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Ace Attorney: Apollo Justice

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35 €

Systeme: DS

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Ein neuer Anwalt ist in der Stadt: Apollo Justice. Doch wie kam es dazu? Und was ist aus dem alten Starverteidiger Phoenix Wright geworden? Wer das wissen möchte - und natürlich auch, ob sich die Reihe selbst mit neuer Hauptfigur noch lohnt - sollte schnell weiterlesen...

Meinung:
Fans der Ace-Attorney-Reihe ist es sicherlich schon bei Ankündigung der deutschen Veröffentlichung von Apollo Justice aufgefallen: Da fehlt doch was! Tatsächlich sieht es so aus, als ob der europäische Spieler mal wieder in die Röhre gucken würde, denn Ace Attorney: Apollo Justice ist nicht etwa der direkte Nachfolger von Ace Attorney: Phoenix Wright und Phoenix Wright: Justice for All. Vielmehr gibt es nämlich eigentlich noch einen dritten Teil, Phoenix Wright: Trials and Tribulations, der jedoch - warum auch immer - in hiesigen Gefilden ganz offensichtlich nicht veröffentlicht werden soll. Sehr schade für die Fans. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann aber zumindest auf die amerikanische oder japanische Version des Spiels zurückgreifen, die beide die englische Sprachfassung enthalten.

Lang, lang ist's her...
Inhaltlich setzt Apollo Justice etwa 10 Jahre nach der Ace-Attorney-Reihe an. Justice ist ein junger Anwalt im Alter von 22 Jahren, der gerade von der Uni kommt und nun seinen ersten Fall in Angriff nehmen soll. Dieser hat es auch in sich, denn unter Mordverdacht steht kein Geringerer als der ehemalige Staranwalt Phoenix Wright! Doch wie konnte es so weit kommen? Was ist damals passiert? Und was hat es mit Wrights mysteriöser Tochter auf sich? Dies alles ergibt sich erst langsam im Laufe des Spiels.

Zunächst steht lediglich fest, dass Phoenix Wright vor sieben Jahren - nach einem Prozess, in dem es wohl um Beweisfälschung gegangen sein soll - seine Anwaltsmarke abgenommen wurde und er seitdem als Pianist in einer Bar arbeitet, wobei er in Wahrheit dafür angeheuert wurde, mit den Gästen Poker zu spielen. Sieben Jahre tut er dies nun schon - und seit sieben Jahren hat er kein Spiel verloren. Doch nun scheint es so, als habe ihn zum ersten Mal ein Gast besiegt und Wright diesen aus Frust und gekränkter Spielerehre mit einer Saftflasche erschlagen. Ist der einstige Held des Gerichtssaals nun zum bösen Buben verkommen? Man ahnt natürlich schon, dass die Sache etwas anders liegt, doch es wird die Aufgabe des Spielers sein, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen.

Der Trick mit dem Tick
Eine neue Generation bringt neue Hauptfiguren mit sich, doch ansonsten ist mehr oder weniger alles beim Alten. Das Game ist im selben Manga-Stil gehalten wie bisher und setzt sich immer noch aus Ermittlungs- und Gerichtsszenen zusammen. Während man in Ersteren verschiedene Schauplätze unter die Lupe nimmt, Leute befragt und Indizien sammelt, geht es im Gerichtssaal schließlich darum, das Herausgefundene zu einem logischen Gesamtbild zu formen, die Zeugen im Kreuzverhör hart ranzunehmen und letztlich - wie es sich für einen Anwalt gehört - die Unschuld seines Mandanten zu beweisen.

Wie schon in den Spielen zuvor, gibt es auch in dem neuen Ableger eine besondere Gabe, die sich bei der Findung der Wahrheit hilfreich zeigt. War das beispielsweise in Justice for All die Fähigkeit, "geistige Blockaden" zu erkennen, also zu sehen, wenn ein Befragter mehr weiß, als er zugibt, verfügt Apollo Justice über ein anderes Talent. Er kann die "nervösen Ticks" der Leute sehen, die immer dann auftreten, wenn sie sich an etwas erinnern, aber nicht die Wahrheit sagen. Das kann ein nervöses Blättern in einem Buch sein, ein Kratzen am Nacken oder ein Drehen des Rings an der Hand. Natürlich läuft Justice nicht die ganze Zeit mit diesem "geschulten Auge" herum, sondern setzt diese Fähigkeit - die irgendetwas mit seinem goldenen Armband zu tun haben scheint - gezielt in Verhören ein.

