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Warparty

Entwickler: Warcave
Publisher: Warcave

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 24,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
warparty_logo

Die aktuelle Konsolen-Generation hat vieles zu bieten, doch für Freunde von Echtzeit-Strategiespielen sah es mau aus. Das kleine, belgische Indiestudio Warcave möchte mit Warparty nun aber endlich für Abhilfe sorgen und hat sich dafür ganz offensichtlich ein paar der ganz Großen des Genres als Vorbild genommen.

Meinung:

PC-Spieler dürften Warparty bereits kennen, schließlich wurde das Spiel bereits vor rund einem halben Jahr über Steam veröffentlicht. Die nun verfügbare Konsolen-Version ist mit dieser weitestgehend identisch. Wie schon auf dem PC erwartet einen also auch hier ein RTS, das die Tradition klassischer Echtzeit-Strategiespiele wie Command & Conquer oder StarCraft weiterführt und deren über Jahre liebgewonnenen Spiel-Elemente und -Abläufe beinahe 1:1 übernimmt. Aus diesem Grund ist es auch wenig überraschend, dass sich die Story auch hier mal wieder darum dreht, dass die Erde nach einem verheerenden Krieg kaum noch Ressourcen aufweist und die letzten Fraktionen erbittert darum kämpfen.
Ein wenig innovativer kommen da schon die drei Fraktionen daher. Denn neben den sogenannten Wildländern, einer menschlichen Fraktion, die besonders effektiv Bauen und Dorfbewohner erstellen kann, gibt es nämlich auch noch die Necromancer und Virhara.
Die Necromancer stellen dabei ein düsteres Völkchen dar, deren Anführer Char es versteht, Untote für den Kampf zu beschwören. Die dritte Fraktion bringt aber die mit Abstand wohl außergewöhnlichste Fähigkeit mit sich. Die sogenannten Vithara sind nämlich ein echtes Naturvolk, das es geschafft hat, dass die Dinosaurier, die wieder auf der Erde herumlaufen, für sie in die Schlacht ziehen.

Kampagne = Tutorial
Wer alle drei Fraktionen kennenlernen möchte, dem sei die Kampagne ans Herz gelegt. Hier muss man nämlich nach und nach bestimmte Ziele für die Völker erfüllen. Wirklich spannend sind die drei Kampagnen nicht, dienen aber immerhin als eine gute Übung. Denn es gibt zwar eine integrierte und ausführliche Enzyklopädie, auf ein Tutorial wurde seitens des Entwicklers aber leider verzichtet, weshalb es sich also durchaus empfiehlt die Kampagnen dazu zu nutzen, die Besonderheiten der einzelnen Fraktionen genauer kennenzulernen. Diese unterscheiden sich nämlich nicht nur in ihren bereits genannten Fähigkeiten, sondern auch in anderen Dingen. So verfügen ihre Anführer zum Beispiel über unterschiedliche Kampfstärken. Zudem verfügt jede Fraktion auch über eigens designte Gebäude und Einheiten, die sich bis aufs Aussehen aber sonst kaum voneinander unterscheiden.
Was mir während der Kampagne wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass man einige Schlachten aus verschiedenen Blickwinkeln miterlebt. Zum Beispiel kämpft man einmal als Wildländer gegen die Necromancer, während man später in der Necromancer-Kampagne dieselbe Schlacht aus der Sicht der dunklen Fraktion erlebt.
Weniger angetan war ich hingegen davon, dass mitunter unverschuldete Aktionen dazu führen können, dass man eine Mission gänzlich neu starten muss. Besonders ärgerlich ist es, wenn dies kurz vor Schluss einer Mission geschieht. Es gibt nämlich leider keine Zwischenspeicherfunktion, weshalb man die gesamte Mission dann aufgrund eines Fehlers der KI, die zum Beispiel irgendetwas zerstört hat, was man normalerweise hätte beschützen sollen, noch einmal angehen muss.

