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Act of War - Direct Action

Entwickler: Atari
Publisher: Atari

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 50 €

Systeme: PC

Testsystem: Pentium IV @ 3,06 GHz, 512 MB DDR RAM, GeForce FX 5600

Anforderungen: Windows 2000/XP, 1,5 GHz, 256 MB RAM, 2-fach DVD-Laufwerk, 64 MB Grafikkarte (GeForce 4 MX und Intel Extreme Graphics werden nicht unterstützt!)

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Strategie-Fans sind anspruchsvoll geworden. Seit der Veröffentlichung von C&C Generals hat es irgendwie kein Spiel geschafft, diesem Topseller seinen Rang streitig zu machen. Atari und Eugene Systems wollen das nun mit ihrem neuesten Streich ändern. Act of War – Direct Action nennt sich das Game, mit dem man die Konkurrenz das Fürchten lehren will. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr hier in unserem Testbericht.

Runter mit den Preisen!

Mal ehrlich, ihr Autofahrer da draußen: Gehen euch die Spritpreise nicht auch tierisch auf den Sack? Wird doch echt langsam mal Zeit, auf die Barrikaden zu gehen und mit aller Kraft gegen die horrenden Unsummen, die man allein schon für den Weg zum Supermarkt an Benzinkosten bezahlen muss, zu protestieren. Ist doch wirklich mal höchste Eisenbahn, dass die Bevölkerung anfängt zu nölen, so kann das ja wohl nicht mehr weitergehen, oder?!

Okay, ich seh ein, ich bin wahrscheinlich der einzige, der zu solch radikalen Maßnahmen greifen würde. Zumindest bin ich es noch. Doch wenn die Gallone Sprit in den USA plötzlich über sieben Dollar kosten und in der restlichen Welt nahezu unbezahlbar werden würde, gäbe es wohl mehr von meiner Sorte. So auch in Act of War. Die Weltbevölkerung ist hier ziemlich angepisst. Und das zu Recht. Alles geht den Bach runter, die Weltwirtschaft pfeift aus dem letzten Loch. Komisch, dass sich nur eine einzige Firma, nämlich Trans Global Energy, halten kann und alle anderen Unternehmen vom Markt verdrängt. Das kann doch kein Zufall sein, oder? Jedenfalls ist es nicht verwunderlich, dass jenes Unternehmen von Terroranschlägen heimgesucht wird.

Zur Bewältigung dieser doch sehr ernsten Krise wurde eigens ein globales Energie-Forum eingerichtet, das in London tagt. Hier treffen sich die wichtigsten Wirtschaftsexperten sowie diverse Minister der führenden Weltnationen. Auch ein hohes Tier von Trans Global Energy nimmt an der Sitzung teil. Hunderttausende demonstrieren rund um den Buckingham Palace, die Polizei hat die Lage nicht wirklich unter Kontrolle. Aus Angst vor einem Terroranschlag schicken die Amis die Task Force Talon, die aus den besten Männern und dem hochwertigsten Equipment besteht, die das Land zu bieten hat, auf die Insel. Und wie es eben so ist, passiert wirklich was. Einige Terroristen ballern einfach mal so in die Menge und versuchen, die VIPs des Kongresses platt zu machen. Das könnt ihr natürlich nicht auf euch sitzen lassen und jagt die Penner mal eben so durch die ganze Stadt. Ab hier beginnt eine Hetzjagd um den halben Globus, bei der ihr von einem Gefecht ins nächste rennt…

