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Dakar 18

Entwickler: Bigmoon Entertainment
Publisher: Deep Silver

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
dakar_18_logo

In den letzten Jahren konnten sich Ralleyfans sicherlich nicht über zu wenige Spiele beschweren. Nur wenn es darum ging, die Königin aller Rallyes, die Rallye Dakar. selber erleben zu dürfen, sah es lange Zeit schlecht aus. Nach geschlagenen 15 Jahren sorgt Bigmoon Entertainment mit Dakar 18 endlich für Abhilfe. Auch wir haben uns natürlich sofort in unseren Rallytruck begeben und geschaut, ob das Comeback der wohl berühmtesten Rallye der Welt gelungen ist.

Meinung:

15 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der sich vieles geändert hat. Man denke allein an unser liebstes Hobby, das Videospielen, und was hat sich da in der Zwischenzeit alles getan. Anstatt auf GameCube, PS2 oder ersten Xbox, spielen wir heute auf HD-Konsolen, von denen wir damals nicht einmal geträumt hätten. Aber auch die Rallye Dakar hat viele Veränderungen mitgemacht. Statt von Frankreich aus durch die Dünen der afrikanischen Wüsten bis in die namensgebende Zielstadt, führt sie seit 2009 aus Sicherheitsgründen durch den südamerikanischen Kontinent. An der Faszination der Rallye (die trotz der Umverlegung ihren Namen behalten hat) hat sich trotzdem nichts geändert. Nach wie vor gilt sie als aufgrund ihrer Länge und Schwierigkeit als die Königin aller Rallyes.

Faszination Dakar

Genau diese Faszination versucht Bigmoon Entertainment in Dakar 18 zu vermitteln. Und das schaffen sie auch in weiten Strecken mit Bravour. Gerade wenn mal wieder eine sogenannte Marathonpassage ansteht, kommt der Dakar-Flair perfekt rüber. Dann muss man sich nämlich selber einen Weg durch das teils unübersichtliche Terrain der frei befahrbaren Strecke bahnen und so die Checkpoints erreichen. Einzige Unterstützung ist dabei der Co-Pilot, der die Anweisungen aus dem Roadbook vorliest. Sträucher, Bäume und Steine müssen wir aber selbst umfahren, ansonsten riskieren wir es, einen Unfall zu bauen oder uns einen Platten einzufangen, was eine langwierige Reparatur zur Folge hat. Dieses Missgeschick kann aber nicht nur uns passieren, sondern auch den KI-Teilnehmern, weshalb wir ab und an auch gestrandete Mitfahrer antreffen. Natürlich kann man diese links liegen lassen, doch wie in der echten Rallye Dakar kann man auch anhalten und den Kontrahenten mit Hilfe des Abschleppseils behilflich sein. Das kostet zwar Zeit, bringt aber Sympathien in Form von sogenannten Dakar Points ein (die man auch durch die Endplatzierung einer jeden Etappe erhält), die wiederum für eigene Reparaturen dringend nötig sind.
Neben den Marathonpassagen, die gerne auch mal eine Stunde in Anspruch nehmen und leider nicht zwischengespeichert werden können, erwarten den Spieler auch Rundkurse. Obwohl diese wesentlich kürzer und übersichtlicher sind, sind sie nicht etwa einfacher. Hier muss man nämlich des Öfteren durch enge Dörfer fahren und dabei auf das Tempolimit achten. Übertritt man dieses, erhält man empfindliche Strafen.

Nicht einfach

Während all dies in den einfachsten Schwierigkeitsgraden noch gut zu handlen ist, wird es spätestens in den Schwierigkeitsgraden „Rivale“ oder „Legende“ zu einer echten Herausforderung. Dann gehen nämlich immer mehr hilfreiche HUD-Anzeigen, wie etwa wo sich der nächste Kontrollpunkt befindet, verloren, sodass man noch genauer auf die Anweisungen des Co-Piloten hören muss. Wer die ultimative Herausforderung sucht, schwingt sich anstatt eines Autos, Trucks oder SXS (einem kleinen Allradboliden) auf ein Quad oder Motorrad. Dort ist man komplett auf sich alleine gestellt, muss also selber das Roadbook lesen und weiterblättern und ganz alleine den Weg zu den Kontrollpunkten nur anhand der Koordinaten finden. Dieses Unterfangen ist selbst in den einfachen Schwierigkeitsgraden sehr schwer und sollte auf keinen Fall als Erstes angegangen werden.
Ohnehin ist es ratsam, das Tutorial, welches nach dem allerersten Start des Spiels beginnt, mehrmals durchzugehen. Denn bis man die komplexe Navigation verinnerlicht hat, dauert es doch seine Zeit.

