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The World Ends With You - Final Remix

Entwickler: Square Enix
Publisher: Nintendo

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40 €

Systeme: Switch

Inhalt:
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Die Switch musste sich in letzter Zeit immer wieder anhören, eine Port- und Remake-Maschine zu sein, schließlich kamen neben etlichen Mobile-Titeln auch einige Wii U-Klassiker auf die Hybridkonsole. Auch SquareEnix möchte es sich nicht nehmen lassen, mit einer Neuauflage des beliebten DS-Titels The World Ends With You im Final Remix nochmal ein wenig Gewinn zu machen. Doch wie schlägt sich ein Spiel, dessen Prämisse bereits tief mit den zwei Bildschirmen der Ursprungskonsole verbunden ist?

Meinung:


Neku erwacht in Shibuya, Tôkyôs Unterhaltungsbezirk, und kann sich lediglich an seinen Namen erinnern. Die Menschen um ihn herum scheinen ihn nicht wahrzunehmen und plötzlich greifen auch noch seltsame Kreaturen an. Zum Glück trifft er auf Shiki, die ihm einen Pakt anbietet, durch den die beiden sich ihrer Feinde entledigen können. Beide sind Teilnehmer eines Spiels, an dessen Ende entweder die Auslöschung steht oder die Wiedererlangung eines persönlichen, wertvollen Gegenstandes. Jeden Tag steht für eine Woche lang eine neue Mission an und nicht nur die finsteren Reaper machen ihnen das Leben schwer.

Aufgehübscht
The World Ends With You konnte schon auf dem DS durch seine stylische Präsentation überzeugen. Der Zeichenstil hat etwas Graffiti-artiges und der poppige Soundtrack untermalt die flippigen Lokalitäten perfekt. Auf der Switch bekommen wir all das in einer höheren HD-Auflösung präsentiert, das Spiel sieht dank weicher Animationen sehr gut aus und die J-Pop-Stücke haben neue Remixe spendiert bekommen.

Eingeschränkt
Das Gameplay hat sich an den zwei Bildschirmen des DS orientiert, weswegen Neku sich mit einem Partner zusammenschließen muss, um die fiesen Noise in zwei Dimensionen gleichzeitig zu besiegen. Während Neku mit dem Touchpen auf dem unteren Bildschirm kämpfte, mussten über das Steuerkreuz Combos für seinen Partner auf dem oberen Bildschirm eingegeben werden. Dieser Aspekt fehlt nun leider komplett. Neku kämpft unter Zuhilfenahme von Pins, die vor dem Kampf ausgerüstet werden müssen und je nach Beschaffenheit durch unterschiedliche Gesten ihre Effekte auslösen. Um einen Eiszapfen aus dem Boden sprießen zu lassen, muss unter einem Gegner nach oben gezogen werden, während Neku eine heilende Sodadose leert, indem man auf ihn direkt drückt. Im Handheldmodus geht das noch ganz ordentlich über den Touchscreen, auch wenn der Touchscreen der Switch nicht unbedingt auf solche Feinmotorik ausgelegt ist. Auf dem Fernseher muss ein Cursor mithilfe der Joycons gesteuert werden, was leider komplett in die Hose gegangen ist. Die nötige Genauigkeit fehlt hier einfach und permanent muss der Cursor neu kalibriert und zentriert werden. Nekus Partner kann mittels Befehl in den Kampf gerufen werden, um ein paar Komboangriffe auszuführen, aber der Wechsel zwischen Neku und Partner, um wirklich hohe Kombinationen zu erreichen, ist umständlich. In Bosskämpfen, die gerne komplett auf zwei Bildschirme ausgelegt sind, wirkt es noch seltsamer, wenn zwischen Neku und dem Partnerbildschirm hin- und hergewechselt wird. Da diese Kämpfe den Hauptteil des Gameplays ausmachen, fällt dieses Manko leider stark ins Gewicht.

Solo/Duo Remix
Die Mobileversion, auf der auch die Switch-Version basiert, nannte sich daher auch passend Solo Remix, denn Neku kämpfte vornehmlich allein gegen die Noise. Im Final Remix kann nun jedoch auch ein zweiter Spieler aushelfen. Leider spielen sich Nekus Partner nur wie eine Light-Version von Neku selbst, da die individuellen Kampfstile, die jeder Partner früher mitbrachte, in der Entwicklung leider fallengelassen wurden. Durch all diese Gameplay-Änderungen ist das Spiel zwar nicht mehr so hektisch wie die DS-Version, aber dadurch auch deutlich langsamer und langweiliger. Die Hektik passte durchaus zum gesamten Stil des Titels.

