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Daemon X Machina

Entwickler: Marvelous
Publisher: Nintendo

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: Switch

Inhalt:
logo

Nachdem ein Teil des Mondes auf den Planeten gekracht ist, wurde eine dunkle Energie freigesetzt, durch die Künstliche Intelligenzen sich gegen ihre Schöpfer wandten. Die Menschheit schlägt so zurück, wie sie es gewohnt ist: sie baut große Roboter, die von Piloten gesteuert werden, um sich gegen den übermächtigen Feind zur Wehr zu setzen. In Daemon X Machina übernehmen wir die Rolle eines solchen Piloten und dringen dabei tief in die Ränkespiele zwischen konkurrierenden Konzernen und den Kampf gegen die KI ein.

Meinung:


Als Neuling bekommen wir einen kleinen Standard-Mech (hier Arsenal genannt) gestellt, mit dem wir uns in unsere ersten Prüfungen stürzen. Unser Arsenal ist voll modifizierbar, was sowohl die Ausstattung als auch die Optik angeht. Das komplette Farbschema kann individualisiert werden und durch das Erledigen bestimmter Aufgaben können Sticker freigeschaltet werden. Neben einer Vielzahl an auffindbaren Waffen, die unter anderem Maschinengewehre, Pistolen, Flammenwerfer, Scharfschützengewehre, Schilde und Schwerter umfassen, können auch jegliche "Körperteile" ausgewechselt und verstärkt werden. Neue Arme und Beine sorgen für bessere Angriffskraft, ein starker Rumpf hält mehr Schaden aus und ein neuer Kopf kann womöglich weiter sehen als sein Vorgänger. Der eingebaute Chipsatz legt fest, wieviel Energie uns zur Verfügung steht.

Up your Arsenal
Wir können vier Waffen mit ins Gefecht nehmen, zwei für jeden Arm, zwischen denen wir frei wechseln können, sowie eine Schulterwaffe wie etwa einen Satz Raketen. Aber nicht nur unser Arsenal kann aufgewertet werden. Auch der Pilot selbst kann sich upgraden lassen. Das geht zwar auf Kosten unserer Menschlichkeit, aber was man tut man nicht alles, um die Welt zu retten? Während der Missionen kann man nämlich auch seinen Arsenal verlassen und zu Fuß die Gegend unsicher machen. Allerdings empfiehlt es sich selten, gegen die KI als kleiner Mensch ins Feld zu ziehen.

Die Leere des Raums
Im Hangar nehmen wir unsere Vorbereitungen für die anstehenden Missionen vor. Leider ist der Hangar mit Ausnahme von ein paar regungslosen NPCs (inklusive eines Hundes, mit dem sich nichts anfangen lässt) komplett leer. Da hätte man auch eine einfachere und übersichtlichere Menülösung finden können. Neben der Ausstattung des Arsenal, dem Weiterentwickeln unseres Piloten und der Forschung nach neuer Ausrüstung gibt es auch einen Eisladen, in dem wir uns vor einer Mission einen Snack gönnen können, um unsere Statuswerte kurzzeitig zu erhöhen.

Mech Attack
Den Löwenanteil des Gameplays nehmen aber die Missionen ein. Diese sind eingeteilt in Story Missionen und Freie Missionen. Freie Missionen können optional angenommen werden, um ein wenig Geld und Ausrüstung zu sammeln, während Story Missionen die Geschichte vorantreiben. Manche Missionen bestreiten wir allein, in einigen bekommen wir Unterstützung durch andere Piloten und manchmal können wir selbst weitere Piloten anheuern, um uns zu helfen. In Third Person-Ansicht geht es auf das abgegrenzte Schlachtfeld, auf dem wir uns durch Horden von KI ballern. Unser Arsenal kann fliegen und nimmt Gegner in Reichweite automatisch in Visier. Kleine KI bilden für uns kaum ein Hindernis und verursachen selten Kratzer im Lack, gefährlicher sind da schon von feindlichen Piloten gesteuerte Arsenals und die großen, Immortal genannten KI. Zum Glück sind auf dem Schlachtfeld immer wieder Heiltanks platziert, die nach Beschuss für kurze Zeit ein kleines Heilfeld entstehen lassen. Abgeschossene Arsenals können außerdem geplündert werden, um neue Waffen und Ausrüstung zu finden. Nach Abschluss einer Mission kann man noch ein wenig das Schlachtfeld nach restlichem Loot absuchen, bevor es zurück in den Hangar geht.

