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Kurz vorgestellt: Coffee Talk
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Nicht nur als Barkeeper hört und erfährt man viel über seine Gäste. Auch für den Job des Café-Betreibers bzw. Baristas gilt selbiges. Wenn Stammgäste zu Bekannten werden oder Gäste sich an die Theke setzen und man unweigerlich ihren Gesprächen lauscht, erfährt man Freud und Leid und viel Skurriles. Erst recht, wenn das Café nur zu nächtlicher Zeit geöffnet ist und man sich zudem auch noch in einem alternativen Seattle befindet, in dem neben Menschen auch Orks, Elfen, Vampire und weitere fantastische Rassen leben.
Genau dieses Szenario treffen wir in Coffee Talk an, dem neuesten Spiel des indonesischen Entwicklerstudios Toge Productions, das seit kurzem auch auf PS4, Xbox One und Switch erhältlich ist.

Damit habe ich im Prinzip auch schon die Rahmenhandlung von Coffee Talk erzählt. Denn mehr als hinter der Theke unseres eigenen, gleichnamigen Cafés zu stehen und den hineinschneienden Gästen zuzuhören, machen wir im Prinzip nicht. Dabei bekommen wir mit der Zeit allerlei Geschichten zu hören. Eine Stammkundin ist zum Beispiel Autorin und möchte in ihrem Buch über unser Café und die Personen darin schreiben. Ebenso häufig kommt auch ein netter Police Officer vorbei, der hier regelmäßig seine (etwas zu lang geratenen) Pausen verbringt. Es kommen aber auch ganz skurrile Personen an, wie etwa ein Außerirdischer in einem Raumanzug, der versucht sich auf der Erde fortzupflanzen oder ein Pop-Idol, die zwischen Menschen- und Katzengestalt hin und her wandeln kann und Ärger mit ihrem Vater hat. Ein anderer, oft gesehener Gast versucht seine Wutausbrüche mithilfe von Ingwertee zu lösen und ein Pärchen berichtet über Rassismus in den jeweils anderen Familien.

Die Probleme in dieser fiktiven Welt sind also nicht so weit von der Realität entfernt, was ich als sehr angenehm empfand. Ohnehin muss man sagen, dass Coffee Talk wohl mit das beruhigendste Spiel ist, das ich je gespielt habe. Es geht hier tatsächlich so chillig wie in einem Café zu. Hinzu kommt smoother HipHop und ein stetiges Regengeräusch, das das Ganze noch entspannter wirken lässt. Das Schöne ist, dass all das nun auch all diejenigen erleben dürfen, die des Englischen nicht so mächtig sind. Denn seit dem Release der Konsolenversionen ist auch eine deutsche Übersetzung vorhanden, die tatsächlich gut gelungen ist.
So entspannt es ist, den Geschichten seiner Gäste zuzuhören, so möchte man in einem Spiel doch auch zumindest ein wenig etwas selbst machen dürfen. In Coffee Talk ist dies passenderweise die Zubereitung der Getränke. Denn natürlich kommen unsere Gäste nicht nur zum reden, sondern in erster Linie um etwas zu trinken. Manchmal haben sie dabei ganz exakte Vorstellungen, wie etwa einen Espresso oder einen Grüntee-Latte. Es kann aber auch sein, dass sie einfach nur etwas „Süßes“ oder etwas „Bitteres“ haben wollen. In diesem Fall müssen wir aus den stetig zunehmenden Zutaten (final stehen uns Kaffee, Tee, Grüner Tee, Milch, Schokolade, Ingwer, Zitrone, Zimt, Minze und Honig zur Auswahl) etwas passendes zusammenbrauen. Dies geschieht denkbar einfach, denn mehr als die Zutaten anzuklicken und anhand von verschiedenen Parametern die Wärme, Kälte, Süße und Bitterkeit des Getränkes abzulesen, müssen wir nicht. Anschließend wird alles automatisch aufgebrüht und serviert. Wenn wir wollen, können wir vorher noch unser künstlerisches Können in einer Latte Art unter Beweis stellen, zwingend notwendig ist dies aber nicht. Ob wir mit unserem Getränk den Geschmack des Kunden getroffen haben, erfahren wir anhand einer kurzen Aussage. Aber selbst wenn wir daneben lagen, ist er uns nicht böse und redet dennoch fröhlich vor sich hin.
Trifft ein Rezept den Geschmack des Kunden, wird es hingegen in unserem Handy gespeichert, in dem wir es dann, neben einer Art Facebook, in dem wir die Profile unserer Gäste ansehen können, den aktuellen Nachrichten sowie der Jukebox, jederzeit ansehen können.

Wer nur sein Können als Barista beweisen möchte, kann das ganze Drumherum auch sein lassen und im Endlosmodus entweder ganz nach Belieben oder nach Anweisungen und Zeitdruck Getränke brühen. Ob einen das für längere Zeit glücklich macht, möchte ich aber mal dahinstellen. Ich persönlich konnte damit zumindest nichts anfangen und habe mich lieber wieder den Geschichten meiner Gäste gewidmet.



Fazit:
Coffee Talk
ist ein sogenanntes „Art Game“ und wie es in einem Dialog in dem Spiel selbst so schön heißt, ist diese Art von Spielen sicherlich nur für ganz spezielle Spielertypen geeignet. Die werden an dem Spiel dafür aber ihre Freude haben. Denn während man den Geschichten lauscht (oder sie besser gesagt mitliest), spürt man richtiggehend, wie man immer entspannter wird und sich langsam tatsächlich wie in seinem Lieblingscafé fühlt, in dem man sich mit Freunden trifft und gerne seinen Latte Macchiato genießt. Dazu passt auch das auf ein Minimum begrenzte Gameplay, das kaum der Rede wert ist.
Ich für meinen Teil hatte mit Coffee Talk dennoch eine schöne Zeit und werde mich beizeiten sicherlich mal wieder für ein paar ruhige Momente hinter die Theke meines Cafés begeben.
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Special vom: 07.02.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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