Paradiesvögel der Justiz
Natürlich dürfen auch in Apollo Justice die verschrobenen Figuren nicht fehlen, die die Ace-Attorney-Reihe ausmachen. Der verpeilte Richter mit Glatze und Rauschebart, dem man immer alles bis ins Detail erklären muss, damit er etwas versteht, ist immer noch für Mordsachen zuständig und die Staatsanwälte sind nach wie vor sehr komische Vögel. Als Beispiel sei nur Staatsanwalt Gavin genannt, der bereits mit 17 diesen Beruf ergriff und parallel noch erfolgreicher Leadsänger in der beliebten Rockband "The Gavinners" ist. Kein Wunder also, dass er im Gerichtssaal gerne mal die Luftgitarre schwingt.

Neue Technik
Apollo Justice unterscheidet sich von den Phoenix-Wright-Games aber nicht nur durch eine neue Hauptfigur. Denn bei den drei Titeln um Phoenix Wright handelte es sich um Portierungen von GBA-Spielen, während Ace Attorney: Apollo Justice der erste Teil der Reihe ist, der exklusiv für den Nintendo DS entwickelt wurde. Bemerkbar macht sich dies vor allem im gehäuften Einsatz von gerenderten Videosequenzen, die vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn es um die Rekonstruktion von Tathergängen geht. Insgesamt hat sich die Grafik ein Stück verbessert und Indizien können nun auch in einer 3D-Rundumansicht untersucht werden. Trotzdem ist dem Spiel natürlich anzumerken, dass es sich in erster Linie um ein textbasiertes Adventure handelt.

Die restlichen DS-Features hat man übrigens auf Biegen und Brechen auch noch versucht einzubauen, was mehr oder weniger gelungen ist. Beispielsweise stellt man hin und wieder Fingerabdrücke sicher, wofür man erst das Pulver durch Abtippen des gesamten Touchscreens verteilt und das Überschüssige dann mithilfe des Mikrofons "wegpustet". Eigentlich eine nette Idee und später auch ganz hilfreich, an manchen Stellen wirkt der Einsatz der DS-Features jedoch etwas sehr willkürlich, als ob man diese noch schnell eingebaut hätte, als das eigentliche Konzept schon fertig war. Dem Spielspaß tut das aber natürlich keinen Abbruch. Da ist es eher als schade zu erachten, dass dieser Teil erneut nur vier Fälle umfasst, während der allererste Ace Attorney noch mit sechs aufwarten konnte.

Textschwäche
Anmerken sollte man vielleicht noch, dass auch bei Apollo Justice die Übersetzungsqualität wieder ein wenig schwankend ist und zum Teil einfach falsche oder unpassende Ausdrücke verwendet werden, sodass man gelegentlich erst mal überlegen muss, was überhaupt gemeint ist. Beispielsweise wenn jemand als "Quecksilber" beschimpft wird, aber eigentlich im Englischen ein "quacker" - also ein "Quacksalber" - gemeint war...

Fazit:
jano.jpgAce Attorney: Apollo Justice setzt die beliebte Anwaltsreihe fort, ohne dass man völlig auf den bisherigen Star Phoenix Wright verzichten müsste. Die Fälle und Figuren sind noch genauso schräg und skurril, wie man es gewöhnt ist, und das Lösen der mysteriösen Morde macht nach wie vor jede Menge Spaß. Die neuen DS-spezifischen Features wären nicht zwingend nötig gewesen, tragen aber zur Abwechslung bei und vor allem die Videosequenzen machen die Rekonstruktion von Tathergängen deutlich anschaulicher. Ein weiterer Spitzentitel, nach dem man sich noch mehr wünscht, dass Capcom den dritten Teil, Phoenix Wright: Trials and Tribulations, auch bei uns veröffentlicht hätte.

Ace Attorney: Apollo Justice - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.00
Sound: 7.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Spannende Fälle
  • Stimmige Atmosphäre
  • Schräge Charaktere
  • Teilweise sinnloser Einbau der DS-Features

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Rezension vom: 09.06.2008
Kategorie: Adventure
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