Schatzsuche
Wer mal ein wenig relaxen und ohne lästigen Zeitdruck fahren möchte, der hat in Dakar 18 die Möglichkeit, sich auf eine kleine Schatzsuche zu begeben. Leider gestaltet sich die Suche nach den verschollenen Inka- und Azteken-Schätzen nicht sonderlich spannend, zumal man keinerlei Hinweise darauf bekommt, wo sich ein Schatz verbergen könnte. Also heißt es einfach mal aus dem Auto auszusteigen, per Fuß die Landschaft zu erkunden und auf gut Glück die Schaufel einzusetzen. Immerhin kommt man so in den Genuss, die wundervolle Spielwelt zu genießen, die mit ihren Dünen, schroffen Bergen und unberührten Wäldern, nicht nur genauso abwechslungsreich ist wie das reale Südamerika, sondern sich auch in einer wundervollen Grafik präsentiert. Denn auch wenn die Highlights sicherlich die hochdetallierten Fahrzeuge sind, wurde auch in die Landschaft viel Liebe gesteckt, was man zum Beispiel an den sich im Wind wiegenden Sträuchern und Bäumen oder auch an den tollen Wettereffekten erkennt. Das Einzige, was bitter aufstößt, sind die Laufanimationen. Die wirken nämlich unfassbar hölzern und stören den an sonst sehr guten optischen Gesamteindruck doch ein wenig.

Online wenig los
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, nicht nur gegen die KI zu fahren, sondern auch online gegen andere menschliche Spieler. Jedoch gestaltet sich dies in der Praxis als äußerst kompliziert, weil sich dort momentan einfach noch viel zu wenige Spieler aufhalten. Als Alternative bietet Dakar 18 aber zum Glück einen Splitscreen-Modus, der auch wirklich sehr viel Spaß bereitet.

Arcadig
Was gerade Simulations-Fans weniger Spaß bereiten dürfte, ist der in manchen Teilen doch sehr arcadige Ansatz von Dakar 18. Denn auch wenn man sich einen Platten einfahren oder auch mal die Motorhaube verlieren kann, ein umfangreiches Schadensmodell bietet das Spiel leider nicht. Ebenso unrealistisch wirkt zu Teilen die Fahrphysik. Die sehr direkte Steuerung, die ein Geradeausfahren beinahe unmöglich macht, ist dabei noch das kleinste Übel. Wirklich kurios wird es erst, wenn man an einen Stein gerät oder gegen einen Baum fährt. Dann vollführen die Fahrzeuge nämlich mitunter zirkusreife Stunts mit etlichen Salti und Pirouetten. Außerdem sollte man den KI-Fahrzeugen nicht beim Fahren zusehen, denn die stoßen mit schöner Regelmäßigkeit gegen irgendein Hindernis. Zum Glück bekommt man Kontrahenten aber ohnehin nur sehr selten zu Gesicht.

Offizielle Lizenzen
Wesentlich besser gefällt da schon, dass Bigmoon Entertainment nicht nur den offiziellen Namen der Rallye gekauft hat, sondern auch die Teams und Fahrer, die daran teilgenommen haben. Denn so dürfen wir zum Beispiel mit dem 13-maligen Paris-Dakar-Sieger Stephane Peterhansel und seinem Co-Piloten Jean Paul Cottret, dem 9-maligen WRC-Weltmeister Sebastien Loeb und Daniel Elena, dem 2-maligen Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah in seinem Toyota oder dem 2017er Dakar-Sieger der Motorradwertung Sam Sunderland auf seiner Red Bull KTM fahren. Käufer der Day One Edition erhalten außerdem noch einen Key, der Rallye-Legende Ari Vatanen und seinen ebenso legendären gelben Peugeot 205 T16 ins Spiel bringt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Dakar 18 ist ein grundsolides Rallye-Spiel, das mit seinem Navigationssystem etwa Neues für das Genre bietet und obendrein wundervoll aussieht und über offizielle Lizenzen verfügt. Fans beinharter Simulationen werden aufgrund der arcadigen Steuerung und Fahrpysik dennoch etwas enttäuscht sein. Wer damit leben kann, wird mit Dakar 18 aber seinen Spaß haben.

Dakar 18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7 Grafik: 8.00
Sound: 7.00
Steuerung: 6.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7
  • Echtes Dakar-Feeling
  • Herausfordernd
  • Offiziell lizenzierte Fahrer, Teams und Autos
  • Schön gestaltete Umgebung
  • Sehr direkte Steuerung
  • Kuriose Stunts bei Unfällen
  • Laufbewegungen wirken sehr hölzern
  • Gegner-KI kollidiert ständig
  • Kein Zwischenspeichern bei Marathonpassagen möglich

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Rezension vom: 09.10.2018
Kategorie: Sport
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