Splashpages  Home Games  Rezensionen  Rezension  DiRT Rally 2.0
RSS-Feeds
Podcast
http://splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 2.906 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

DiRT Rally 2.0

Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One, Xbox One X

Inhalt:
dirt_rally_2_0

Mit DiRT Rally brachte Codemasters Ende 2015 einen Ableger ihres beliebten Arcade-Rally-Racers heraus, der vor allem PS-Profis ansprechen sollte. Der Erfolg und das beinahe gänzlich positive Feedback gaben ihnen Recht, dass genau so etwas gewünscht wurde. Etwas mehr als drei Jahre später dürfen sich Rallyfans wieder über eine neue Herausforderung freuen, denn seit Kurzem ist DiRT Rally 2.0 erhältlich.

Meinung:

Während das erste DiRT Rally quasi aus dem Nichts kam und die Erwartungen dementsprechend übersichtlich ausfielen, ist dies bei DiRT Rally 2.0 ganz anders. Mit dem ersten Teil im Hinterkopf erwarten die Offroad-Profis dieses Mal natürlich wieder detailgetreue Rally-Action, die sie an die Grenzen ihres Könnens bringt. Um es vorweg zu nehmen: All die Offroad-Profis können aufatmen, denn auch wenn DiRT Rally 2.0 zunächst etwas zugänglicher erscheint, trennt sich in der Karriere schon ab der zweiten Stufe die Spreu vom Weizen. Denn während man im Open-Cup den KI-Kontrahenten noch locker davon fährt, steigt die Lernkurve danach steil an und man muss sich schon kräftig konzentrieren, um mit ihnen bzw. ihren künstlich angelegten Zeiten mithalten zu können.

50 völlig unterschiedliche Boliden
Aber nicht nur die KI-Kontrahenten machen es den Anfängern schwer, erfolgreich zu sein. Auch die Steuerung ist nichts für Neulinge. Im Gegensatz zu den „regulären“ DiRT-Spielen, handelt es sich hier nämlich um eine reinrassige Simulation. Folgerichtig kommt es auf viel Fingerspitzengefühl an, möchte man die zahlreichen Pferdchen auch sauber über die Pisten bewegen. Besonders heraussticht, dass sich nicht nur die Autos der insgesamt zehn Klassen unterschiedlich anfühlen, sondern tatsächlich jeder der über 50 Boliden ein ganz eigenes Fahrgefühl entwickelt. So können sich selbst Fahrzeuge der gleichen Klasse vollkommen anders anfühlen. Apropos Autos: Da die offizielle WRC-Lizenz ja bekanntermaßen bei Bigben liegt, gibt es hier leider keine offiziell lizenzierten Fahrzeuge oder Fahrer der Rally-Weltmeisterschaft. Auf nahezu baugleiche Fahrzeuge darf man sich aber dennoch freuen. Obendrein darf man sich auch über Klassiker aus den 60ern oder die PS-starken Gruppe-B-Boliden freuen. Auf die Kit Cars, die noch im ersten Teil enthalten waren, muss man dieses Mal allerdings verzichten. Als Ersatz gibt es dafür aber die Klasse Rally GT, in der umgebaute Sportwagen zu finden sind. Obwohl es auch im realen Rallysport durchaus den einen oder anderen Fahrer gibt, der auf Sportwagen setzt, so wie etwa Olaf Dobberkau, der seit Jahren mit verschiedenen Porsche-Modellen die Rallyfans begeistert, merkt man den Fahrzeugen im Spiel aber doch an, dass sie eigentlich nicht für dieses Terrain gemacht sind. Wirklich nützlich sind Porsche 911 RGT Rally Spec, Ford Mustang GT4 oder Aston Martin V8 Vantage GT4 nur auf Asphalt-Pisten, wovon es allerdings nur ganz wenige gibt. Sobald man mit ihnen im Wald oder auf Schotter unterwegs ist, ist es hingegen selbst für eingefleischte Rallyprofis kaum möglich, sie zu bändigen.

