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Nickelodeon Kart Racers

Entwickler: GameMill Entertainment
Publisher: Maximum Games

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 33,98 €

Systeme: PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
nickelodeon

Die Zeichentrickserien von Nickelodeon gehörten wohl zu jeder Kindheit dazu. Während es heute die Turtles oder Spongebob Schwammkopf sind, die die Kinder unterhalten, waren es zu meiner Zeit die Rugrats oder Hey Arnold.
Für alle Jungen oder Junggebliebenen brachten GameMill Entertainment und Maximum Games kürzlich Nickeloden Kart Racers heraus, in dem die bekannten und beliebten Nickelodeon-Figuren in bester Mario Kart-Manier gegeneinander racen. Wie sich Spongebob, Tommy und Co. dabei schlagen, haben wir für euch getestet.

Meinung:

Wie ich eingangs schon erwähnte, gehörten die Cartoons von Nickelodeon zu meiner Kindheit dazu. Nur allzu gerne erinnere ich mich an die Abenteuer der Rugrats, Rockos modernes Leben, Die Ren-&-Stimpy-Show oder CatDog zurück. Dementsprechend groß war die Freude, all diese Charaktere in Nickelodeon Kart Racers wiederzusehen. Leider wurde diese Freude beim Erblicken der Fahrerauswahl aber jäh gestoppt. Anstatt aus dem riesigen Fundus zu schöpfen, haben es nämlich gerade einmal 12 Charaktere ins Spiel geschafft. Zwar sind darunter tatsächlich auch Tommy, Angelica und Reptar aus den Rugrats, aber von Rocko oder Ren & Stimpy ist weit und breit nichts zu sehen. Selbst aus aktuellen Produktionen fehlt es weitestgehend an Charakteren. Die einzigen, die dabei sind, sind die vier Schildkröten aus der aktuellen Teenage Mutant Ninja Turtles-Serie. Von den Pinguinen aus Madagascar oder Cosmo & Wanda fehlt hingegen jede Spur. Immerhin haben es aber die Nickelodeon-Ikone Spongebob Schwammkopf mit seinen Freunden Patrick und Sandy sowie Arnold und Helga aus Hey Arnold ins Spiel geschafft. Obwohl das zumindest ein kleiner Trost ist, ist die Fahrerauswahl dennoch eine herbe Enttäuschung.

Comicgrafik und nervige Musik
Etwas besser sieht es beim Blick auf die Kurse aus, davon gibt es nämlich immerhin 24 Stück. Bei genauerer Betrachtung fällt einem aber auf, dass einige davon einfach nur Varianten mit Glibber sind (was das zu bedeuten hat, erkläre ich gleich noch). Immerhin gibt es zu jeder im Spiel vertretenen Serie aber verschiedene Streckenlayouts, sodass man etwa immer wieder durch verschiedene Ecken von Bikini Bottom oder unterschiedliche Szenarien aus den Rugrats fährt. Die Gestaltung der Strecken ist dann auch ganz okay geworden, wenngleich man auch ein paar mehr Details hätte einbauen können. Zum Comicstil der Nickelodeon-Serien passt es aber insgesamt ganz gut.
Was gar nicht passt, ist hingegen der Sound. Bereits im Titelbild wird man von einer unglaublich nervigen Musik begrüßt, die an die schlimmsten 90er-Midi-Zeiten erinnert. Das kann man nicht mal mit einer großen Portion Nostalgie gutheißen – zumal einen die Musik die ganze Zeit über verfolgt und sich dabei immer wieder wiederholt. Zum Glück gibt es im Optionsmenü aber eine Möglichkeit die Musik auszustellen, die ich auch schnell ergriffen habe. Apropos Optionsmenü: Wer sich erhofft hat, hier nachsehen zu können, wie man das Spiel steuert, den muss ich enttäuschen. Mehr als die Lautstärke der Musik und Soundeffekte ist hier nämlich nicht einzusehen. Dabei gibt es durchaus zwei verschiedene Steuerungsvarianten, doch inwiefern diese sich unterscheiden, wird einem lediglich im Pausemenü verraten (es hat wirklich gedauert, bis ich dahinter gekommen bin). Zum Glück ist die Steuerungsvariante A aber alles andere als kompliziert und hält sich an die vorherrschenden Arcade-Racer-Gesetze, wenngleich die Steuerung in Sachen Präzision nicht ansatzweise mit einem Mario Kart oder einem seiner guten Klon mithalten kann.