Meinung:
Erst schießen, dann fragen
Wer zu Beginn der Kampagne gleich auf einen riesigen Krieg mit lauter Taktik-Geplänkel hofft, der wird zunächst enttäuscht sein, denn in den ersten Missionen geht es erst einmal darum, sich mit der Steuerung der Einheiten vertraut zu machen. Im Prolog sollt ihr einen Terroristen in einem Wüstencamp festnehmen. Hier lautet euer Ziel, alles feindliche Gesocks nieder zu ballern und anschließend den fiesen Fettsack von Unruhestifter dingfest zu machen. Diese Mission verlangt nicht viel von euch, außer eurem Elite-Trupp zu sagen, wo es langgehen soll. Die kleinen Kerlchen schießen von ganz alleine, wenn sie auf Widerstand stoßen und so ist die Aufgabe schnell gemeistert. Dumm ist allerdings, dass euch die Aktionen nicht erklärt werden, wie es eigentlich in einem Tutorial üblich ist. Deswegen gilt: Handbuch immer in der Nähe behalten, zumindest zu Spielbeginn.

Habt ihr das geschafft, geht es weiter nach London, wo ihr mit eurer Spezialeinheit die blöden Terroristen-Fuzzis jagt. Erst zu Fuß, dann mit fetten Autos. Hier lernt ihr, wie man sich Deckung sucht, einen Hinterhalt bereitet, Häuser besetzt und und und. Na ja… was heißt lernen… ihr tut es einfach, weil ihr sonst ziemlich gearscht seid, da einem nichts erklärt wird.

Von einem üblichen Echtzeitstrategie-Spiel ist hier noch wenig zu sehen. Doch das ändert sich, wenn ihr eure erste Basis bekommt. Dann könnt ihr euch eine vortreffliche Armee aufstellen. Das Basislager produziert Konstruktionsmaschinen, die wiederum alles andere bauen können. Auf der niedrigsten Stufe, Defcon 3, habt ihr die Möglichkeit, Baracken, die euch mit Soldaten versorgen, zu bauen. Um an die Kohle zu kommen, habt ihr drei Möglichkeiten: Gebäude verkaufen, Ölquelle finden, Kriegsgefangene machen. Mit Variante Nummer zwei macht ihr den meisten Reibach. Aber Möglichkeit drei ist auch nicht zu verachten, vor allem wegen der Tatsache, dass ihr die Gefangenen als Scout missbrauchen könnt.

Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Einheiten lassen sich produzieren. Mit ein paar Klicks auf die entsprechenden Gebäude gibt’s natürlich auch Upgrades ohne Ende. Im Laufe des Spiels laufen euch dann gewöhnliche Marines, futuristische S.H.I.E.L.D-Kampfeinheiten, Panzer aller Arten, Apaches, Black Hawks, F-15 Eagles, Warthogs, B2 Spirit-Bomber, Flug-und Panzer-Drohnen und weiß der Geier, was noch alles, über den Weg. Die Auswahl ist groß, da ist für jeden etwas dabei. Nur Schiffchen gibbet nich. Aber nun gut, was will ich auch mit nem Flugzeugträger in der Wüste…?

Auf dem Teppich bleiben…
Die Einheiten, die man in diesem Spiel steuern kann, sind keinesfalls kranke Hirngespinste. Act of War steht für militärische Authentizität. Im Spiel zu sehen sind sowohl Einheiten aus der heutigen Zeit als auch Zukunftsvisionen der Rüstungsindustrie, die aber nicht ganz so weit hergeholt sind wie es beispielsweise bei Star Trek o.ä. der Fall ist. Alles basiert mehr oder weniger auf den heutigen Forschungen im Militär-Bereich.

It’s in the mix!
Dafür verantwortlich ist zum großen Teil der 14-fache New-York-Times-Bestseller-Autor Dale Brown, ein ehemaliger Air Force Captain, der in Sachen Militär voll den Durchblick hat. Von ihm stammt die Hintergrundgeschichte für Act of War. Ja, das Spiel hat sogar eine Story. Und es kommt noch besser, denn Act of War ist mehr ein Film mit Strategie-Elementen als ein simples einfaches triviales banales Spiel. Genau wie bei den alten C&C-Teilen wird das Spielgeschehen durch ausgiebige und wirklich gut gelungene Film-Sequenzen mit echten Schauspielern vorangetrieben. Gepaart mit einer tollen Story bringt das richtig Spannung in die Sache und erzeugt echtes Movie-Flair. Schon während der Installation läuft ein Video, in dem man durch eine Diskussionsrunde im TV mit der Story vertraut gemacht wird. In den Sequenzen sieht man nicht nur irgendwelche dummen Laberbacken, sondern kriegt auch einiges an Action geboten, wie zum Beispiel durch Schießereien und Verfolgungsjagden.

