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All-Star Fruit Racing

Entwickler: 3D Clouds
Publisher: PQube

Genre: Partyspiele
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
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Zugegebenermaßen ist All-Star Fruit Racing nicht das allerneuste Spiel für Xbox One, PS4 und Switch. Da es aber gerade auf der Microsoft- und Sony-Konsolen an guten Kart-Racern mangelt (Switch-Besitzer haben dieses Problem dank Mario Kart 8 Deluxe ja bekanntermaßen nicht) wollen wir es uns nicht nehmen lassen und das Spiel von PQube und 3D Clouds nun doch noch einem Test unterziehen.

Meinung:

Was ich an Kart-Racern oder auch Fun-Racern (je nachdem wie man sie nun lieber nennt) so mag, ist die Kreativität, die die Entwickler bei diesen Rennspielsimulation an den Tag legen. Seien es riesige Bobblehead-Varianten bekannter Formel 1-Fahrer oder natürlich eine riesige Schildkröte, mit der wir uns harte Duelle gegen einen genauso großen Affen liefern – so gut wie alles war schon mal da. In Micro Machines rasten wir gar auf Tischen an gigantischen Buntstiften und Plastiksoldaten vorbei. Der Kreativität sind in diesem speziellen Genre also scheinbar keine Grenzen gesetzt.
Doch Rennwagen und Fahrer, die ganz dem Thema Obst gewidmet sind? Das gab es bisher noch nie und ich würde nur all zu gerne wissen, wie die Entwickler auf diese Idee gekommen sind. War es bei einer Portion Obstsalat oder sind sie Fans von Tutti Frutti? Die Antwort darauf werde ich wohl nicht erfahren.
In jedem Fall ist diese Kreativität bemerkenswert und allein schon ein Blick wert. Oder möchtest Du nicht wissen, wie Karts und deren Fahrer aussehen, die im Stil einer Ananas, Pfirsich, Melone, Aprikosen oder Kiwi gestaltet sind? Um es vorwegzunehmen – zum Anbeißen (die Wortspielerei musste sein).
Doch nicht nur die 21 Fahrer und ihre Gefährte wurden wunderbar und dem Thema entsprechend gestaltet, auch die Strecken passen perfekt dazu. Auch hier haben die Entwickler ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und das Obst zu jedem nur erdenklichen Zweck genutzt. Auf 21 Rennstrecken, die auf fünf Inseln aufgeteilt sind, die wiederum allesamt eine Jahreszeit repräsentieren (die letzte Insel mixt alle Jahreszeiten), fährt man neben eher herkömmlichen Apfelbaum-Wäldern etwa auch um Bäume herum, die aus halben Zitronen bestehen, oder an Geysiren vorbei, die Himbeeren ausspucken. Und wer den Blick noch ein wenig weiter schweifen lässt, erblickt sicherlich auch die Bewohner dieser vitaminhaltigen Welten, die natürlich auch aus Obst bestehen. Wirklich wunderbar und absolut sehenswert!
Die Entwickler haben sich aber nicht nur auf das Artdesign der Level konzentriert, auch die Streckenführungen wirken jederzeit durchdacht und wirken nie irgendwie schnell zusammengeschustert. Vielmehr bieten die Kurse abwechslungsreiche Kurvenkombinationen, Tunnels, Sprungschanzen und Abkürzungen, die eine gute Fahrzeugbeherrschung voraussetzen. Nur gut, dass die Steuerung ebenfalls gut gelungen ist. Das Einzige, was ein wenig schade ist, ist dass die Fahrzeuge keinerlei Unterschiede aufweisen. Egal ob kompakt oder ausladend, die Fahrphysik ist immer die gleiche.

Dahin ist es mit der Kreativität
Weniger kreativ zeigten sich die Entwickler hingegen beim Gameplay. Hier bekommt man zumeist den alten Salat vorgesetzt, bei dem sich bis zu zehn Fahrer auf einem Kurs um die Plätze streiten. Selbstverständlich dürfen dabei auch die für das Genre obligatorischen Drift-Boosts, Booster-Felder und Power-Ups nicht fehlen. Wie gewohnt kann man entweder Waffen oder verteidigende Schilde aufsammeln, die alle ganz dem Thema „Obst“ verschrieben sind. So darf man etwa mit einer Ananas-Bazooka schießen oder sich mit Vitaminbomben in Form von Aprikosen und anderen Steinfrüchten der Gegnern erwehren oder sie mit Ranken verlangsamen. Alles nette Ideen, die zwar nicht schön, aber dafür sehr originell gestaltet sind.