Strecken sind (noch) Mangelware
An Strecken mangelt es momentan übrigens noch. Zwar sollen bald schon erste DLCs erscheinen, die dann mehr Abwechslung reinbringen, bis dahin muss man sich aber mit gerade einmal sechs Austragungsorten zufriedengeben. Dafür wurden diese aber sehr abwechslungsreich gestaltet. Anders als beim letzten normalen DiRT wurden die Strecken hier nicht aus Versatzstücken zusammengebastelt, sondern komplett händisch erstellt – und das merkt man ihnen auch auf jedem einzelnen Meter an. Das schöne dabei ist, dass die Strecken die Charakteristika der jeweiligen Länder gut rüberbringen. In Neuseeland erwarten einen beispielsweise steile Abhänge, während man in New England durch einen dichten Wald fährt. Auch Spanien mit seinen Asphaltstrecken sowie Australien mit seinem typischen roten Sand und den Zäunen erkennt man auf Anhieb. Schade ist allerdings, dass man sehr schnell alles gesehen hat, denn leider werden die Strecken in dem jeweiligen Land gerne mehrfach verwendet. Zwar werden sie dann mal rückwärts, im Dunkeln oder mit anderen Witterungsbedingungen befahren (plötzliche Wetteränderungen gibt es übrigens nicht), doch im Prinzip fährt man eben doch sehr oft dieselben Teilabschnitte.

RallyCross als Abwechslung
Für Abwechslung ist aber dennoch gesorgt, denn neben den klassischen Rallys beinhaltet DiRT Rally 2.0 noch einen zweiten Rallymodus. Die Rede ist vom RallyCross, also jenen Rennen, in denen sich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig auf kurzen Rundkursen mit unterschiedlichen Bodenbelägen harte Kämpfe um den Sieg bieten. Im Gegensatz zur WRC, stehen hier übrigens sämtliche Lizenzen zur Verfügung, weshalb nicht nur die echten Autos samt Fahrer aus der FIA World RallyCross Championship, sondern auch ihre originalen Austragungsorte zur Verfügung stehen. Wer möchte, kann hier also mit Johan Kristoffersons Volkswagen Polo R Supercar, Sebastien Loebs Peugeot 208 WRX oder Matthias Ekströms Audi S1 EKS RX Quattro über die originalgetreu nachgebildeten Strecken in Barcelona, Montalegre, Mettet, Lohéac Bretagne, Trois-Rivieres, Hell, Holjes und Silverstone rasen.
Auch wenn sich dieser Wettbewerb eventuell etwas einfacher anhören mag, trügt dies. Im Prinzip ist er sogar noch schwerer als die herkömmlichen Rallys. Schließlich fährt man hier nicht alleine gegen die Zeit, sondern gegen direkte KI-Kontrahenten, die keinen Meter Platz freiwillig verschenken. So wird hier geschubst und gerammt, was das Zeug hält. Nicht selten enden solche Kontakte in einem Dreher oder neben der Strecke. Da man hier natürlich, wie im gesamten Spiel, keine Rückspulfunktion zur Verfügung hat, muss man sich in solchen Situationen also entweder geschlagen geben oder das Rennen neu starten. Das kann mitunter schon mal recht frustrierend werden, vor allem wenn es in der letzten Kurve passiert. Nichtsdestotrotz sind die RallyCross-Rennen eine willkommene Abwechslung zu den herkömmlichen Rallys.

Ein Traum für Hobby-Mechaniker
Da es sich bei DiRT Rally 2.0, wie gesagt, um eine waschechte Simulation handelt, dürfen auch Tuning-Möglichkeiten nicht fehlen. Profis können hier auf vielerlei Hinsicht das Auto bzw. dessen Fahrverhalten optimieren. Wer keine Ahnung hat, welche Auswirkungen Veränderungen an der LSD-Vorbelastung oder am Getriebe haben, werden hingegen schnell überfordert sein. Zwar werden alle Punkte durch kleine Textfelder erläutert, doch auch damit werden Technik-Noobs nur wenig anfangen können. Immerhin gibt es aber auch Tuning-Optionen, die auch ohne großes Fachwissen das Auto schneller machen, so wie etwa die Wahl der Reifen. Denn auch diese darf man erstmals frei auswählen. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Mischungen kann dabei je nach Belag wirklich gravierend sein. Ein besonderer Clou: Reifen können auch während einer Etappe platzen, sodass man vor allem bei längeren Etappen auf jeden Fall Ersatz dabei haben sollte.
Ein geplatzter Reifen ist aber bei weitem nicht das einzige Problem, das sowohl den Spieler als auch die KI-Fahrer heimsuchen kann. Im Prinzip kann so gut wie jede Komponente an einem Wagen kaputtgehen. Gut, wenn man in der Karriere frühzeitig in seine Crew investiert hat, denn diese repariert Schäden in Windeseile.

