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007 Alles oder Nichts

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 55 €

Systeme: Gamecube, PlayStation 2, Xbox

Inhalt:
Auf Filmen beruhende Games haben einen schlechten Ruf, der in den meisten Fällen verdient ist. Mr. Bond hält seit einigen Jahren beginnend mit Golden Eye auf dem N64 dem schlechten Image entgegen. EA entschloss sich für die neueste Inkarnation des adretten Briten in Alles oder Nichts die Ego-Perspektive aufzugeben. So wird der Protagonist ähnlich wie in Metal Gear Solid oder Splinter Cell aus der Perspektive der dritten Person durch das Spiel bewegt. Natürlich hat 007 AoN wenig mit diesen Stealth-Titeln zu tun, sondern in altbekannter Manier dreht sich alles um bombastisch in Szene gesetzte Actionsequenzen. Um das Ganze zu einem wahren Bond zu machen dürfen sexy Bond Girls, Hi-Tech Spielereien, schnelle Wagen und fiese Kontrahenten natürlich nicht fehlen.

Wie im richtigen ... Film
Das Skript stammt aus der Feder des Bond-Screenwriters Bruce Feirstein und die Story spielt sich an vielen Locations wie beispielsweise Ägypten, New Orleans, Peru und Moskau ab. Diesmal heißt der Bösewicht Nikolai Diavolo und sein teuflischer Plan beinhaltet tödliche Nano-Technologie. Über die Story soll an dieser Stelle nicht zuviel verraten werden, da die Entwicklung der Storyline in 007-Filmen und Games immer recht ähnlich abläuft. Freut euch auf die Details und einige nette Überraschungen, wie zum Beispiel das Auftauchen eines alten Bekannten, denn "Richard Kiel is back". Der Mann, der in der Rolle des Jaws den guten alten Roger Moore wie einen Schlumpf hat aussehen lassen und zuletzt Champagner trinkend auf einer Space Station gesehen wurde gibt sich nach 25 Jahren in digitaler Form die Ehre.

Meinung:
Alles oder Nichts ist ein ausgesprochen komplexes und dynamisches Game und könnte schon fast als interaktiver James Bond Film beschrieben werden. Das Gameplay lässt sich grob in drei Kategorien unterteilen: Stealth, Ballern und Racen. Zugegebenermaßen sind die Stealth Elemente der schwächste Teil der Action. Zwar kann sich unser Agent durch vielfältige Möglichkeiten wie einer schallgedämpften PPK, einer Betäubungspistole und aller möglicher anderer Objekte seiner Gegner auf leise Art und Weise entledigen, aber leider können die leblosen Polygon-Kameraden nicht versteckt werden. Auch sonst ist es eher undurchsichtig welche Aktionen nun als besonders lautlos gelten. Es fehlen einfach die Stealth-Regeln eines Metal Gear Solid oder Splinter Cells. Einen ungewöhnlich großen Teil des Spiels machen Missionen aus, in denen die unterschiedlichsten Fahrzeuge gesteuert werden müssen. Der Spezialagent ist sich weder für herkömmliche Autos und Motorräder zu schade und schon gar nicht für Helikopter und Panzer. Einige dieser Level können leider ziemlich frustrierend werden, obwohl die Fahrabschnitte mit der Need for Speed Engine umgesetzt wurden.

Die Abwendung von der Ego-Perspektive ist sehr gut gelungen. Dadurch kann das Spiel eine glaubhaftere Kino-Atmosphäre vermitteln. Außerdem erlaubt es dieser Aspekt, dass 007 sich auf einige ordentliche Handgemenge einlassen kann. Bond beherrscht unterschiedliche Schläge, Tritte und Würfe und kann sich sogar an Gegner heranschleichen, um diesen von hinten das Genick zu brechen - nicht umsonst ist der Titel erst ab 16 Jahre freigegeben. Auch mit seiner Umwelt kann der Brite nun wesentlich mehr interagieren, da es möglich ist unterschiedlichste Gegenstände aufzuheben und als Waffe zu nutzen. Eigentlich wäre dies gar nicht nötig gewesen, denn den beliebten Bond-Gadgets wird ein wesentlich wichtigerer Part eingeräumt als in den Vorgängern. Neben den bekannten Accessoires gibt es eine Spinnenkamera, mit der sich Level ausspionieren lassen können, die aber zur Not auch detoniert werden kann. Weiterhin ein ähnliches Gefährt auf Rädern, einen Nano-Anzug, der es Bond erlaubt sich für kurze Zeit unsichtbar zu machen und noch einige andere Spielereien. Das Zielsystem für die zahlreichen Schusswechsel ist ausgeklügelt, denn die Entwickler bedienten sich hierbei dem Konzept des Lock-On. Per Tastendruck wird ein Ziel anvisiert und mit dem rechten Analogstick lässt sich das Fadenkreuz noch genauer und manuell lenken. Da die Gegner sich relativ plausibel verhalten artet Alles oder Nichts auch nicht in eine Ballerorgie aus. Die Schießereien spielen sich meist so ab, dass es zu Schusswechseln kommt bei denen beide Parteien hinter irgendwelchen Deckungen verborgen sind. Timing ist hier das A und O. Die Fieslinge verhalten sich real, greifen gerne von mehreren Seiten gleichzeitig an und können dem Agenten ziemlich schnell gefährlich werden. Der Spieler muss extrem vorsichtig vorgehen, denn einfach mit der Brechstange durch einen Abschnitt zu wollen kann zu einem baldigen Heldenbegräbnis führen. Was sich die Entwickler dabei gedacht haben, 007 mit einer so genannten Bond-Wahrnehmung auszustatten, bleibt mir ein Rätsel. Zwar ist es durchaus hilfreich in einer Bullet Time für Arme seine Wahrnehmung zu beschleunigen und damit alle Gegner zu verlangsamen, aber solchen Superhelden-Schnickschnack hat ein Bond nun wirklich nicht nötig. Schließlich hat er für brenzlige Momente sein Gadget-Arsenal aus der Erfinderwerkstatt des Q.

