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Trüberbrook

Entwickler: bildundtonfabrik
Publisher: Headup Games

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 28,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
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Noch vor seiner Veröffentlichung wurde das Point&Click-Adventure Trüberbrook nur so mit Vorschusslorbeeren überhäuft und wurde nicht nur zum erfolgreichsten deutschen Crowdfunding-Spielprojekt des Jahres 2017, sondern zum Beispiel auch schon vor dem offiziellen Release für den deutschen Videospielpreis als bestes deutsches Videospiel nominiert (den es dann auch gewann). Doch war all dies verdient? Unser Test wird es zeigen.

Meinung:

Die zahlreichen Vorschusslorbeeren verdiente sich die Kölner bildundtionfarbrik, die sich bisher ausschließlich als Fernsehmacher wie etwa vom Neo Magazin Royale oder der Netflix-Serie How to Sell Drugs Online (Fast) einen Namen machte und mit Trüberbrook nun an ihr erstes Videospiel wagte, vor allem durch die aufwendig gestalteten Kulissen, die bereits auf den ersten Screenshots für Furore sorgten. Die Fernsehmacher haben diese nämlich nicht einfach am PC erschaffen, sondern zunächst physische Modelle aus Pappmaschee und zum Beispiel kleinen Bäumen, die man sonst bei einer Modelleisenbahn nutzt, aufgebaut, diese dann mittels Photogrammetrie als 3D-Daten digitalisiert und sie erst dann am Computer nachbearbeitet. Wie aufwändig und zeitintensiv diese Arbeit tatsächlich war, haben die Entwickler in verschiedenen Making-ofs und Behind-the-Scenes festgehalten, die man sich auf den offiziellen Social Media-Kanälen ansehen kann (unbedingt machen!).
Diese ganze Arbeit hat sich aber gelohnt. Trüberbrook sieht nämlich nicht nur wunderschön, sondern durch dieses Verfahren auch einzigartig aus – was in der heutigen Zeit ja auch ein nicht ganz unwichtiges Kriterium darstellt.

Namhafte Sprecher
Die Macher haben sich aber nicht nur bei der Optik viel Mühe gegeben, auch die Synchronisation ist – und das nicht nur für deutsche Verhältnisse – erstklassig. Das liegt natürlich nicht zuletzt an den namhaften Sprechern, die man für das Projekt gewinnen konnte. Neben Jan Böhmermann sind auch Nora Tschirner, Dirk von Lowtzow und Dominik Wirth zu hören. Wenn man die englische Sprachausgabe wählt, bekommt man anstatt Wirt die Stimme von Justin Beard zu hören, was für einen interessanten als auch authentischen Mix aus perfektem Englisch und Englisch mit deutschem Akzent sorgt. Obwohl die Synchronisation – sowohl im Deutschen als auch Englischen – zumeist sehr gut gelungen ist, gibt es doch immer wieder einzelne Sätze, bei denen man ein wenig die Emotionen vermisst. Dies sind aber wie gesagt nur Ausnahmefälle. In der Regel ist die Synchro auf einem sehr hohen Niveau.

US-Physikdoktorand in der deutschen Provinz
Wie eingangs erwähnt, sorgte eben diese herausragende Technik für die großen Erwartungen, die bereits vor dem offiziellen Release in Trüberbrook gesteckt wurden. Doch wie sieht es nun mit dem wichtigsten Aspekt aus – dem eigentlichen Spiel? Kann dieses den hohen Erwartungen gerecht werden?
Bevor wir diese Farge endgültig beantworten, möchte ich zunächst einmal erläutern, worum es in Trüberbrook überhaupt geht, denn auch das wurde vor dem Release nicht ganz ersichtlich. In Trüberbrook schlüpfen wir in die Rolle des US-amerikanischen Physikdoktoranden Hans Tannhauser, der, auch wenn er es selbst nicht mehr weiß, wohl an einem Gewinnspiel teilgenommen hat und darüber nun eine Reise in das kleine, beschauliche, fiktive deutsche Kaff Trüberbrook gewonnen hat. Die Freude darüber währt aber nur kurz, denn bereits wenige Stunden nach seiner Ankunft werden ihm von einer mysteriösen Erscheinung seine Abhandlungen in Quantenphysik aus seinem Zimmer gestohlen. Gemeinsam mit der Paläoanthropologin Gretchen Lemke, die er zufällig kennenlernt, macht er sich auf, der Erscheinung zu folgen und seine Unterlagen wiederzubeschaffen. Was er dabei nicht ahnt: Die geisterhafte Erscheinung, die ihn bestohlen hat, bleibt nicht das einzig mysteriöse, das er bei der Rückholaktion antreffen wird...