Alternde Grafik-Engine
Obwohl das Spiel technische Schäden also sehr gut simuliert, sieht das bei den optischen Schäden leider etwas anders aus. Selbst nach heftigsten Unfällen mit Überschlägen sieht das Fahrzeug noch vergleichsweise gut aus. Ohnehin muss man sagen, dass die Grafik sicherlich nicht das Highlight von DiRT Rally 2.0 ist. Vor allem bei den Automodellen merkt man der Ego-Engine ihr Alter an, weshalb diese leider nicht ganz so detailliert daherkommen, wie man es mittlerweile von anderen Rennspielen gewohnt ist. Das bedeutet aber nicht, dass DiRT Rally 2.0 unansehnlich ist. Die Macher haben auf jeden Fall das Beste aus der Engine herausgeholt und vor allem in Sachen Lichtstimmung sehr gute Arbeit geleistet. Auch der sich verformende Bodenbelag kann überzeugen. Dabei sieht dieses gänzlich neue Feature nicht nur gut aus, sondern hat auch tatsächlich Einfluss aufs Fahrverhalten der Rallyboliden. Je weiter hinten man startet, durch desto größere Spurrillen muss man sich kämpfen. Eine gute Startposition ist also nicht verkehrt. Doch nochmal zurück zur Grafik. Ein Punkt, in dem sie noch vollends überzeugen kann, ist die Framerate. Das Geschehen läuft nämlich jederzeit butterweich, was bei einem so anspruchsvollen Rennspiel nicht gerade unwichtig ist.
Der Sound kann auch in weiten Teilen überzeugen. Vor allem die Motorensounds wissen zu begeistern. Aber auch der englischsprachige Co-Pilot Phil Mills, im realen Leben Beifahrer von Petter Solberg, hört sich sehr gut an und – was vielleicht noch wichtiger ist – seine Anweisungen sind immer auf den Punkt. Die deutsche Co-Pilotin gibt zwar auch ordentliche Anweisungen, allerdings wirkt sie dabei etwas lethargisch. Wer des Englischen mächtig ist, sollte hier also auf jeden Fall Herrn Mills auswählen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Rally-Fans dürfen sich freuen. Am Grundgerüst hat Codemasters nichts verändert, sodass auch DiRT Rally 2.0 wieder eine waschechte Rally-Simulation für hartgesottene Rally-Enthusiasten geworden ist. Im Vergleich zum ersten Teil ist der Simulationsgrad sogar noch einmal gestiegen. Dafür sorgen einige kleinere Neuerungen wie etwa der verformbare Boden oder die Auswahl an Reifen. Rally-Neulinge werden mit dem Spiel hingegen immer noch wenig Freude haben. Ein Tutorial gibt es leider genauso wenig wie etwa die Möglichkeit, Fehler durch zurückspulen ungeschehen zu machen, weshalb Neulinge spätestens ab dem zweiten Karriere-Cup einen langen Atmen benötigen. In Rally-Fans wird genau diese Herausforderung hingegen exzentrische Begeisterung hervorrufen und seien wir ehrlich: Für Neulinge gibt es genug andere Rally-Spiele, in denen sie ihren Spaß haben können. Also lasst DiRT Rally 2.0 denjenigen, die wissen, was sie hinter dem virtuellen Lenkrad machen.

DiRT Rally 2.0 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 8.00
Sound: 8.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.625
  • Eine echte Rally-Simulation
  • Detaillierte Tuning-Möglichkeiten
  • Reifenauswahl
  • Offiziell lizenzierter RallyCross-Modus
  • Über 50 Boliden aus verschiedenen Jahrzehnten
  • Autos nicht so detailliert wie in anderen Rally-Spielen
  • Sehr aggressiv fahrende KI
  • Plötzlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrades
  • Leider nur wenige verschiedene Strecken
  • GT-Fahrzeuge kaum zu bändigen

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 26.02.2019
Kategorie: Sport
«« Die vorhergehende Rezension
Yonder: The Cloud Catcher Chronicles
Die nächste Rezension »»
Stellaris Console Edition
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6