Dank des Konzeptes der Bond Momente motiviert Alles oder Nichts auch zu mehrmaligem Durchspielen. Ein Bond Moment entsteht durch eine Bond-typische Aktion, die mit dem richtigen Timing ausgeführt wird. Beispiele hierfür sind ein ordentlicher Stunt mit einem Fahrzeug, oder das kreative aus dem Weg Räumen eines Gegners. Dadurch dass die Level relativ kurz gehalten sind, ist es nicht zu frustrierend, die Bond Momente einer Area ausfindig zu machen. Die Kürze der einzelnen Level ist ansonsten aber etwas enttäuschend, wird aber durch die Anzahl der verschiedenen Level wieder wettgemacht. 007 Alles oder Nichts bringt auch einige sehr interessante Multiplayer Modi mit. Das obligatorische Deathmatch fehlt ebenso wenig wie eine Kooperative Kampagne. Zwei Spiele können miteinander in zehn speziellen Leveln gemeinsam gegen die Bösewichte antreten. Die Spieler müssen einander Deckung geben, Munition miteinander teilen und einige zugegebenermaßen leichte Multiplayer-Rätsel lösen.

Audiovisuelles Feuerwerk
Das exzellente Voice-Acting ist zusammen mit der Musik ein essentieller Part der guten Atmosphäre in Alles oder Nichts. Die typische Bondmelodie kann ebenso überzeugen wie die restlichen Stücke, die aus der Feder von Sean Callery stammen. Mr. Callery dürfte einigen aus dem Fernsehen bekannt sein und war vor kurzem für einen Emmy wegen seiner Arbeit für die Serie 24 nominiert. Insgesamt hört sich das Game an wie ein ausgewachsenes Bond-Movie. AoN unterstützt sowohl Dolby Surround Pro Logic II als auch THX und bringt weiterhin einen 16:9 Modus mit. Optisch ist das neueste 007-Spiel herausragend. Gute Texturen und große überzeugende Level erwecken die Welt von Alles oder Nichts zum Leben. Die Grafik glänzt mit vielen Details wie zerspringende Glasscheiben und sehr nett animierten Patronenhülsen. Leider verhindern gelegentliche Einbrüche der Framerate eine sehr gute Wertung für die Grafik. Beeindruckend ist die Masse an digitalen Schauspielern, denn welches Spiel kann schon von sich behaupten Polygon-Pendants von Pierce Brosnan, Judy Dench, Heidi Klum, John Cleese, Willem DaFoe, Mya und Shannon Elizabeth sein eigen zu nennen?

Fazit:
Es fällt trotz guter Qualität schwer, Alles oder Nichts für Fans der letzten beiden Bond-Games zu empfehlen. Besonders für First Person Shooter-Anhänger könnte die neue Perspektive eher abschreckend wirken. Lässt man sich allerdings auf das neue Konzept ein, erwartet einen ein absolut cineastisches Spiel mit einer Menge Action. Bond-Fans hingegen können bedenkenlos zugreifen, da 007 Alles oder Nichts dem Spielen eines Bond Filmes so nahe kommt, wie bisher kein anderes Game.

007 Alles oder Nichts - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Sébastien Bonset

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 7.75
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.25
  • sehr abwechslungsreiches Gameplay
  • sehr gute Kooperations-Kampagne
  • super audiovisuelle Präsentation
  • Level teilweise recht kurz
  • Deathmatch-Modus nur mittelmäßig

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Rezension vom: 27.02.2004
Kategorie: Action
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Bewertung: 1 (1 Stimme)
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