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They are Billions

Entwickler: Numantian Games
Publisher: Numantian Games

Genre: Strategie
USK Freigabe: Downloadspiel ohne USK-Prüfung
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
logo

Ein wenig Echtzeit-Strategie, Steampunk-Optik, ein großes Bisschen Tower Defense und Zombies, denn Zombies gehen immer. Was zunächst im Early Access-Programm von Steam lediglich mit einem Überlebensmodus begann, ist mittlerweile zu einem vollständigen Spiel inklusive Kampagne herangereift (zumindest am Computer) und erscheint nun auch für die aktuelle Konsolengeneration von Sony und Microsoft. Leider, und dieser große Wermutstropfen sei schon zu Beginn verraten, noch ohne den bei einem Strategiespiel ohne Tutorial doch so nötigen Kampagnenmodus (Stand: 11. Juli 2019).

Meinung:


Die Erstveröffentlichung von They are Billions bei Steam fiel in das Weihnachtsgeschäft 2017 und ist somit schon anderthalb Jahre her. Kürzlich wurde nun mit einem Trailer eine vollständige Kampagne unter dem Titel The new Empire nachgeschoben. Numantian Games war vom Erfolg des Spiels positiv überrascht und konnte somit eine recht umfangreiche Kampagne für das Indiespiel in Angriff nehmen — geplant sind 40-50 Stunden Spielzeit.

Stolpersteine für Konsolenbesitzer
Die freundlicherweise vom Entwickler zur Verfügung gestellte Konsolenversion enthält derzeit den Survival-Modus auf verschiedenen, teilweise freischaltbaren Karten und einen Karteneditor. Auf die Kampagne muss man aber noch warten. Da das Spiel leider über keine andere Tutorial-Variante oder etwas Ähnliches verfügt, fällt der Einstieg recht schwer. Man muss viel in Infoboxen oder einer Art Glossar lesen.

Zugegeben, schon nach wenigen Minuten war ich das erste Mal kurz davor, entnervt den Controller aus der Hand zu legen, bis ich in den Update-Neuigkeiten von Microsoft gelesen habe, dass die Xbox nun für einige Titel Maus und Tastatur unterstützt. Und das sogar kabellos mit meiner Logitech-Kombi-Ausstattung — perfekt! Von da an ging der Spielspaß steil bergauf. Mit dem Controller ist man einfach nicht schnell genug beim hin und her springen auf der Map zwischen den verschiedenen Brennpunkten und man kann keine Shortcuts für wichtige Gebäude und/oder Einheiten verwenden.

Trial and Terror
Als diese technische Hürde überwunden war, galt es herauszufinden, wie das Spiel funktioniert: Im Survival-Modus geht es darum, eine Siedlung aufzubauen und eine bestimmte Anzahl an Tagen zu überleben. So weit, so klar. Wenn Zombies Gebäude „einnehmen“, werden deren Bewohner auch zu Zombies und das Ganze wird schnell unkontrollierbar — auch klar (nachdem meine erste Siedlung zu einer Filiale der Walking Dead-Darsteller geworden war). Von da an musste ich leider viel per trial and error herausfinden: Es gibt genretypisch verschiedene Ressourcen, die es abzubauen bzw. anzubauen oder zur Verfügung zu stellen gilt (Nahrung, Holz, Stein, Öl, Energie und Bewohner). Alles muss immer im benötigten Maß vorhanden sein, sonst herrscht Stillstand und das ist angesichts stetig größer werdender Zombiehorden, die gegen anfangs noch recht bröcklige Wehranlagen branden, ein Todes- oder vielmehr Untodesurteil.

Während Nahrung, Holz und Stein recht intuitiv mit Grundkenntnissen aus Age of Empires und Konsorten zu beschaffen sind und man mehr Siedler durch das Bauen von Hütten bekommt (Achtung: mehr Siedler benötigen wiederum mehr Nahrung und so weiter), ist die Sache mit der Energie ein erster Stolperstein. Man benötigt einerseits Energie als permanent produzierte Ressource, wie es etwa bei Command & Conquer der Fall war. Darüber hinaus aber muss man Türme zur Energieversorgung bauen, um das mögliche Bauland zu erweitern. Einmal verstanden ist das kein Hexenwerk. Zwischen einigen Häusern sollten beispielsweise immer einige Felder für später hinzukommende Support-Gebäude frei sein. Gut, wenn man das vorher weiß. Einige der Gebäude ermöglichen ebenfalls genretypisch Forschungen, mit denen wiederum neue Baumöglichkeiten freigeschaltet werden. In der Kampagne ist das stattdessen durch einen Technologiebaum gelöst.

