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Total War: Three Kingdoms

Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Sega

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,99 €

Systeme: PC

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 32 GB RAM, Amd Ryzen 5 1600X Six-Core Processor 3,60 GHZ, Radeon RX 580 8 GB

Inhalt:

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Das chinesische Kaiserreich ist dem Untergang geweiht. Geschwächt durch die Manipulationen der korrupten zehn Eunuchen ist es ein Land, welches zwischen den Protesten der Gelben Turbane und den Bemühungen der diversen Warlords zerrieben wird. Die Zukunft des Reiches ist ungewiss und hängt am Ende von dir ab.



Meinung:

Es geschah vor langer, langer, langer Zeit
In der gesamten Weltgeschichte gibt es kaum ein Land, das sich als Kit für den Zusammenhalt nicht auf bestimmte historische Reiche oder Ereignisse beruft. In Asien, besonders China, ist es die Zeit der Drei Königreiche, die von 220 bis 280 AD andauerte. Es handelt sich dabei um eine Epoche der Unruhe, in der die alte Han-Dynastie ihr Ende fand und es zu einem Bürgerkrieg kam, ehe dann die Jin-Dynastie an die Macht kam.

Bekannt wurde jene Phase vor allem durch die »Chroniken der Reiche«, die der chinesische Historiker Chen Shou im dritten Jahrhundert nach Christus niederschrieb. Das Werk wurde nicht nur in China populär, sondern auch in Korea und Japan. Vor allem im letzteren Land dient es wiederholt als Vorlage für viele Popkulturwerke, unter anderem diverse Videospiele, wie beispielsweise die Dynasty Warriors-Reihe von Koei Tecmo.

Jetzt nahm sich mit Creative Assembly ein westlicher Entwickler der Vorlage an. Wie es bei diesem Studio Tradition ist, wurde daraus ein Total War-Game entwickelt, nämlich Total War: Three Kingdoms. Wie es sich für die Reihe gehört, dreht sich hier alles darum, dass der Spieler eine Armee gegen eine andere schickt und dann die verschiedenen Einheitentypen gezielt einsetzt. Verschiedenste Truppenarten stehen zur Verfügung. Dabei gilt es auch zu bedenken, wie diese am besten genutzt werden. Es macht keinen Sinn, einen Pferdetrupp gegen Speertruppen zu schicken oder sie schon zu früh stürmen zu lassen, sodass sie dann über keine Stamina für den eigentlichen Sturmangriff verfügen. Ebenso wenig Sinn macht es, Bogenschützen schutzlos zu lassen, da sie gegenüber Nahkämpfern keinerlei Verteidigung besitzen.

Zeit für ein Duell!
Auch die jeweilige Umgebung gilt es, zu seinen eigenen Vorteilen zu nutzen. So mancher Angriff, den ich durchführte, war dann erfolgreich, wenn er aus dem Hinterhalt erfolgte. Insbesondere Wälder können vom Haupttrupp abgespaltene Einheiten verbergen, damit sie sich an den Gegner heranschleichen und in verheerendem Ausmaß für die so überraschten Feinde ihnen in den Rücken fallen können.

Für Kenner der Total War-Reihe ist das alles jedoch nichts neues. In der Tat erfindet Total War: Three Kingdoms das Rad im typischen Kampf Soldat gegen Soldat nicht neu. Im Gegenteil: Wer die Serie in ihren verschiedensten Inkarnationen bereits seit vielen Jahren spielt, wird sich hier schnell heimisch fühlen.

Doch es wäre falsch, dem Game dieselbe Stagnation vorzuwerfen, wie es bereits beim Vorgänger der Fall war, denn ein wichtiger Aspekt wurde massiv geändert. Den Generälen kommt im Game jetzt eine größere Rolle zu, als man es zuvor gewohnt war. Sie können Freundschaften bilden und im Kampfgeschehen gegen feindliche Feldherren zu einem Duell antreten. Bei letzterem kann man nicht direkt beeinflussen, wie sie attackieren, sondern nur günstige Voraussetzungen für einen Sieg erschaffen, indem man sie auflevelt und neue Fähigkeiten freischaltet. Immerhin lässt sich auf einen Blick erkennen, ob ein Sieg möglich ist und dementsprechend einem Duell entweder zusagen oder es ablehnen.

Normal oder übernatürlich?
Je nach Spielmodus wird eine Auseinandersetzung General gegen General normal ausgetragen oder episch übertrieben. Zu Beginn des Spiels hat man nämlich die Wahl, ob man lieber klassisch kämpft, wie man es aus anderen Total War-Teilen gewohnt ist oder aber im »Romance«-Mode antreten möchte. Dann verfügen die Generäle über übermenschliche Kräfte und greifen einander unter anderem mit starkem Wind an. Diese Übernatürlichkeit erinnert ein wenig an Total War: Warhammer und frischt das Gameplay auf. Das Gleiche gilt ebenso für die allgemeine Präsentation, wobei im klassischen Modus auf eine möglichst historisch genaue Darstellung Wert gelegt wurde.

Zu Beginn des Spiels hat man die Möglichkeit auszuwählen, welche Kampagne man spielt. Dabei wird je nach Führer unterschieden. So ist vor allem Cao Cao für Einsteiger sehr zu empfehlen. Je nach Wunsch kann man entweder nochmal ein Tutorial durchlaufen oder es sein lassen.

Egal, wie und wofür man sich am Ende entscheidet, wird man seinen Spaß haben. Die Neuerungen sorgen für frischen Wind und damit ebenso dafür, dass die Reihe sich weiterentwickelt, was für die Zukunft Mut macht.

Eine unglaubliche Grafik
Total War: Three Kingdoms schaut grandios aus. Vor allem im Vergleich zu den letzten Total War-Spielen wirkt das Game bunt und lebendig. Es strotzt nur so vor Details, was man auch daran sieht, dass während eines Kampfes jeder einzelne Krieger animiert worden ist. Doch diese Liebe zum Detail hat ihren Preis. Falls man den Titel nicht gerade auf einer SSD installiert, darf man sich auf lange Ladezeiten einrichten. Zum Glück treten diese im Gameplay an sich nur dann auf, wenn man die Szene ändert, das Game betritt oder einen Kampf lädt. Trotzdem stört das gewaltig und nervt, wann immer man länger zu warten hat.

Die gelungene optische Präsentation hört allerdings nicht nur beim Gameplay selbst auf. Auch alle anderen Aspekte, wie die Präsentation an sich, wissen zu gefallen. So ist die »Kleinigkeit«, dass der Skilltree als ein Kirschbaum dargestellt wird, ein Highlight und sorgt dafür, dass Total War: Three Kingdoms optisch einzigartig wirkt.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen
Total War: Three Kingdoms ist seit langem das erste gute Total War-Game mit historischer Grundlage. Das liegt vor allem an der Hervorhebung der Generäle, die dieses Mal eine wichtigere Rolle spielen. Sie können soziale Verbindungen eingehen und sich auf dem Schlachtfeld gegenseitig zum Duell auffordern. Das, in Kombination mit den unterschiedlichen Spielmodi, sorgt für Abwechslung und Auffrischung. Schade sind nur die langen Ladezeiten, die unnötig sind.


Total War: Three Kingdoms - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 9.25
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.75
Wertung: 8.75
  • Rolle der Generäle wurde verstärkt
  • Man kann entweder normal oder im "Romance Modus" mit übertriebenen Kräften spielen
  • Grandiose Grafik
  • Lange Ladezeiten

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Rezension vom: 03.07.2019
Kategorie: Strategie
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