Bekanntes Gameplay
Zum Glück stellt die Kampagne aber wie gesagt nur ein etwas größeres Tutorial dar. Das Herzstück des Spiels ist nämlich eindeutig der Skirmish-Modus, in dem man entweder gegen fünf KI-Gegner oder fünf andere Spieler antreten kann. Hier präsentiert sich Warparty wirklich sehr klassisch und bietet einem zum Beispiel zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten von der KI-Stärke, über Siegesbedingungen bis hin zur Ressourcenverteilung an. Auch spielerisch erwartet einen hier das gute alte C&C- oder StarCraft-Feeling. Genau wie in den RTS-Klassikern geht es nämlich auch hier darum, zunächst eine Basis zu errichten und sich genügend Ressourcen einzuverleiben, um so eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die die Gegner in den Kämpfen vernichtet. Die einzige kleine Besonderheit, die Warparty dabei ins Spiel bringt, sind die Schreine. Diese dienen nämlich als Energieversorgung, ohne die man keine Chance hat irgendetwas zu reißen. Folgerichtig muss man versuchen, die Schreine schnell zu entdecken und zu erobern. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, denn zum einen sind auch die anderen Fraktionen auf die Schreine scharf und zum anderen werden die Schreine immer gut von besonders starken Dinosauriern bewacht. Die Schreine sind also wahre Hotspots, die stets umkämpft sind und so immer wieder für spannende Momente sorgen.

Solide Technik
Ansonsten ist aber alles sehr klassisch, was auch den netten Nebeneffekt hat, dass sich Freunde klassischer Echtzeit-Strategiespiele sofort heimisch fühlen. Einzig und allein die Steuerung macht einem manchmal etwas zu schaffen. Gerade das Auswählen einer Gruppe von Einheiten entpuppt sich als etwas hakelig. Lobenswert ist dafür aber, dass man die Steuerung komplett selbst konfigurieren und alle Tasten somit nach eigenen Vorlieben belegen kann.
Die Grafik kann hingegen weitestgehend überzeugen. Der Comiclook passt meiner Meinung nach gut zum Spiel und von der Schräg-Oben-Perspektive sieht das, was auf dem Bildschirm abgeht, auch wirklich nett aus. Was man nicht machen sollte, ist heranzoomen. Dann erkennt man nämlich, dass es den Dinos und Einheiten doch an Details mangelt. Da man aber ohnehin immer den Überblick behalten muss, kommt man während des eigentlichen Spielverlaufs zum Glück so gut wie nie in die Verlegenheit, sich das Ganze etwas näher betrachteten zu wollen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist der für klassische RTSs so typische Chaos-Faktor, der auch hier perfekt herübergebracht wird. Es wimmelt nur so von Einheiten und überall sind irgendwelche Effekte zu sehen. Trotz dies Chaos' läuft das Spiel aber stets ruckelfrei, was gerade für ein Indiespiel wirklich bemerkenswert ist.
Was den guten Eindruck trübt, sind die viel zu kleinen Texte. Selbst auf einem großen Fernseher sind sie kaum lesbar – ich möchte mir kaum vorstellen, wie das erst auf einem kleinen Bildschirm sein muss. Ich hoffe sehr, dass Warcave das Problem auch erkennt und irgendetwas dagegen unternimmt, denn so ist es für manchen sicherlich kaum spielbar.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Nörgler werden sicherlich herummäkeln, dass Warparty das RTS-Genre nicht neu erfindet. Doch das will es ja auch gar nicht. Stattdessen soll es eine Hommage an die alten Klassiker wie Command & Conquer oder StarCraft sein und genau das ist den Jungs und Mädels von Warcave mit ihrem Spiel voll und ganz gelungen. Durch das altbekannte Gameplay und den so typischen Chaos-Faktor kommen sofort nostalgische Gefühle auf, die ich mir auf den aktuellen Konsolen gar nicht mehr erhofft habe.
Für Freunde klassischer Echtzeit-Strategiespiele ist Warparty deswegen auch ein wahrer Segen, den sie keinesfalls verpassen sollten. Aber auch diejenigen, die einfach zu jung für die genannten Klassiker sind und deswegen bisher noch nichts mit dem Genre zu tun hatten, sollten sich das Spiel auf jeden Fall einmal anschauen und sei es nur, um selbst zu erfahren, welche Faszination diese Art von Spiel erzeugt.

Warparty - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.625 Grafik: 6.50
Sound: 6.00
Steuerung: 6.50
Gameplay: 7.50
Wertung: 6.625
  • Klassisches RTS-Gameplay mit kleinen Besonderheiten
  • Dinos als Einheiten
  • Hübsche Comic-Grafik (herausgezoomt)
  • Integrierte Enzyklopädie
  • Skirmish-Modus
  • Kein Tutorial
  • Viel zu kleine Texte
  • Auswählen von mehreren Einheiten etwas hakelig
  • Aus der Nähe wenige Details

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Rezension vom: 04.04.2019
Kategorie: Strategie
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