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Star Wars Jedi: Fallen Order

Entwickler: Respawn Entertainment
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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Seit Jahren warten Star Wars-Fans auf ein neues, vollwertiges Singleplayerabenteuer. Nun ist es endlich soweit, denn mit Star Wars Jedi: Fallen Order hat Electronic Arts diesen langgehegten Wunsch nun endlich erfüllt. Ob es die kritische Fangemeinde von sich überzeugen kann oder einen ähnlichen Verriss einstecken muss, wie einst Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, haben wir getestet.

Meinung:

Normalerweise fangen wir unsere Rezensionen immer mit einer Beschreibung der Geschichte an. Bei Star Wars Jedi: Fallen Order könnte ich mich tatsächlich seitenlang über die Geschehnisse der Story auslassen, über jedes kleinste Detail fachsimpeln, Verbindungen zu den Filmen aufzählen und so weiter. Aber nein, ich möchte an dieser Stelle niemanden spoilern, weshalb ich die Story hier wirklich nur ganz grob umreißen werde und nur das preisgebe, was ohnehin schon vor dem Release bekannt war. Wer selbst das nicht erfahren möchte, der springt an dieser Stelle am besten direkt zum nächsten Abschnitt.
Angesiedelt nach den Ereignissen von Episode 3: Die Rache der Sith, schlüpfen wir in die Rolle des Jedi-Padawans Cal Kestis, der sich nach der Order 66 auf dem wenig einladenden, imperialen Schrottplaneten Bracca befindet, auf dem er seit einiger Zeit mit seinem Kumpel Prauf ausgediente Schlachtschiffe aus den Klonkriegen und Droiden ausschlachten. Nachdem er sich so jahrelang vor dem Imperium verstecken und seine Kräfte für sich behalten konnte, zwingt ihn eine unvorhergesehene Situation doch dazu, seine Macht zu offenbaren, wodurch er unverzüglich zum Gejagten wird und vom Planeten flüchten muss. Dabei trifft er auf die zwei Widerstandskämpfer Cere und Greez, die den Orden der Jedi wieder aufbauen wollen. Was folgt ist eine Reise durch die Galaxis, bei der sich die drei nicht nur dem Imperium gegenüberstehen sehen, sondern sich auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen müssen.

Beste Star Wars-Unterhaltung
Mehr wird an dieser Stelle nicht zur Story verraten. Eines kann man sich aber sicher sein: Sie bietet beste Star Wars-Unterhaltung, die den typischen Mix aus Action und ruhigen Momenten aufweist. Auch epische Szenen, die einem noch lange in Erinnerung bleiben werden, gibt es während der rund zwanzig Stunden, die die Story andauert, einige. Ebenso werden einem auch die Charaktere noch lange positiv im Gedächtnis bleiben, denn nicht nur der Hauptcharakter ist gut und sympathisch geschrieben, auch die zahlreichen Nebencharaktere können durchaus mit anderen Star Wars-Größen mithalten. Hiervon können sich die neuen Filme tatsächlich noch eine Scheibe abschneiden.
Doch nicht nur die Story weiß zu überzeugen. Die gesamte Atmosphäre schreit förmlich nach Star Wars. Was besonders auffällt, ist die unfassbare Detailverliebtheit, die hier an den Tag gelegt wurde. Natürlich möchte ich auch hier nicht zu sehr darauf eingehen, was es genau zu sehen gibt. Aber allein in der Anfangssequenz gibt es für Fans so vieles zu entdecken, dass man am liebsten alle paar Meter stehen bleiben würde, um alles in Ruhe zu entdecken und in sich aufsaugen zu können. So geht es während des gesamten Spiels weiter. Es gibt tatsächlich kaum eine Szene, in der man nicht aufgrund irgendwelcher Dinge mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzt oder überlegt, wo man diesen oder jenen Droiden das erste mal im Star Wars-Universum gesehen hat. Dann wäre da natürlich auch noch der Sound: Wenn Tie-Fighter mit ihrem charakteristischen Sound an einem vorbei fliegen oder der Soundtrack mit seinem unverwechselbaren Stil einsetzt (wobei der Soundtrack in einer kleinen Szene aber auch eine große Überraschung parat hält) – man fühlt sich sofort inmitten des Star Wars-Universums.
Kurz gesagt: Star Wars Jedi: Fallen Order ist eine wahre Ode an das Franchise und somit genau das, was man sich als Fan der Sternensaga so lange gewünscht hat.