Eine Besonderheit gibt es doch
Eine spielerische Besonderheit hat All-Star Fruit Racing dann aber doch noch zu bieten. Im sogenannten „Juicer-Modus“ kann man während der Fahrt über die Strecken nämlich Fruchtsaft einsammeln, der in vier unterschiedlichen Tanks gesammelt wird. Durch das Drücken der vier Aktionstasten des Controllers lassen sich diese jederzeit öffnen und schließen, wodurch man einen Fruchtsaftmix herstellt, der dann einen besonderen Vorteil verschafft. So kann man sich zum Beispiel einen extra Boost mixen oder, was zugegebenermaßen nicht ganz zum Thema passt, einen Wirbelsturm erzeugen, mit denen man die Gegner aufhalten kann.

Obstige Sonderfähigkeiten

In den anderen Renn- und Spielmodi, wie etwa dem Elimination-Modus, bei dem nach einer gewissen Zeit immer der Letztplatzierte ausscheidet, dem Zeitrennen oder der sehr langweilig präsentierten Karriere, in der man einfach nur die Rennen der insgesamt 11 Cups abfährt, ist ein solches Mixen mitunter zwar auch möglich. Im Vordergrund stehen hier aber die herkömmlichen Rennen, in denen man, sobald die Tanks randvoll gefüllt sind, die Sonderfähigkeiten der Fahrer einsetzen kann. Diese sind nicht nur besonders effizient, sondern auch von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich und zum repräsentierten Obst passend. Ohne zu viel verraten zu wollen (herauszufinden welche Sonderfähigkeiten sich die Entwickler zum jeweiligen Obst haben einfallen lassen, ist nämlich eines der Highlights des gesamten Spiels), lässt sich aber generell sagen, dass die Fähigkeiten alle entweder Waffen oder Fallen darstellen. Was mir gut gefallen hat ist, dass keine Sonderfähigkeit übermäßig stark erscheint. Alle sind, auf ihre Art und Weise, auf einem Level, sodass es dem eigenen Geschmack überlassen bleibt, welche Art von Sonderfähigkeit man bevorzugt (also ganz ähnlich wie beim Obst, da hat ja auch jeder seine Vorlieben).

Technisch nicht ganz optimal
Für all diejenigen, die keine Lust haben, nur alleine zu fahren, gibt es auch die Möglichkeit, online gegen bis zu neun andere Spieler anzutreten oder sich direkt per Splitscreen gegen bis zu drei Freunde, Familienmitglieder etc. auf der Couch zu duellieren. Letzteres ist besonders spaßig, da man hier direkt in die Gesichter der Verlierer blicken kann. Doch nicht nur deswegen sind der Splitscreen- und auch der Online-Modus empfehlenswert. Ein weiterer großer Vorteil dieser Modi ist, dass man sich hier nicht über die KI ärgern muss. Die fährt nämlich leider nicht nur wie im Gänsemarsch perfekt auf der Ideallinie, sie ist obendrein, gerade im höchsten Schwierigkeitsgrad, auch noch so gut wie unbesiegbar.
Wie bei so vielen Mario Kart-Klonen ist zudem die Kollisionsabfrage nicht ganz optimal. Die Framerate präsentiert sich ebenfalls nicht immer als so stabil, wie man sich das wünschen würde, und der Grad an Details hätte sicherlich auch ein bisschen höher sein können. Unspielbar wird das Spiel dadurch aber nie. Mich persönlich hat sogar der Sound mehr aufgeregt. Gerade einige Musikstücke, die sich immer wieder wiederholen, und das andauernde Gelache des von mir gespielten Früchtchen gingen mir sehr schnell auf die Nerven.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert All-Star Fruit Racing ist sicherlich keine ernstzunehmende Konkurrenz für Mario Kart. Im Vergleich zu den unzähligen Mario Kart-Klonen, mit denen sich vor allem Xbox One- und PS4-Spieler herumschlagen müssen, hält es sich aber mehr als wacker. Vor allem die Idee, alles in ein Obst-Setting zu setzen, hat mir ausgesprochen gut gefallen und zeugt von einer großen Kreativität. Spielerisch ging diese allerdings, bis auf ganz kleine Ausnahmen, verloren, was aber nichts daran ändert, dass mir All-Star Fruit Racing viel Spaß bereitet hat und für Xbox One- und PS4-Spieler, die ja leider nicht in den Genuss eines Mario Karts kommen können, sicherlich die beste Alternative darstellt.

All-Star Fruit Racing - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.5 Grafik: 6.50
Sound: 6.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 6.50
Wertung: 6.5
  • Kreatives Früchte-Setting
  • Juicer-Modus
  • 4-Spieler-Splitscreen-Modus
  • 21 unterschiedliche Strecken, Fahrer und Fahrzeuge
  • Langweilige Karriere
  • Framerate-Einbrüche
  • KI fährt wie an der Schnur gezogen hintereinander
  • Nerviger Lach-Sound
  • Manche Juicer-Boosts passen nicht zum Setting

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Rezension vom: 19.10.2018
Kategorie: Partyspiele
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