Das ist alles nur kopiert

Was auf die Steuerung zutrifft, ist auch beim Gameplay zutreffend. Denn auch dieses bietet im Prinzip genau das, was man von einem Mario Kart-Klon erwartet: Kurze knackige Strecken, viele Zweikämpfe, Drift Boosts und natürlich verschiedenste Power-Ups, die in Kampfkisten versteckt sind. Am interessantesten sind aber sicherlich die Spezialangriffe, die dem jeweiligen Fahrer wirklich auf den Leib geschnittenen wurden. Sandy wirft etwa mit Eichelbomben um sich, Mikey wirft drei Nunchucks wie Bumerangs herum, Spongebob plättet den Erstplatzierten mit einem Mega-Bratenheber und Arnold setzt den nächstgelegenen Gegner mit einem Football außer Gefecht – um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Wie man an diesen Beispielen sieht, sind die jeweiligen Spezialangriffe in der Tat gelungen und sorgen für eine gewisse Abwechslung.
Neben den Spezialangriffen stellt der von mir bereits kurz angesprochene Glibber eine weitere elementare Spielfunktion dar. Durch das Durchfahren des Glibbers füllt man nämlich die sogenannte Glibberleiste auf, die einem dann wiederum einen Boost beschert. Auf manchen Strecken ist der Glibber bereits fester Bestandteil, in anderen muss man ihn aber erst aktivieren. Diese kleine Spielerei mit dem Glibber ist eine ganz nette Idee und sorgt tatsächlich für ein wenig Eigenständigkeit gegenüber anderen Mario Kart-Klonen. Das ist aber im Prinzip auch schon die einzige Besonderheit, die Nickelodeon Kart Racers zu bieten hat. In Sachen Spielmodi gibt es zum Beispiel nur Zeitrennen, einzelne Rennen und eine Karriere, die über mehrere Cups hinweg geht – insgesamt also wahrlich nichts Besonderes, zumal einen dabei zumeist ganz normale Rennen erwarten. Ab und an gibt es aber auch tatsächlich mal Rennvarianten wie etwa einen Hot Seat-Modus, in dem nach einer gewissen Zeit der jeweils Letztplatzierte aus dem Rennen genommen wird.
Im bis zu vier Spieler Multiplayer-Modus erwartet einen beinahe das Gleiche. Nur mit dem Unterschied, dass man hier gleich auf spezielle Rennen zurückgreifen kann und sich so auch in „Keine Beschränkung“ (wer als erster 10 Gegner getroffen und somit 10 Punkte erhalten hat, gewinnt), „Flaggeneroberung“ (man muss seine Flagge 15 Sekunden lang verteidigen, um einen Punkt zu erzielen. Wer zuerst drei Punkte hat, gewinnt) und „Fangen“ (ein Fahrer verliert Münzen, die anderen Spieler müssen sie einsammeln) mit seinen Kontrahenten messen.

Individuelle Karts

Was natürlich auch bei keinem Arcade-Racer fehlen darf, ist die Individualisierung der Karts. Selbstverständlich ist dies auch in Nickelodeon Kart Racers möglich und zwar in Form von verschiedenen Motoren, Reifen, Waffen und Farben. All das hat wie gewohnt auch Auswirkungen auf verschiedene Attribute wie Tempo oder Handling. Freigeschaltet werden die neuen Teile zumeist im Shop, in dem sie gegen Münzen, die man während der Rennen einsammelt, eingetauscht werden. Allzu große Auswirkungen darf man sich aber nicht erhoffen. Selbst wenn man die schlecht möglichste Konfiguration wählt, ist der Unterschied zu einem sehr gut ausgewählten Fahrzeug nämlich nur marginal.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Ich habe mich ehrlich auf Nickelodeon Kart Racers gefreut. Nicht nur, weil ich ein großer Fan von Arcade-Racern bin, sondern auch, weil ich als Kind sehr gerne Nickelodeon Cartoons gesehen habe. Wie toll wäre es also gewesen, mit meinen Helden der Kindheit auf verrückten Strecken herumrasen zu können? Dies geht hier natürlich, aber eben nur in einer sehr begrenzten Weise. Denn anstatt aus dem gesamten Portfolio zu schöpfen, haben es hier gerade mal 12 Charaktere aus vier Serien ins Spiel geschafft.
Auch sonst hat mich Nickelodeon Kart Racers leider sehr oft enttäuscht, denn auch wenn es sich, bis auf die Sache mit dem Glibber, an die gängigen Arcade Racer-Gesetze hält, fühlt es sich irgendwie nicht ganz so toll an, mit den Karts über die Strecken zu fahren. Vor allem im direkten Vergleich mit einem Mario Kart fehlte es mir hier an Präzision. Was mir sehr gut gefallen hat, sind hingegen die personalisierten Spezialangriffe, doch ob das ausreicht, um einen vom Kauf zu überzeugen? Das möchte ich einmal stark bezweifeln, vor allem weil es selbst auf der Xbox One und PS4 mittlerweile bessere Alternativen gibt – von der Switch einmal ganz abgesehen.

Nickelodeon Kart Racers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 4.625 Grafik: 6.00
Sound: 2.50
Steuerung: 5.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 4.625
  • Personalisierte Spezialangriffe
  • Glibber
  • 4-Spieler Multiplayer
  • Spezielle Multiplayer-Rennmodi
  • Steuerung etwas unpräzise
  • Wenige Charaktere aus lediglich vier Serien
  • Viele bekannte Charaktere fehlen
  • Nervige Musik
  • Keinerlei Sprachausgabe

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Rezension vom: 13.11.2018
Kategorie: Sport
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