Es ist schließlich ein Spiel

Obwohl es bei aller Begeisterung über die Story und die Atmosphäre schwer fällt, darf man natürlich nicht vergessen dass es sich hierbei noch immer um ein Spiel handelt und das Gameplay deswegen natürlich nicht vollkommen außer Acht gelassen werden darf.
Doch auch hier haben EA und Respawn Entertainment gute Arbeit geleistet – ohne dabei wahnsinnig innovativ gewesen zu sein. Vielmehr erwartet einen nach der in die Story eingeflochtenen Tutorial-Sequenz ein Mix aus bekannten Elementen verschiedenster Spiele. So springt Cal genauso elegant von Plattform zu Plattform wie Nathan Drake – sogar die Punkte, an denen man abspringen bzw. sich festhalten kann, sind auffällig markiert. Die Kämpfe erinnern hingegen stark an Dark Souls. Zwar gestalten sich die Kämpfe hier im Allgemeinen etwas einfacher und weniger frustrierend, Timing und Geschicklichkeit ist aber auch hier unabdingbar. Wildes auf die Knöpfe hauen, was in früheren Star Wars-Spielen gerne mal Erfolg bringend war, funktioniert hier also nicht. Dennoch wird man aber auch hier sicherlich das eine oder andere Mal den virtuellen Tod sterben und dann an einem der fair gesetzten Respawnpunkte, hier Meditationspunkte genannt, wiederkehren. Ein besonderer Clou ist dabei, dass die Gegner, die man zuvor niedergestreckt hat, nur dann ebenfalls respawnen, wenn man sich dazu entscheidet seine Lebensenergie wieder auffüllen zu lassen. Verzichtet man darauf, kann man hingegen unbeschadet zu dem Punkt laufen, an dem man zuletzt verstarb. Dieses so unscheinbare Spielelement ist für mich ein echtes Highlight, da es dem Spieler selbst überlässt, was er sich zutraut und so für mehr Spieltiefe sorgt. Ohnehin muss man sagen, dass Fallen Order dem Spieler sehr viele Freiheiten lässt. Wer möchte, kann zum Beispiel durch die Spielwelt rushen und sich ganz auf sein Geschick in den Kämpfen verlassen.
Genauso bietet einem das Spiel aber auch eine Menge an Erkundungsmöglichkeiten an, die sich auch lohnen, denn wer sich Zeit lässt und die wundervoll gestaltete Spielwelt genauer untersucht, wird festellen, dass es dort nicht nur optisch etwas zu entdecken gibt, sondern auch sonst einige Vorteile parat hält. So sind in der ganzen Spielwelt Echoes verteilt, die mehr über die Geschichte preisgeben. Ebenso findet man Kisten, in denen sich nicht nur optische Anpassungsmöglichkeiten verbergen, sondern auch Upgrades für bestimmte Gadgets (welche das sind, wird hier nicht verraten) beinhalten. Ein weiterer netter Nebeneffekt des Erkundens ist, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, sogenannte Feature-Upgrades zu finden und die sind ein wirklich wichtiges Spielelement, denn diese Feature-Upgrades werden dafür genutzt, seinen Droiden BD-1 stetig mit neuen Fähigkeiten auszustatten, während diese wiederum dafür benötigt werden um in der Spielwelt voranzukommen. Immer wieder passiert es, dass man eine bestimmte Route nicht nutzen kann, weil diese versperrt ist und lediglich mit einem bestimmten Tool des Droiden freigeschaltet werden kann. Wer also fleißig in der Spielwelt herumsucht, wird schneller alle Bereiche entdecken können.