Schick-düstere Postapokalypse mit weiteren Wermutstropfen
Vieles ist sehr stimmig am zweiten großen Titel der Entwickler von Numantian Games (zuvor Lords of Xulima — ein klassisches Rollenspiel). Da ist zunächst die bereits erwähnte postapokalyptische Steampunk-Optik zu nennen, bei der sich sowohl die öden Landschaften als auch die Gebäude zu einem sinnvollen Ganzen verbinden. Doch auch wenn das alles ganz hübsch aussieht: das wahre Schmankerl des Spiels sind sowohl spielerisch als auch optisch die stetig größer werdenden Horden Untoter.

Eigentlich kämen an dieser Stelle lobende Worte über das Sounddesign, denn neben einem stimmigen Soundtrack, der bereits das Startmenü aufwertet, sind auch die Effekte gelungen… würden sich nicht immer wieder eigene Einheiten oder Zombies bei der Wegfindung an Wällen, Toren oder kleineren Gewässern aufhängen und dort über Stunden immer wieder die gleichen Schreie ausstoßen. Zu nervig, um es zu ignorieren, und zu unwichtig, um das Spiel bei Tag XY von vorne zu beginnen. Vielleicht zählt das auch zu den Kinderkrankheiten, die zusammen mit einem Patch, der die Kampagne nachliefert, behoben werden.

Die Kontrahenten
Sowohl auf Seiten der Untoten als auch bei der Abwehr gibt es verschiedene Einheiten. Am Anfang verfügt man über flinke, aber lebenspunktarme Jäger, die mit Pfeil und Bogen einzelnen Zombies den Garaus machen können, und über Soldaten, die mehr Feuerkraft haben, aber auch deutlich langsamer sind. Später kommen etwa Soldaten mit Flammenwerfern oder Scharfschützen dazu und aus einfachen Holztürmen werden steinerne Abwehrwälle und schließlich selbstständig schießende Anlagen. Die ehemals Lebenden sind ganz ähnlich aufgestellt. Während die breite Masse langsam voran schlurft, gibt es auch einzelne Exemplare, die plötzlich schnell rennen, und später wahre Kugelfresser oder sogar fliegende Gegner unter den Angreifern (es empfiehlt sich, bestimmte Einheiten wie Scharfschützen im Verhalten so einzustellen, dass zunächst der stärkste Gegner anvisiert wird). Da beständig Ressourcenknappheit herrscht, gilt es auch, die vorhandenen Einheiten clever einzusetzen, etwa indem man Patrouillenrouten festlegt, Türme geschickt aufstellt und mit Einheiten bemannt und die Siedlung vorausschauend baut.

Während zu Beginn nur vereinzelt orientierungslose „Infizierte“ durch die Gegend und ins Sperrfeuer der Jäger/Soldaten taumeln, folgen mit der Zeit Wellen, die mit einer Himmelsrichtung kurz zuvor angesagt werden. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann schnell exponentiell an. Das Spiel verzeiht nicht viele Fehler und die fehlende Autosave-Funktion untermauert dieses Gefühl der permanenten Herausforderung noch. Ein Feature, das man aktiv nutzen sollte, um nicht allzu schnell überrannt zu werden, ist die Pause-Funktion, während der man diverse Anweisungen geben kann, etwa, um die Basis umzustrukturieren oder zu erweitern.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel Ohne richtiges Tutorial ist der Einstieg ziemlich hart. Man wird allerdings mit spannenden, teilweise mehrstündigen Survival-Partien im stimmigen Steampunk-Postapokalypse-Setting belohnt. Technisch gibt es noch Luft nach oben, was die Wegfindung und einige Funktionen, wie etwa Tore in den Wällen, angeht und natürlich freuen sich auch Konsolenspieler auf die Kampagne. Toll ist die Unterstützung von Maus und Tastatur an der Konsole.

They are Billions - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.25 Grafik: 7.00
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.25
  • Zombies und Steampunk
  • Spannender Mix aus Tower Defense und Echtzeit-Strategie
  • Gutes Ressourcen-Balancing und clevere Spielmechaniken
  • Bugs beim Sound bzw. der Wegfindung
  • Bis dato keine Kampagne auf der Konsole (oder anderes vollwertiges Tutorial)

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Rezension vom: 17.07.2019
Kategorie: Strategie
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