Zuckend durch Shibuya
Im TV-Modus wird Neku mit dem Analogstick des Joycons gesteuert, was auch ganz gut funktioniert. Im Kampf schaltet das Spiel auf die angesprochene Cursorsteuerung um, die leider überhaupt nicht überzeugen kann. Im Handheld wiederum wird komplett alles über den Touchscreen gesteuert, was in den Kämpfen deutlich besser funktioniert, aber leider nicht im rechtlichen Spiel. Neku wird dadurch umständlich durch die Bildschirme gezogen und auch in den Menüs muss alles mit einem Tippen erledigt werden. Wie gesagt, der Switchbildschirm ist auf eine so starke Nutzung des Touchscreens nicht ausgelegt und es ist verwunderlich, dass es keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten für die Steuerung gibt.

A Diamond in the Rough
Das ist alles besonders ärgerlich, weil sich hier ein großartiges Spiel mit interessanten Mechaniken verbirgt. Der Fashion-Aspekt von Shibuya wird ganz großgeschrieben, denn die Pins, mit denen Neku kämpft, gehören bestimmten Modemarken an, die in den unterschiedlichen Bereichen von Shibuya eine unterschiedliche Popularität genießen. Genauso verhält es sich mit Kleidung und Accessoires, die angelegt werden können, wodurch es verschiedene Boni gibt. Je mehr eine Marke in Kämpfen benutzt wird, desto beliebter wird sie. Pins können darüberhinaus auch aufleveln und sich unter den richtigen Umständen sogar in komplett neue Pins verwandeln. Auch die Aufgaben, die Neku von den Reapern täglich gestellt bekommt, sind abwechslungsreich und reichen von bloßen Kämpfen bis zu kompletten Rätselquests.

Kommt da noch mehr?
Die Tragik von The World Ends With You war leider schon immer, dass der Titel zwar von den Kritikern gelobt wurde und unter Fans immer als Must have-Titel für den DS galt, der finanzielle Erfolg aber dennoch ausblieb. So macht SquareEnix auch kein Geheimnis darum, dass der Final Remix eine letzte Möglichkeit darstellt, durch ausreichende Verkäufe die Aussichten auf ein Sequel zu verbessern. Der freischaltbare Epilog, der nochmal knappe 2 Stunden Spielzeit und einen neuen Charakter mitbringt, wirft daher auch lieber mehr neue Frage auf, als dass er offen gebliebene beantworten möchte. Ob diese Fragen irgendwann in einem Sequel beantwortet werden, scheint fraglich.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf The World Ends With You war auf dem DS ein großartiges Spiel mit einer spannenden Geschichte, einem individuellen Artstyle und einem perfekt passenden Gameplay, das sich komplett auf die zwei Bildschirme gestützt hat. Der Final Remix auf der Switch präsentiert sich in aufgehübschter Grafik, verbessertem Sound und mit ein wenig Zusatzmaterial, fällt aber leider im wichtigsten Aspekt auf die Nase. Nicht nur, dass das Solo-Gameplay in der Story keinen wirklichen Sinn mehr macht, auch wurde es durch die Steuerung mehr zu einer langsamen Qual als zu hektischem Spaß. Die Cursorsteuerung auf dem Fernseher ist komplett unbrauchbar und der Touchscreen - wenn auch die deutlich bessere Variante - kann ebenfalls nicht richtig überzeugen. Wer diesen Meilenstein erleben möchte, sollte sich lieber auf die Suche nach der DS-Version machen, zumal die neuen Fragen des Epilogs vermutlich eh nie aufgeklärt werden.

The World Ends With You - Final Remix - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.375 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 3.00
Gameplay: 6.50
Wertung: 6.375
  • Aufgehübschte Grafik
  • Remixe der Songs
  • Neuer Epilog
  • Cursorsteuerung auf TV unspielbar
  • Touchscreensteuerung ausbaufähig
  • Partnergameplay beschnitten

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Rezension vom: 11.11.2018
Kategorie: Action
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