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Stellaris Console Edition

Entwickler: Paradox Interactive
Publisher: Paradox Interactive

Genre: Strategie
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

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Seit jeher fristen Grand Strategy Games ein Nischendasein auf dem PC. Doch die Nachfrage nach einer Konsolenumsetzung war für Entwickler Paradox groß genug, um in Zusammenarbeit mit Tantalus Media das X4 Strategiespiel Stellaris auf die Xbox One und PS4 zu bringen. Konkret handelt es sich dabei um die PC Version 1.7. Im Vergleich: Auf Steam ist aktuell schon Version 2.2.4 erhältlich. Wichtig zu wissen, ist vor allem, dass das Spiel im Unterschied beispielsweise zur Civilization-Reihe nicht in Rundenform, sondern in Echtzeit abläuft. Es kommt dennoch keinerlei Stress auf, da es jederzeit pausierbar und das Spieltempo wählbar ist.



Meinung:

Das Universum und seine Spezies
Vor Beginn eines Spiels wählt man sein Volk und dabei beginnt bereits die Vielfalt des Spiels. Es gibt vordefinierte Spezies, sowie die Möglichkeit seine eigene Rasse von Grund auf individuell zu erstellen. Im Stil eines Rollenspiels kann man Name, Erscheinungsbild und Eigenschaften wählen und sogar der Anführer als Charakter selbst lässt sich nochmal designen.

Die Erkundung und Besiedlung beginnt!
Man startet auf seinem Heimatplaneten und beginnt sein System mittels Forschungsschiff zu erkunden. Dabei wird vor allem nach Ressourcen und bewohnbaren Planeten Ausschau gehalten. Außerdem können Anomalien entdeckt werden, die mithilfe eines Wissenschaftlers wahlweise erforscht, oder in Ruhe gelassen werden können. Die erfolgreiche Erforschung hängt von der Anomaliestufe und vom Level des Wissenschaftlers ab. Der nächste Schritt ist die Entsendung des Konstruktionsschiffes zum Bau von Bergbaustationen, um Ressourcen zu sammeln. Mit Kolonieschiffen werden die bewohnbaren Planeten dann besiedelt, wobei die Art des Planeten Einfluss auf die Zufriedenheit Ihrer Einwohner hat.

Die Größe der Galaxie ist mit 150 bis 600 Sternen beschränkt. Eine ordentliche Aufgabe diese zu erobern, doch insgesamt um einiges kleiner als die PC Fassung mit bis zu 1000 Planeten, wobei auf dem PC mithilfe von Mods die Größe sogar noch erweitert werden kann. Stichwort Mods: Aktuell bietet die Konsolenversion noch keine Modunterstützung.

Während die Schiffe beschäftigt sind, kümmert man sich um die Erforschung der Technologien, welche in die Kategorien Physik, Ingenieurswissenschaften und Gesellschaft unterteilt sind. Es gibt dabei nicht die klassischen Technologiebäume, sondern eine zufällige Auswahl an zur Verfügung stehenden Technologien, die uns je nach Situation, Spielstil und gewählter Spezies vorgeschlagen werden. Das bietet erfrischendes Spielgefühl und macht jedes Match einzigartig.

Seine Kampfflotte kann man ebenfalls individuell zusammenstellen. Es wird nicht ein fixes Schiff gewählt, sondern jedes Schiff ist zusätzlich modular aufgebaut und kann mit verschiedenen Waffen und Schilden ausgestattet und auf den Feind abgestimmt werden. Das Gameplay glänzt merklich mit einer extremen Vielfalt an Möglichkeiten, sein Imperium aufzubauen.

Es wird politisch!
Früher oder später stößt man beim Entdecken der Sternenkarte auf ein fremdes Volk. Wissenschaftler ermöglichen es, mehr über die vorerst noch unbekannte Rasse zu erfahren. Primitive Spezies können radikal versklavt oder aber auch friedlich zu einer eigenen Fraktion entwickelt werden, indem man seinen Technologiefortschritt teilt. Daraus ergeben sich zukünftig erste Vasallen.

Ab hier beginnt sich das Diplomatiesystem zu entfalten. Es gibt die Möglichkeit zum Handeln, Nichtangriffspakte zu schließen, aggressiven Expansionskrieg zu betreiben, friedlich gemeinsame Technologien zu nutzen, sowie Allianzen oder Föderationen zu gründen. Eine Allianz ist ein Bündnis aus mindestens zwei Spielern, wobei jeder Spieler im Fall einer anstehenden Kriegserklärung ein Vetorecht einlegen kann. Föderationen hingegen bestehen mindestens aus drei Mitgliedern und werden von einem Präsidenten geführt. Die Präsidentschaft wechselt dabei unter den einzelnen Mitgliedern und bietet den Zugriff auf die gesamte Föderationsflotte samt Technologien. Ein Vetorecht existiert hier im Vergleich nicht.

Um ein Mikromanagementchaos zu vermeiden, ist es in fortgeschrittenen Partien notwendig, seine Planeten in Sektoren zu unterteilen. Diese wiederum werden von KI-Gouverneuren befehligt. Als Spieler selbst kontrolliert man also nur eine Handvoll Planeten.