Klassisches Point&Click mit Cheat-Modus
Obwohl die Story einiges an Mystery verspricht, bleibt die Spannung großteils auf einem eher überschaubaren Niveau. Das liegt zum einen am eher linearen Spielverlauf und zum anderen natürlich auch am Gameplay. Denn Trüberbrook ist ein Point&Click-Adventure in seiner klassischsten Form und die sind ja nun bekanntermaßen nicht gerade dazu geeignet, rasante Action darzustellen. So klickt man sich also in einem gemütlichen Tempo durch die verschiedenen Kulissen, immer auf der Suche nach Hinweisen und nützlichen Gegenständen. Da hilft es leider auch kaum, dass die Entwickler versucht haben, recht abwechslungsreiche Rätsel ins Spielgeschehen zu integrieren. Das ist den Machern zwar auch tatsächlich gut gelungen, sodass man immer wieder neue Aufgabentypen gestellt bekommt, doch leider fallen die Rätsel insgesamt viel zu leicht aus. Das wiederum liegt daran, dass man sich gegen ein klassisches Inventar ausgesprochen hat. Denn anstatt wie sonst bei Point&Clicks üblich, alle gefundenen Gegenstände aus dem Inventar an neuen Gegenständen auszuprobieren, werden einem hier alle nutzbaren Gegenstände angezeigt, sodass man diese nur noch auswählen muss. Für Genre-Neulinge ist dies natürlich geradezu perfekt, für gestandene Point&Click-Profis macht es die Sache aber viel zu einfach und nimmt ihnen obendrein auch noch das Gefühl, etwas selbst erreicht zu haben. So fühlt es sich nämlich immer so an, als ob man einen Cheat-Modus aktiviert hätte, zumindest war dies mein Eindruck.

Kinder-Modus an

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Steuerung. Auf dem PC muss man sich zwar auch an ein paar Umstellungen gewöhnen, wie etwa die, dass man Locations nicht einfach durch Doppelklick verlassen kann, sondern immer erst mit deren „Ausgang“ interagieren muss, doch das ist der Tatsache geschuldet, dass das Spiel eben auch für die Konsolen herausgebracht wurde und die Steuerung dementsprechend angepasst werden musste. Hier funktioniert die Steuerung auch wirklich hervorragend und intuitiv und lässt keinerlei Wünsche offen.
Ein letztes nettes Detail, das ich nicht unerwähnt lassen möchte, ist der Kinder-Modus, der es Eltern erlaubt, Trüberbrook auch problemlos mit ihren Kindern zu spielen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese irgendwelche nicht kindgerechten Dinge zu Gesicht bekommen. Mit aktiviertem Kinder-Modus werden nämlich einfach kurzerhand sämtliche Zigaretten, „Massagegeräte“ usw. aus dem Spiel gestrichen. Eine wirklich nette Idee, wie ich finde, die gerne Schule machen könnte.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Story und Gameplay von Trüberbrook bieten sicherlich nichts Neues und dennoch bleibt einem das Point&Click-Adventure der Neo Magazin Royale-Macher noch lange in Erinnerung. Grund dafür sind die Kulissen des Spiels, die mit soviel Hingabe und Herzblut in einem komplizierten Verfahren erstellt wurden und so beeindruckend ausschauen, dass sie für mich beinahe schon als Kunst durchgehen könnten.
Meiner Meinung nach ist Trüberbrook dadurch eines der schönsten Spiele überhaupt geworden und sollte von jedem zumindest mal angeschaut werden.

Trüberbrook - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 10.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 6.50
Wertung: 8.25
  • Wundervolle Kulissen
  • Namhafte Synchronsprecher
  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Sehr gute Controller-Steuerung
  • Kinder-Modus
  • Klassisches Point&Click-Gameplay ohne Überraschungen
  • Spannung kommt durch das Gameplay kaum auf
  • Rätsel zu einfach
  • Ab und zu wirkt die Synchro emotionslos

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Rezension vom: 26.04.2019
Kategorie: Adventure
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