Wer ist das und was will er?
Die Geschichte findet in Form von Zwischensequenzen zwischen und während der Missionen statt. Hier lernen wir die anderen Piloten und ihre Auftraggeber, die um die Kontrolle des Kampfgebietes ringenden Konzerne, kennen. Sprachausgabe gibt es wahlweise auf Englisch oder auf Japanisch, allerdings sind die Dialoge durch die Bank weg grauenhaft. Keine Figur ist sympatisch, keine Unterhaltung klingt natürlich und die gesamte Geschichte ist komplett vorhersehbar und wenig interessant. Hinzu kommt, dass mit Animationen gespart wird. Zu Figuren, die keinerlei Mimik haben, lässt sich nur schwer eine Beziehung aufbauen. Leider hat kein Charakter mehr als eine stereotypische Eigenschaft zu bieten. Wirkliche Persönlichkeiten, an die man sich zwei Tage später noch erinnert, sucht man hier vergeblich. Das wäre nicht allzu tragisch, wenn die Gespräche nicht permanent während der Missionen fortgesetzt würden. Es vergeht selten viel Zeit in einer Mission, bevor nicht jemand anfängt, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Die ist selten interessant und selbst wenn sie es wäre, ist es schwierig, sich sowohl auf die Action als auch auf die Unterhaltungen zu konzentrieren. Das gilt besonders, wenn man sich dazu entschieden hat, die japanische Sprachausgabe mit Untertiteln zu wählen. So verkommt der Versuch, die Story voranzutreiben, zu einem matschigen Geräuschebrei während der Missionen.

Pulsierende Welten
In puncto Design kann Daemon X Machina ordentlich auftrumpfen. Die lebhaften, beinahe neonartigen Farben sowohl der Mechs als auch in der Umgebung schlagen auf die Sinne ein. Die Welten bieten viel Abwechslung und vor allem die Lichteffekte bringen ein fantastisches Zusammenspiel der Farben, das beeindruckt. Trotz dieser Pracht und einer Vielzahl von Gegnern auf dem Bildschirm kam es nie zu Framerate-Einbrüchen, allerdings wird die Grafik im Handheldmodus ein wenig runtergeschraubt. Das HUD kann individuell eingestellt werden, was durchaus Sinn macht, um die schicke Grafik ordentlich zu bestaunen, da viele Elemente relativ unwichtige Informationen transportieren. Auf der Soundebene gibt es neben der Sprachausgabe und genretypischen Soundeffekten einen rockigen Metal-Soundtrack, der zu der Action wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Daemon X Machina ist definitiv ein Action-Kracher. Wer sich mit einem vollkommen individualisierbaren Mech durch Gegnerhorden ballern will, wird hier seinen Spaß und einiges zu tun haben. Die farbenfrohe Grafik holt einiges aus der Switch raus und der Soundtrack ballert genauso stark aus den Boxen wie der Mech in die KI. Allerdings sollte man keine Erwartungen an die vorhersehbare Story und die flachen Charaktere stellen. In dem Bereich ist Daemon X Machina leider ein absoluter Blindgänger.

Daemon X Machina - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.25
  • Pure Mech-Action
  • Vollkommene Individualisierung
  • Prächtige Grafik
  • Harter Soundtrack
  • Vorhersehbare Story
  • Flache und nervige Charaktere

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Rezension vom: 24.09.2019
Kategorie: Action
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