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Indivisible

Entwickler: Lab Zero
Publisher: 505 Games

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35 €

Systeme: Linux, PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Mit Indivisible bringen 505 Games uns das durch Indiegogo realisierte RPG von Lab Zero, das zunächst vor allem durch seine schick animierten Charaktere besticht, aber auch mit seiner hinduistischen Symbolik und einer wendungsreichen Geschichte auftrumpfen kann. Wenn jetzt noch das Gameplay stimmt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Meinung:


Ajna lebt friedlich zusammen mit ihrem Vater in ihrem Dorf, bis dieses plötzlich von düsteren Gestalten abgefackelt wird. Eine dieser Gestalten ist Dhar, ein junger Krieger, der Ajnas Vater niederstreckt. Als Ajna sich ihm im Kampf stellt, wird Dhar durch eine unbekannte Kraft in Ajnas Geist eingeschlossen. Von dort aus kann er mit ihr kommunizieren und im Kampf wird er als Hilfe herbeibeschworen. Klingt erstmal seltsam, aber mit der Zeit finden sich immer mehr Gefährten in Ajnas Geist ein, die alle aus unterschiedlichen Motiven mit ihr kommen. Aus dem simplen Rachefeldzug wird schnell eine weltbedrohende Unternehmung und nur Ajna kann die Vernichtung der gesamten Menschheit aufhalten.

Forscherparadies
Indivisible ist ein Metroidvania mit diversen, riesigen Gebieten. Ajna erlernt im Laufe der Geschichte immer wieder neue Techniken, mit denen zuvor verschlossene oder unerreichbare Gebiete betreten werden können. Diese Fähigkeiten reichen vom Doppelsprung über Pogosprünge und Elementarpfeile bis zu Air Dashs oder Speedboosts. Um die tückischsten Geheimnisse zu finden, müssen diverse Fähigkeiten gekonnt miteinander kombiniert werden. Auf diese Art geht nicht nur die Geschichte voran, sondern es können auch jede Menge sogenannter Ringsel gefunden werden, mit denen Ajna ihre Angriffs- und Verteidigungsfähigkeiten verbessern kann. Indivisible ist insgesamt nicht sonderlich herausfordernd, auch wenn selbst die kleinsten Gegner oftmals lange Zeit Widerstand leisten, aber besonders im letzten Drittel sackt der Schwierigkeitsgrad drastisch ab und Kämpfe werden eher zur lästigen Pflichtaufgabe als zu einem spannenden Hindernis.

Unzertrennlich im Kampf
Gekämpft wird in einer Party aus vier Charakteren. Neben Ajna gesellen sich noch über 20 weitere spielbare Figuren zu unserer Gruppe, die allesamt unterschiedliche Spielstile haben. Thorani beispielsweise ist eine Deva, die mit ihren Haaren Wasser beschwören kann, das sowohl Feinden schadet als auch die Gruppe heilt. Phoebe hingegen ist eine starke Kämpferin, die mit Würfen arbeitet und Dhar kann sein riesiges Schwert mit Erdkraft verstärken. Verschiedene Gruppenkombinationen auszuprobieren, stellt einen großen Teil des Gameplays dar, zumal einige Gegner immun gegen manche Attacken bestimmter Charaktere sind.

Jedes Partymitglied wird einem Button zugeordnet. Hat sich die Leiste unter einer Figur gefüllt, kann auf Knopfdruck mit ihr angegriffen werden, wobei in Kombination mit verschiedenen Richtungstasten verschiedene Attacken möglich sind. Mit jeder Aktion füllt sich außerdem eine spezielle Leiste namens Iddhi, mit der besonders starke Spezialattacken ausgeführt werden können. Die Gegner greifen ebenfalls in regelmäßigen Abständen an. Diese Attacken kann man auf verschiedene Arten versuchen zu blocken. Hält man die Schultertaste gedrückt, blockt die gesamte Gruppe, aber das Iddhi wird dadurch extrem schnell verbraucht. Geschickter ist es in der Regel, einen angegriffenen Charakter einzeln blocken zu lassen. Passiert das genau im richtigen Moment, kann außerdem auch etwas Lebensenergie wieder aufgefüllt werden. In Bosskämpfen muss oftmals auch die Umgebung in die Strategie mit einbezogen werden. So fliegt ein Boss beispielsweise am oberen Bildschirmrand und muss erst einmal erreicht und zu Fall gebracht werden, bevor in den normalen Kampfmodus gewechselt werden kann. Dadurch sind die Bosse sehr abwechslungsreich und bieten die wenigen fordernden Momente des Spiels.

Technik
Optisch ist Indivisible eine Wucht. Das fängt beim actionreichen Introvideo an und setzt sich vor allem in den detaillierten und penibel animierten Charakteren fort. Dialoge finden zwar lediglich in Form von unanimierten Charakterstandbildern statt, aber die Animationen in der Spielwelt selbst sind butterweich. Die gesprochenen Dialoge wurden gut vertont und alle Sprecher machen ihre Sache fabelhaft und hauchen ihren Figuren Leben ein. Die Kehrseite der technischen Medaille sind ein paar Bugs, von denen die ärgerlichsten waren, wenn das Spiel augenscheinlich nicht wollte, dass ich ein Areal betrete, für das ich noch nicht die richtigen Fähigkeiten hatte und Ajna unter dem Levelboden gespawnt ist. So ein Ladefehler trat leider nicht nur ein Mal auf und konnte nur durch das Laden eines früheren Spielstandes behoben werden. Diese Dinge werden hoffentlich noch gepatcht.

Quer durch die Kulturen
Die Geschichte fängt simpel genug als Racheplot an, doch bereits früh bemerkt man etliche Verweise vor allem auf den Hinduismus, aber auch andere Kulturkreise wurden als Inspiration herangezogen. Vor allem Ajna macht im Laufe der Geschichte eine innere Wandlung durch, die so manches Trope hinterfragt. Dennoch nimmt sich Indivisible niemals selbst zu ernst. Jeder Dialog steckt voller Humor und auch handlungsirrelevante NPCs in Städten geben immer wieder ihre Kommentare ab, die voller Anspielungen auf die Gaming- und vor allem Indie-Szene sind. Alle der spielbaren Charaktere - und wie gesagt, sind das über 20 - haben ihre eigene Persönlichkeit mit ihren eigenen Motiven und charakterlichen Eigenarten.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Indivisble macht fast alles richtig. Es sieht wunderschön aus, es hört sich gut an, ist humorvoll und bietet sowohl ein ausuferndes Metroidvania-Gameplay als auch ein immer wieder abwechslungsreiches Kampfsystem mit über 20 Partymitgliedern. Lediglich der vor allem gegen Ende hin immer weiter abnehmende Schwierigkeitsgrad und ein paar lästige Bugs trüben den Gesamteindruck ein wenig. Das sollte aber niemanden daran hindern, mit Ajna und ihren Gefährten auf einen Selbstfindungstrip zu gehen und knappe 30 Stunden in dieser von vielen Kulturen inspirierten Welt zu verbringen.

Indivisible - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.1875 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.1875
  • Wunderschön animiert
  • Riesige Metroidvania-Gebiete
  • Über 20 spielbare Figuren
  • Abwechslungsreiches Kampfsystem
  • Tiefgehende Geschichte
  • Schwierigkeitsgrad fällt stark ab
  • Lästige Bugs

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Rezension vom: 27.10.2019
Kategorie: Rollenspiele
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