Frei aber doch geführt
An der Gestaltung der Spielwelt empfand ich neben der Optik als besonders imposant, wie es die Entwickler geschafft haben, eine offene Spielwelt zu erschaffen, die einem zwar viel Freiraum gewährt, aber gleichzeitig doch stets den Weg weist. Dieser heikle Spagat ist bisher nur sehr wenigen Spielen gelungen – und noch weniger Spielen auf so eine elegante Art und Weise, wie man sie hier erlebt und das alles ohne irgendein hässliches HUD. Wer Informationen benötigt, muss sie im Menü abrufen, in dem es neben der Karte eben auch Infos zu Missionen oder ähnlichem gibt. Auch das ist eine Art von Freiheit, die man gerade in Open World-Spielen leider nur noch selten präsentiert bekommt.

Nicht alles perfekt

So begeistert ich von dem Spiel bin und so viel Spaß ich dabei hatte, die Geschichte und die Spielwelt zu entdecken und dabei mit Cal durch eben jene zu klettern, springen und zu kämpfen, so gab es leider immer auch wieder bestimmte Momente, in denen der Spielspaß rapide sank. Um genau zu sein, handelte es sich dabei um jene Momente, in denen es mal wieder hieß, irgendwo herunterzurutschen. Zwar sehen diese Sequenzen immer sehr gut aus, doch leider können sie, wie schon in zahlreichen anderen Spielen, eben auch sehr frustrierend sein. Vor allem, wenn die Steuerung nicht ganz so exakt ist, wie man sich das gerne wünschen würde. Leider ist genau das bei Star Wars Jedi: Fallen Order der Fall. Während das Spiel die etwas unpräzise Steuerung bei den Kämpfen und den Sprüngen noch gekonnt übertüncht, offenbart sie sich bei den Rutschabschnitten mit voller Wucht. Viel zu oft musste ich solche Sequenzen wiederholen, weil der Charakter meine Richtungseingabe zu spät in die Tat umgesetzt hat und ich deshalb mal wieder irgendwo gegen gedonnert bin. Das kann mitunter wirklich frustrierend sein, vor allem im höchsten Schwierigkeitsgrad, in dem die Lebensanzeige ohnehin schneller zur Neige geht.
Nicht ansatzweise so frustrierend, aber dennoch nicht schön, sind zudem die Framerateeinbrüche. Wie es auf dem PC oder der PS4 ist, können wir nicht sagen, doch auf unserem Testsystem, einer Xbox One X, mussten wir leider hin und wieder solche Einbrüche miterleben, wenngleich sie immer nur ganz kurz andauerten. Ich bin aber zuversichtlich, dass EA bzw. Respawn Entertainment dieses Problem (und vielleicht auch das der Steuerung) demnächst mit einem Patch in den Griff bekommt und dem vollen Spielspaß dann nichts mehr im Wege steht.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Nach dem ganzen Hickhack um Battlefront II hatten viele die Befürchtung, dass sie mit Star Wars Jedi: Fallen Order Ähnliches erleben würden: Doch die Angst war unberechtigt. Mit Star Wars Jedi: Fallen Order schufen EA und Respawn Entertainment nämlich ein Sternensaga-Abenteuer, das ganz ohne Skandale und stattdessen mit einer dem Universum mehr als gerechten Story daherkommt. Vor allem langjährige Fans werden hieran ihre Freude haben, denn auch wenn die Protagonisten gänzlich neu sind, gibt es doch genügend Verweise auf die alten Film-Trilogien – man muss nur die Augen aufhalten.
Auch abseits der Story weiß das Spiel zu überzeugen. Das Gameplay mit seinen Dark Souls-artigen Kämpfen ist fordernd aber nie frustrierend, die Grafik ist umwerfend und die Atmosphäre könnte gar nicht Star Wars-iger sein. Selbst die paar kleinen technischen Mängel (ungenaue Steuerung, gelegentliche Framerateeinbrüche) trüben den Spielspaß nur geringfügig, sodass man als Fan der Reihe oder als Freund von guten Action-Spielen, ohne groß zu überlegen, zugreifen sollte.

Star Wars Jedi: Fallen Order - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.75
  • Tolle Star Wars-Atmosphäre
  • Gute Story
  • Beeindruckende Grafik
  • Neues Kampfsystem
  • Man wird ganz sanft durch die Spielwelt geleitet
  • Gelegentliche Framerateeinbrüche
  • Steuerung etwas ungenau

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Rezension vom: 25.11.2019
Kategorie: Action
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