Sieh zu und staune!
Vor allem die Grafik trägt viel zur gelungenen Präsentation bei. Die Schauplätze wirken sehr authentisch. Man merkt, dass Satellitenbilder als Grundlage für die Gestaltung der Karten dienten. Ob London, San Francisco, Washington D.C oder die ägyptische Sahara, hier wurde alles genauestens nachempfunden. Die Einheiten wirken durch ihren Detailreichtum ebenfalls sehr realistisch. Was am meisten fasziniert, sind die Feuereffekte, die Explosionen und die Trümmer. Ich will jetzt nicht als anti-amerikanisch da stehen, aber brennend sieht das Weiße Haus irgendwie geil aus…

Alles im Griff?
Die Steuerung ist ziemlich einfach. Egal, ob man etwas bauen oder die Kameraperspektive verändern will, mit ein paar simplen Klicks ist alles erledigt. Die Menüs sind ordentlich strukturiert und recht übersichtlich ausgefallen. Einige Nachteile gibt es aber doch. Beim Auszoomen ist man in der letzten Stufe immer noch viel zu nah an seinen Jungs dran und die Minimap dreht sich beim Schwenken der Kamera nicht mit. Pluspunkte gibt es für ein zusätzliches kleines Fenster, dass sich ab und zu links oben öffnet. Hier bekommt ihr das Spielgeschehen quasi aus einer Art Helmkamera mit, was einen natürlich noch tiefer in die Materie eintauchen lässt.

Komplett in deutscher Sprache!
Vollständige Synchronisation ist heutzutage leider nicht selbstverständlich. Umso erfreulicher, dass Act of War komplett in Deutsch ist. Die Sprecher haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Auch die gelungenen Soundeffekte und stimmungsvolle Musik können voll überzeugen, somit gibt es klangtechnisch eigentlich nichts zu beanstanden.

Fazit:
Mich hat Act of War positiv überrascht, vor allem, was die absolut filmreife Präsentation angeht. Die den Ausflug an die Front zum reinsten Kino-Erlebnis macht. Die Kämpfe sind ungemein fesselnd, was vor allem an der knackigen KI liegt. Leider ist das Game etwas anfängerfeindlich, da man sich alles selbst aneignen muss und schon die niedrigste Schwierigkeitsstufe (=„normal“!!) für unerfahrene Spieler das ein oder andere frustrierende Erlebnis parat haben kann. Mit C&C Generals kann der Titel in allen Bereichen mithalten, wobei Act of War mir persönlich besser gefällt, besonders was die Häuserkämpfe betrifft, da man hier mit der normalen Infanterie deutlich mehr Schaden anrichten kann als in vergleichbaren Spielen. Man kann mit Snipern Hinterhalte legen, sich in den Häusern verschanzen und auf Dächer klettern, um den Gegnern den Garaus zu machen. Strategie-Fans sollten unbedingt zugreifen. Das ist ein Befehl!

Act of War - Direct Action - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Alexander Voirin

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9 Grafik: 9.00
Sound: 9.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9
  • spannende Story
  • filmreife Präsentation
  • sehr gute Synchro
  • Häuserkämpfe
  • auszoomen nicht optimal
  • anfängerfeindlich
  • blöde Minimap

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Rezension vom: 04.04.2005
Kategorie: Strategie
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1.25 (4 Stimmen)
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