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Destiny 2: Forsaken

Entwickler: Bungie
Publisher: Activision

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

Destiny_2_Forsaken_Logo

Cayde-6 ist tot, ermordet vom ehemaligen Prinzen der Erwachten, Uldren Sov, der mit acht Baronen der Gefallen aus dem Gefängnis der Alten ausbrach. Diese Schreckenstat muss gerächt werden und du, der Hüter, willst das machen. Dein Vorhaben führt dich dabei in Gebiete des Sonnensystems, in denen du noch nie zuvor warst.



Meinung:

Das Ruder nochmal herumgerissen
Die Geschichte von Destiny 2 ist ein Beispiel dafür, wie man in der Spieleindustrie noch das Ruder rumreißen kann, um eine Katastrophe zu vermeiden. Geplant war das Game als eine gelungene Fortsetzung des Vorgängers, der sich trotz erheblicher Schwächen eine riesige Fangemeinde hatte aufbauen können. Doch als es dann herauskam, wurde es zwar hochgelobt, nur um anschließend die Fans zu enttäuschen. Für diese fehlte es an Post-Game-Content, etwas, was den ersten Teil auszeichnete. Hinzu kamen viele zusätzliche Fehlgriffe, wie zum Beispiel das Verstecken von Inhalt, der vorher frei erhältlich war, hinter einer Paywall oder ein künstlich verlangsamter Level Up-Fortschritt. Die Fans waren enttäuscht und wandten Teil 2 den Rücken zu.

Doch dann reagierte Bungie und arbeitete die letzten Monate an vielen kleinen und großen Verbesserungen, um die vergangenen Fehler gut zu machen. Sie rissen quasi das Ruder noch rechtzeitig herum und begannen, das verlorene Vertrauen langsam, aber stetig, wieder zurückzugewinnen. Das jetzt erschienene Add-On Forsaken soll dabei der Höhepunkt dieser positiven Entwicklung sein.

Mehr Power!
Allerdings merkt man dem Add-On an, dass es sich mehr an den Spielern orientiert, die die Reihe schon ausgiebig kennen und die mit dem gewöhnungsbedürftigen Gameplay und Level-up-Prinzip zurecht kommen, denn die In-Game-Voraussetzungen, um den neuen Inhalt zocken zu können, sind nicht ohne. Die benötigten Level 30 und Powerlevel 300 wird man als Neueinsteiger natürlich nicht sofort besitzen. Immerhin bietet Forsaken neuen Gamern die Option an, einen Boost zu aktivieren. Dieser steht dann zur Verfügung, wenn man kurz vorm Durchspielen der ursprünglichen Kampagne steht. Aktiviert man ihn, überspringt man anschließend das Endgame sowie die ersten beiden Add-Ons und kann diese nicht nochmal spielen. Das gilt es, vorab zu bedenken.

Was Neueinsteiger irritieren dürfte, ist die Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad von Destiny 2 sich nicht nur am Level orientiert, sondern auch an der Powerzahl. Beide Elemente sind wichtig, doch die Power ist wichtiger. Es kann passieren, dass man mit einem Powerlevel von nahezu 100 über Feinde stolpert, die einen von 200 besitzen und deshalb weit überlegen sind.

Grinden, bis der Arzt kommt
Mehr Power erhält man durch das Equipment, das man im Laufe des Games erhält. Jeder Rüstungsgegenstand, jede Waffe, die man besitzt, hat seine eigene Powerzahl. Je weiter man im Spiel kommt, desto öfter wird man auf eine gewisse Grenze stoßen, die man nur mit einem bestimmten Powerlevel überwinden kann. Um diesen zu erreichen, heißt es grinden, grinden, grinden. Man muss sich der Tatsache bewusst sein, dass man nicht zügig voranschreiten kann, sondern wiederholt über Stunden hinweg versuchen muss, stärkere Gegenstände zu erlangen. Je seltener ein solcher ist, desto mehr Power erhält man. Gleichzeitig geben diese Objekte auch gewisse Boni, wie zum Beispiel mehr Stabilität und Gesundheitsregeneration.

Dieses zugegebenermaßen etwas undurchsichtige Level-up-Prinzip kann Neulinge abschrecken. Doch für die anderen ist eben das der Grund, Destiny 2 zu spielen, denn es gibt viele Möglichkeiten, an die heißbegehrten Gegenstände zu kommen. Man kann normale Missionen auf der Weltkarte angehen oder bei Sondermissionen, den Raids, mitmachen, die eine besondere Herausforderung darstellen, oder sich am PVP probieren. Mit Forsaken neu hinzugekommen ist der Gambit-Modus, eine interessante Mischung aus PVE und PVP.

