbox 360 vertrieben wurde, und nun von rondomedia auch für den PC herausgebracht wurde.

Auf den Konsolen wurde das Hunter‘s Trophy 2: Europa als "die realistischste und vollständigste Jagdsimulation" angepriesen, und rondomedia redet von der PC-Version als detailgetreue Jagdsimulation. Wer sich ein wenig mit Jagen auskennt, erwartet damit natürlich auch, dass man sich wie in der Realität an seine Beute anschleichen, sie anlocken, auf einem Hochsitz abwarten und sich für die richtige Waffe und Munition entscheiden muss. Ein Großteil davon hat es auch tatsächlich in das Spiel geschafft, allerdings leider nur sehr oberflächlich.

Schon das Aufstöbern der Beute, die hier je nach Jagdgebiet eine von insgesamt über 20 verschiedenen Tierarten wie etwa Wildschweine, Hirsche, Füchse, Hasen, Fasane oder Enten sein kann, zeigt, dass das Spiel mit der Realität nur wenig zu tun hat. Anstatt mühevoll nach kleinsten Spuren suchen zu müssen, muss man hier einfach nur den Markierungen auf der Minimap folgen (später sogar als Jagdhund). Diese Markierungen führen einen schnurstraks zum Zielgebiet, wo man sich nun seiner Beute langsam annähern muss. Dabei sollte man darauf achten, dass man nie in den (leider viel zu klein geratenen) Witterungsbereich des Tiers bzw. der Tiere gerät. Denn wenn die Beute einen wittert, verschwindet sie flott.
Nachdem man nun seine Beute vor Augen hat, gilt es sie zu erlegen. Welche der insgesamt zehn freischaltbaren Waffen man dazu benutzt, muss man nicht groß austüfteln, das Spiel gibt einem nämlich freundlicherweise die idealen Waffen vor. Eines muss man aber dennoch unbedingt beachten - Enten und andere flugfähige Vogel dürfen nämlich nur dann erschossen werden, wenn sie in der Luft sind. Allerdings kommt man auch so gut wie nie in die Verlegenheit, sie am Boden zu jagen, denn dort sind sie schlicht und einfach kaum oder sogar gar nicht zu erkennen.

Das Schießen selber fühlt sich leider auch nicht realistischer an, als der bisherige Jagdausflug. Die Steuerung ist nämlich leider auch mit der Maus sehr schwammig ausgefallen. In Anbetracht dessen ist es schon beinahe gut, dass man ohnehin nicht genau zielen muss. Denn dank der recht großzügigen Treffertoleranz ist die Beute auch ohne den berühmten Blattschuss schnell erledigt. Und was folgt dann? Dann muss man seine Beute einsammeln (woraufhin sie an einen unbekannten Ort teleportiert wird, und erst im Trophäenzimmer wieder auftaucht) und das ganze fängt von vorne an, bis man am Ende des Tages dutzende Tiere erlegt hat.

Hunter_s_Trophy_2_Europa_Screen1Wem das Anschleichen, Aufstöbern etc. irgendwann zu langweilig wird, kann auf all das auch verzichten und sich anstatt an einer Jagdsaison oder einem Jagdwochenende auch am Schießstand versuchen. Hier dreht sich nämlich alles nur ums Schießen (wenn auch nur auf Tontauben, Enten, sowie bewegliche und unbewegliche Ziele). Dieser Modus ist auch am besten dafür geeignet, sich zumindest indirekt mit Freunden zu messen. Für seine Abschüsse erhält man nämlich Punkte, die man dann mit seinen Freunden vergleichen kann. Einen direkten Mehrspielermodus, in dem man gemeinsam auf die Jagd gehen kann, gibt es hingegen nicht, was sehr bedauerlich ist. Denn wie in Wirklichkeit würde wohl auch hier das gemeinsame Jagen wesentlich mehr Spaß machen, als immer nur alleine durch die Wildnis zu stapfen.

Apropos Wildnis. Insgesamt darf man in fünf verschiedenen Gebieten in ganz Europa (Sümpfe von Camargue, Corrèze-Ebenen, Schweizer Alpen, Hochlandseen und Schwarzwald) auf Jagd gehen. Ganz genau nachgebildet sind die Gebiete dabei natürlich nicht, dennoch erkennt man, zumindest wenn man die verschiedenen Gebiete schon einmal gesehen hat, worum es sich handeln soll. Ohnehin ist die Grafik, vor allem im Vergleich zur Konsolen-Version, recht ordentlich. Genauer hinschauen sollte man aber auch auf dem PC nicht, denn wesentlich detaillierter kommt die Natur auch hier nicht daher. Wenn man den Blick aber nur so schweifen lässt, kann man dem Spiel aber durchaus eine gewisse Idylle nicht absprechen.

Leider kann aber auch das nicht mehr darüber hinweghelfen, dass Hunter‘s Trophy 2: Europa dem (eigenen) Anspruch eine realistische und detailgetreue Jagdsimulation zu sein, nicht erfüllen kann. Dabei hat das Spiel durchaus gute Ansätze. Doch die Tatsache, dass Fährtenlesen und Anschleichen an die Beute dermaßen vereinfacht wurden, sorgen dafür, dass Hunter‘s Trophy 2: Europa zwar ein ganz nettes Spielchen für Zwischendurch ist, aber eben keine ernstzunehmende Simulation.

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Special vom: 24.06.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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