Leider ist das monotone Expandieren nach dem gleichen Schema im Mittelteil des Spiels etwas langatmig.

Es geht ins Endgame
Im späteren Spielverlauf wird mit zunehmender Größe des Imperiums auch die Innenpolitik relevant. Jede Bevölkerung steht der Regierung anders gegenüber, daher besteht bei Unzufriedenheit auch die Gefahr eines Bürgerkriegs. Schlimmstenfalls kann sogar ein ganzer Sektor rebellieren. Dadurch nimmt die Partie wieder Fahrt auf.

Außerdem wird man mit sogenannten Krisen konfrontiert. Diese treten unerwartet auf und ändern beinahe zwingend die Spielsituation. Beispielsweise kann bei übermäßiger Erforschung von KI-Technologie ein Roboteraufstand entstehen oder feindliche Völker aus fremden Galaxien plötzlich angreifen. Das Auftreten dieser Krisen kann allerdings bei Spielbeginn auch gänzlich ausgeschaltet werden. Damit verliert die Partie aber an Spannung und auch die Herausforderung ist nicht mehr gegeben.

Hat man die Krisen überwunden und die Galaxie soweit erobert geht man schließlich als Sieger hervor.

Der Elefant im Raum: Die Steuerung
Der wohl größte Stolperschein komplexer Strategiespiele auf der Konsole ist die Steuerung über ein Gamepad. Gerade in einem Paradox-Strategiespiel, in dem man einen kriegerischen Konflikt auch als Aufeinanderprallen zweier Excel-Tabellen vergleichen kann, ist eine übersichtliche Steuerung und Menüführung eine Herkulesaufgabe.

Die Menüsymbole sind kategorisch am Bildschirmrand verteilt und können trotz Ihrer Komplexität übersichtlich mittels Steuerkreuz aufgerufen werden. Über die Karte bewegt man sich gewohnt mit dem linken Analogstick, der rechte Stick dient zum Scrollen in Untermenüs.

Die Auswahl großer Flotten oder mehrerer Planeten gestaltet sich gewöhnungsbedürftig und man vermisst hier noch die komfortable Maussteuerung vom PC. Die visuelle Darstellung, wo man sich gerade im Menü oder auf der Karte befindet, ist ebenfalls manchmal verwirrend.

Der Wiederspielwert
Durch die große Auswahl an Völkern, die absolute Freiheit im Spielstil, sowie die Auswahl des Schwierigkeitsgrades ist der Wiederspielwert enorm hoch. Keine Partie gleicht der anderen! Für Hobbystrategen gibt es unzählig viele Möglichkeiten, das Universum zu erobern. Die plötzlich auftretenden „Krisen“ im Endgame, sorgen für spontane Wendungen und erfordern die Reaktion des Spielers.

Der Ironman Modus bietet abschließend die absolute Königsdisziplin: Dabei besteht eine Partie aus nur einem einzelnen Spielstand. Entscheidungen und deren Konsequenzen auf den Spielverlauf sind somit endgültig und die Möglichkeit eines zweiten „Savegames“ existiert nicht.

Leider beinhaltet die Version zu Release noch keinen Multiplayer, dennoch hat man auch im Einzelspielermodus genug Umfang um sich auszutoben.



Fazit:
Die Startphase in Stellaris ist dank Erkundung und Erforschung von Technologien sehr spannend und umfangreich. Für Einsteiger ist sie durchaus fordernd, für Genreveteranen sicher kein Problem. Die Vielfalt an Möglichkeiten sein Imperium zu regieren, Forschung zu betreiben, diplomatische Entscheidungen zu treffen… Es ist einfach für nahezu jeden Spielstil geeignet. Der spätere Spielverlauf wird allerdings zunehmend langwierig, nicht zuletzt durch das Warten auf genügend Ressourcen.
Die fehlende Modunterstützung ist auf Konsolen leider oft ein Problem, aber schon die veraltete PC Version 1.7 als Basis zu nehmen, lässt doch einige Wünsche offen.
Trotz gelungener Konsolenportierung eines absoluten PC-Genre-Vertreters, lässt sich eines nicht wegdiskutieren: Der Analogstick ersetzt keine Maus! Die mittlerweile offizielle Mausunterstützung auf der Xbox wäre für Stellaris eine absolute Bereicherung. Nichtsdestotrotz eine klare Empfehlung für Genrefans, die umfangreiche X4-Strategie auch auf der Couch erleben möchten.

Stellaris Console Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.125 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 6.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.125
  • vielfältige Volkauswahl samt Volk-Erstellungseditor
  • übersichtliche Menüdarstellung
  • hoher Wiederspielwert durch individuelle Spielstile
  • Ironman Modus für Hardcore Strategen
  • veraltete Spielversion 1.7 als Grundlage
  • fehlende Modunterstützung
  • teilweise zäher Fortschritt im Endgame
  • gewöhnungsbedürftige Steuerung

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Rezension vom: 03.03.2019
Kategorie: Strategie
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