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Sim Simulator - Teil 12: Mars-Simulator
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Mars_SimulatorTeil 12: Mars-Simulator

Der Mars fasziniert die Menschen schon seit jeher. Seit Jahrzehnten wird davon geträumt die ersten Menschen auf den roten Planeten zu schicken. Bis es soweit ist, vergehen aber wohl nochmal Jahrzehnte. Bisher haben es nur einige Sonden, Lander und Rover bis zu unserem Nachbarplaneten geschafft. Und genau die sind im Mars-Simulator von rokapublish die Hauptakteure. Im diesem kürzlich erschienenen Simulatorspiel, (das in gleicher Ausführung schon einmal 2011 herausgebracht wurde) darf man nämlich eine dieser Sonden steuern und den Mars erforschen – zumindest ansatzweise.

Bevor man sich auf die Forschungsreise macht, sollte man aber zunächst einmal einen Blick ins Lexikon werfen, hier erfährt man nämlich einige durchaus interessante Sachen über unseren Nachbarplaneten und dessen Erforschung. So erfährt man zum Beispiel, dass der Mars der vierte Planet in unserem Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde ist. Mit knapp 6800 Kilometer ist der Durchmesser des Mars etwa halb so groß wie der der Erde, sein Volumen beträgt sogar nur ein Siebentel des Erdvolumens. Die berühmte orangene bis blutrote Färbung des Mars kommt durch Eisenoxid-Staub (auch Rost genannt), der sich sowohl auf der Mars-Oberfläche als auch in seiner Atmosphäre verteilt hat.

Die Entfernung zwischen Mars und Erde schwankt zwischen 46 und 401 Millionen Kilometer. Momentan beträgt er rund 250 Millionen Kilometer. Auch wenn die Reisezeit zum Mars mit jeweils knapp 250 Tagen für Hin- und Rückflug gar nicht so lange ist, wird es noch ein wenig dauern bis die erste bemannte Mission zum Mars aufbrechen wird. Doch schon jetzt ist mein erbitterter Wettkampf darum entbrannt, wer als erster auf dem Mars landen wird. Dasselbe gab es auch schon bei der ersten Marssondenmission. Die Russen hatten hier anfangs die Nase vorn, doch keine der vier von ihnen abgeschossenen Sonden erreichte unseren roten Nachbarn. Erst die Amerikaner bzw. die NASA konnte mit der am 28. November 1964 losgereisten Mariner-4-Sonde erste Nahaufnahmen des Mars machen. Erst 12 Jahre später, am 20. Juli 1976, landete mit der Viking 1 der erste Mars-Lander auf dem Mars. Es folgten einige weitere, bis zum Curiosity-Rover, der seit dem 6. August 2012 Bilder von der Marsoberfläche an die Erde schickt.


Der Mars-Rover, der im Mars-Simulator gesteuert werden darf, ist offiziell keiner der echten Mars-Rover, allerdings ähnelt er im Aussehen dem Curiosity-Rover doch gewaltig. Technisch ist der im Spiel vertretene Rover allerdings nicht mit seinem Vorbild zu vergleichen. Denn während der echte Curiosity-Rover etliche Funktionen hat, um das Gestein und die Umgebung des Mars zu erforschen, sind die Mittel des im Spiel vorhandenen Rovers eher überschaubar.

Doch der Reihe nach. Denn bevor man den Mars erkunden darf, muss man zunächst einmal auf ihm landen. Dies funktioniert zum Glück reibungslos, und sobald man die Landefläche erreicht hat und der Rover aus seiner Schutzhülle gekommen ist, geht die Forschungsreise auch schon los. Die ist allerdings weniger spannend, als man es sich gewünscht hätte. Im Grunde genommen macht man immer nur drei Dinge: herumfahren, Bilder schießen und Gesteinsproben aufsammeln. Unterbrochen wird das Ganze nur von einem vollen Speicher. Dann muss man nämlich eine geeignete Stelle suchen, um die geschossenen Bilder an die Erde zu senden.

Mars_Simulator_Screen1Von einer echten Simulation ist das Geschehen dabei auch weit entfernt. Der Rover lässt sich wie ein Fernsteuerwagen lenken. Auf irgendwelche Anzeigen oder ähnliches muss man dabei nicht achten, die gibt es in der Außenperspektive aus der man den Rover einzig und alleine steuern darf, nämlich erst gar nicht. Und vorsichtig muss man mit dem Ding auch nicht sein. Anders als der echte Curiosity-Rover verträgt dieser nämlich allerhand und so kann man mit dem (vermeintlich) Millionen Dollar teuren Gefährt auch mal gegen ein paar Steine fahren. Doch nicht nur der Rover wird nicht gerade realistisch simuliert, auch der Mars überrascht mit einer Besonderheit. Dass er nicht viel zu bieten hat, und man deswegen die ganze Zeit über nur rötliche Erde, Steine, Brocken und steile Abhänge sieht, ist ja noch vollkommen realistisch. Dass man aber plötzlich auf blinkende Gesteinsbrocken und sogar auf gelb leuchtende, mit Energie angereicherte Stalagmiten trifft, ist aber leider mehr Science-Fiction als Simulation.

Das Thema Mars und dessen Erforschung stellt im Prinzip ein durchaus interessantes Thema dar. Darum habe ich mich auch auf den Mars-Simulator gefreut. Leider wurde aus dieser Vorfreude aber innerhalb weniger Minuten Langeweile. Denn mit einer echten Mars-Expedition hat der Mars-Simulator nichts gemein. Nicht nur, dass man andauernd dasselbe macht und man mit dem Rover herumfahren darf, wie mit einem Fünf-Euro-Fernsteuerwagen – obendrein gibt es auch noch irgendwelche seltsam leuchtenden Brocken und Stalagmiten, die in einer Simulation nun wahrlich nichts zu suchen haben. Oder hast du schon mal was von gelben, energiegeladenen Stalagmiten auf dem Mars gehört?

Wer unbedingt möchte, kann die zehn Euro für den Mars-Simulator dennoch gerne ausgeben, denn immerhin kann man im Lexikon was über unseren Nachbarplaneten lernen.

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Special vom: 13.04.2013
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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