PVE + PVP = Gambit
Als Hüter befindet man sich im Gambit-Modis mit anderen seinesgleichen auf einer Karte und muss gegen Wellen von Feinden antreten. Das erinnert natürlich an den Hordenmodus einiger anderer Spiele, wie zum Beispiel der Gears of War-Reihe. Die Besonderheit ist, dass es ebenfalls eine andere Mannschaft gibt, die dasselbe macht. Jetzt öffnen sich wiederholt Portale zwischen den beiden Gruppen, durch die Personen hindurchkönnen, um auf der Gegenseite andere Player zu töten und dadurch gezielt für Chaos zu sorgen. Das kann ziemlich hektisch werden, aber gleichzeitig sorgt es auch für Riesenspaß und ist mit der Grund, wieso Forsaken einen Kauf wert ist.

Die Story des Spiels ist für Destiny-Verhältnisse emotional erzählt. Der Tod von Cayde-6 wird großartig inszeniert und die daraus entstehende Geschichte bietet jede Menge interessante Wendungen und wird lange Zeit unterhalten. Dabei zeigt der Beginn, dass die Entscheidung, ausgerechnet den Anführer der Jäger-Vorhut über die Klinge springen zu lassen, durchaus einleuchtend ist, denn, anders als seine Kollegen, ist der Exo eine markante Persönlichkeit mit einem wunderbaren und hervorstechenden Humor, deren Fehlen sich bemerkbar macht.

Juchu, ein Boss!
Man wird von der Story lange unterhalten werden, wobei die Spielzeit natürlich durch das Gameplay-bedingte Grinden in die Länge gezogen wird. Doch dieser Makel wird durch fantastische Bosskämpfe ausgeglichen. Die acht Barone stellen jeweils für sich eine ziemliche Herausforderung dar. Kein Kampf mit einem von ihnen gleicht dem anderen, immer muss man sich neu einstellen. 

Doch selbst wenn man durch ist, bietet das Game mehr als genug Post-Game-Content. Dieser ist der interessanteste, den es in Destiny 2 bislang gab. Man kommt in ein neues Areal, die Träumende Stadt, in der kontinuierlich neue Missionen und Raids hinzugefügt werden.

Augen und Ohren sind mit dabei.
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist nicht ohne. Schon zu Beginn wird man als relativ unerfahrener Gamer oft ins Gras beißen, weil man aus einem blinden Winkel attackiert wird. Doch wird Forsaken nie unfair. Zum einen wird man nach einem Tod kurz vor der Stelle abgesetzt, an der man gestorben ist. Zum anderen wird man auch visuell vorgewarnt, wenn auf einmal der Wiedereinstieg aus Story-Gründen eingeschränkt ist.

Optisch war Destiny 2 schon immer ein Genuss. Designtechnisch konnte man sich an den ganzen Welten nie sattsehen. Forsaken setzt nochmal eine Schippe drauf, da vor allem die Träumende Stadt beeindruckend aussieht. Auch was die Feinde angeht, bemüht sich das Spiel um visuelle Vielfalt, was ihm gelungen ist.

Phänomenal ist der Soundtrack. Er passt sich der jeweiligen Gegebenheit an, ist mal langsam und mal rockig und treibend. Choräle ertönen auf einmal und man ertappt sich oft genug dabei, wie man stehen bleibt, um die Musik zu genießen. Auch die deutsche Synchro muss erwähnt werden, die einen sehr guten Job macht.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Wer noch nie Destiny spielte, der sollte vielleicht nicht mit Destiny 2: Forsaken anfangen. Das Gameplay war und ist für Neueinsteiger nicht verständlich, mit der Mischung aus normalen Level-ups und Powerlevel, bei dem man nicht vorher sehen kann, wie sich ein neuer Gegenstand auswirkt. Das immer wiederkehrende Grinden ist gewöhnungsbedürftig, doch durch die Vielfalt an Spielmodi wird es nicht langweilig. Vor allem der neue Gambit-Modus sorgt für Kurzweil. Die Story des Spiels ist für Destiny-Verhältnisse spannend inszeniert, während Grafik und Sound eine hohe Qualität haben.

Destiny 2: Forsaken - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.625
  • Gambit-Modus
  • Packende Bosskämpfe
  • Nicht einsteigerfreundlich
  • Sehr grindlastig

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Rezension vom: 28.09.2018
Kategorie: Action
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