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Irony Curtain: From Matryoshka with Love

Entwickler: Artifex Mundi
Publisher: Artifex Mundi

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 19,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
irony_curtain_logo

Artifex Mundi
– wenn man den Namen hört, denkt man direkt an ihre beliebten Wimmelbildspiele. In der Tat haben wir davon in den letzten Monaten und Jahren schon einige Konsolenportierungen testen dürfen, wobei ein Satz immer wieder fiel: „Es ist vielmehr ein Adventure, als ein Wimmelbildspiel“. Allem Anschein nach haben die Jungs und Mädels der polnischen Spieleschmiede dies gelesen und haben nun tatsächlich ein waschechtes Point-and-Click-Adventure herausgebracht. Ob dieses gelungen ist oder ob man sich doch lieber weiterhin mit dem beschäftigen sollte, was man seit Jahren ausgezeichnet macht, erfährst Du in diesem Test.

Meinung:

Irony Curtain: From Matryoshka with Love, wie Artifex Mundis erstes echtes Point-and-Click-Adventure heißt, ist nicht gerade ein Titel, der locker über die Zunge geht. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Denn was hinter diesem Namen steckt, ist Point-and-Click-Adventure in seiner guten alten Form, wie man sie sonst von LucasArts kannte bzw. aktuell von Dadedalic kennt.

Tolles Setting und viel Humor
Dazu gehört natürlich auch eine gute Story. Dass die Polen dies können, haben sie ja auch schon in ihren Zahlreichen Wimmelbildspielen unter Beweis gestellt, die stets mit einer netten Geschichte aufwarten. Es ist also wenig überraschend, dass dies auch hier der Fall ist. Diesmal verschlägt es uns in die Zeit des Kalten Krieges, wo wir in die Haut von Evan schlüpfen. Evan ist ein etwas vertrottelter Journalist, der im kapitalistischen Westen die kommunistische Zeitung „The Daily Worker Monthly“ herausbringt. Obwohl seine Zeitung auf wenig Gegenliebe stößt, wird er dennoch zur RedEx-Konferenz eingeladen, wo er die Vorteile des Kommunismus darstellen soll. Dass er das anhand des kommunistischen Vorzeigestaates Matryoshka macht, trifft auf wenig Begeisterung. Eine Person interessiert sich aber sehr für Evans Ansichten, nämlich Anna, die, wie sich schnell herausstellt, eine Agentin aus Matryoshka ist. Sie lädt Evan in ihr Land ein, weil er angeblich dringend gebraucht wird. Evan stimmt natürlich sofort zu, was er aber bald schon wieder bereut. Denn das bizarre kommunistische Land und dessen geheimnisvoller Oberster Führer scheinen einige Geheimnisse zu bergen, die er nun versucht aufzudecken.
Gerade weil Artifex Mundi bisher eher für ernstere oder mystische Geschichten bekannt war, muss man ihnen für diese Geschichte ein großes Lob aussprechen. Die Geschehnisse rund um Evan und das bizarre Land Matryoshka können in Sachen Humor nämlich locker mit den großen LucasArts- und Daedalic-Adventures mithalten. Die 21 handgemalten Handlungsorte strotzen nur so vor skurrilen Charakteren, überzeichneten Klischees des Kalten Krieges und kleinen Easter Eggs (von denen es laut Entwickler ganze 1951 geben soll), weshalb quasi keine Minute vergeht, in der man nicht zumindest zum Schmunzeln gebracht wird. Passend dazu geben sich auch die englischen Sprecher allergrößte Mühe, mit einem extrem übertriebenen russischen Akzent zu sprechen – was ihnen auch auf wunderbare Art und Weise gelingt. Interessanterweise spricht die gemeine Landbevölkerung aber mit einem Südstaaten-Akzent, was den ganzen innenpolitischen Aufbau von Matryoshka natürlich noch bizarrer erscheinen lässt. Lustig ist es aber allemal. Allerdings sollte man, um wirklich alle Witze mitzubekommen, gute Englischkenntnisse mitbringen. Zwar gibt es auch deutsche Untertitel, doch da kommen lang nicht alle Witze so gut rüber.

Klassisches Gameplay
Nicht nur beim Humor hat man sich LucasArts und Daedalic als Vorbild auserkoren, auch in Sachen Gameplay geht man deren klassischen Weg. Heißt im Klartext: Es erwarten einen einige Dialoge und natürlich zahlreiche Rätsel. Leider kann man gerade bei Letzteren nicht mit den großen Vorbildern mithalten. Zwar sind einige Rätsel wirklich gut gelungen, andere wiederum sind viel zu kurz und einfach geraten. Dafür kann aber deren Abwechslung überzeugen. Von Kombinationsrätseln bis hin zu Bilderrätseln à la Wimmelbildspielen ist hier eigentlich so gut wie alles vertreten, wodurch die 8-10 Stunden auch spielerisch nie langweilig werden. Hinzu kommt eine wirklich gut funktionierende und intuitive Controller-Steuerung (wir haben die Xbox One-Version des Spiels getestet), die stets volle Kontrolle über das Spiel gewährt. Wenn die schwankende Qualität der Rätsel nicht wäre, gäbe es also auch in Sachen Gameplay nichts auszusetzen.

Russische Klänge

Bleibt am Ende noch der Sound. Dass die Synchronisation sehr gut gelungen ist, habe ich ja schon erwähnt. Dass aber auch der Soundtrack hervorragend ist, allerdings noch nicht. Doch genau das ist er. Nicht nur, dass die Musikstücke für sich genommen hervorragend sind, sie sind auch so dynamisch, dass sie die jeweilige Situation perfekt untermalen. Geht es lustig zu, ist auch die Musik verspielt. Geht es hingegen etwas dramatischer zu, wird auch die Musik etwas dunkler – und das alles immer mit typischen russischen Klängen versehen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Mit ihrem ersten echten Point-and-Click-Adventure haben Artifex Mundi sofort ins Schwarze getroffen. Zwar schwankt die Qualität der Rätsel ein wenig – das macht die skurrile und humorvolle Geschichte, die schon fast auf einer Stufe mit denen aus den klassischen LucasArts- und Daedalic-Adventures steht, aber wieder mehr als wett. Es vergeht quasi kein Moment, in dem man nicht irgendetwas Bizarres entdeckt. Und wenn tatsächlich mal nichts Lustiges zu sehen ist, gibt es ja auch noch die skurrilen Charaktere und deren tolle Vertonung, die zum Schmunzeln oder gar Lachen bringen.
Ich hatte mit Irony Curtain: From Matryoshka with Love auf jeden Fall rund zehn sehr unterhaltsame Stunden und kann das Spiel deswegen allen Freunden klassischer Point-and-Click-Adventures nur empfehlen!

 Irony Curtain: From Matryoshka with Love - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.50
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.5
  • Tolles Setting
  • 21 handgemalte Handlungsorte
  • Jede Menge Humor
  • Skurrile Charaktere
  • Gute Controller-Steuerung
  • Manche Rätsel sind zu einfach
  • Keine deutsche Sprachausgabe

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Rezension vom: 09.07.2019
Kategorie: Adventure
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