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NBA 2K19

Entwickler: Visual Concepts
Publisher: 2K Sports

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,99 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
NBA_2K19_Logo

Wenn man NBA 2K hört, könnte man uneingeschränkt ins Schwärmen kommen – wenn da doch nur nicht das lästige Thema Mikrotransaktionen und Pay-2-Win wäre. Denn so sehr es 2K schafft, alle anderen Sportsimulationen in Sachen Gameplay und Präsentation Jahr für Jahr zu übertrumpfen, so sehr setzt man leider auch auf diese fragwürdigen Spielelemente. Dieses Jahr gelobt der Publisher EA dahingehend endlich Besserung. Da Spieler und insbesondere wir Spielejournalisten bei solchen Behauptungen ja immer etwas skeptisch sind, haben wir uns natürlich selber davon überzeugt und NBA 2K19 auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis liest Du in den folgenden Zeilen.

Meinung:

Kommen wir ohne große Umschweife also direkt zum wichtigsten und umstrittensten Thema – den Mikrotransaktionen. Letztes Jahr konnte man in der Karriere so gut wie gar nicht vorankommen, ohne echtes Geld zu investieren. Selbst Bärte und neue Frisuren kosteten so viele virtuelle Coins, dass man quasi gezwungen war, selbst dafür mit Echtgeld zu bezahlen. Bei den Spielern sorgte dies für reichlich Unmut, was sich auch unmittelbar im Metascore bemerkbar machte. In diesem, für die Publisher und Entwickler nicht ganz unwichtigen Index, ließen die Spieler ihren Ärger freien Lauf und sorgten dafür, dass die User-Wertung auf gerade einmal 1.6 von möglichen 10 Punkten anstieg. Solch ein Desaster wollte 2K dieses Jahr natürlich nicht nochmals erleben und versprach deutliche Besserung. Und in der Tat ist es so, dass der Publisher hier durchaus Hand angelegt hat. War es letztes Jahr noch eine mühselige und nicht enden wollende Grind-Arbeit, den eigenen Spieler im Karrieremodus auch nur auf ein halbwegs vernünftiges Niveau zu bringen, geht dies nun tatsächlich wesentlich schneller vonstatten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit erhält man nämlich immerhin 1000 Virtuelle Coins pro Spiel, was jedes Mal zumindest ein oder zwei höheren Attributspunkten entspricht. Wer online spielt, kann durch das Erreichen bestimmter Ziele täglich sogar 2500 VC einstreichen. Allerdings gestaltet sich dies hier wesentlich schwieriger. Denn ganz offensichtlich können es eine Menge Spieler nicht erwarten, ihr Alter Ego auf einer Stufe mit LeBron James, James Harden oder Stephen Curry stehen zu sehen und investieren noch immer echtes Geld, um sie schnellstmöglich aufzuleveln. Ein komplettes Umdenken hat bei 2K also dann leider doch nicht eingesetzt, es ist aber dennoch eine große Verbesserung zum letzten Jahr und lässt darauf hoffen, dass man bei NBA 2K20 gar nicht mehr über dieses lästige Thema berichten muss und man auch als jemand, der kein Extra-Geld investieren möchte, uneingeschränkten Spielspaß erlebt – egal ob alleine oder online.

Endlich eine glaubhafte Story
Aufgrund der ganzen Mikrotranskationen-Diskussionen ist letztes Jahr die Story des Karrieremodus etwas untergegangen. Dabei war dieser mindestens genauso diskussionswürdig. Schließlich strotzte die von Spike Lee inszenierte Geschichte nur so vor Klischees und nervigen Charakteren. Dieses Jahr hat 2K auf einen namhaften Schreiberling verzichtet und hat damit genau das Richtige getan. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir einen Möchtegern-DJ zu NBA-Ruhm führen müssen. Diesmal übernehmen wir stattdessen einen wesentlich glaubhafteren Charakter, nämlich A.I., einen talentierten Basketballer, der beim Draft allerdings außen vor blieb und nun über den Weg China versucht, auf sich aufmerksam zu machen und es so doch noch in die NBA zu schaffen (wie es in der Realität ja auch tatsächlich der ein oder andere Spieler geschafft hat). Wie man den harten Weg in die NBA erlebt und welche Rivalen man währenddessen hinter sich lassen muss, ist in der Tat sehr gut geschrieben und lässt den Spieler während der gesamten sechs Stunden, die man zum Durchspielen der Karriere ungefähr benötigt, sogar richtig mitfiebern. Ganz ohne Star-Ruhm kommt dann aber auch diese Karriere nicht aus. Allerdings wurde die Figur von Avengers-Star Anthony Mackie, auf die man während der Karriere trifft, sehr gut in die Story eingebunden und wirkt so nicht wie ein PR-haschender Fremdkörper – genau so muss eine Story in einem Sportspiel sein!

In der Nachbarschaft hat man viel Spaß
Wem der Karrieremodus dennoch nicht zusagen will, dem bietet NBA 2K19 natürlich noch viele weitere Spielmodi. Zunächst einmal sei hier wieder die Nachbarschaft genannt, die zwar als Teil der Karriere keinen richtigen Spielmodus darstellt, in der man aber dennoch viel Zeit verbringen kann. Denn neben der Möglichkeit, den eigenen Charakter mit neuen Klamotten oder erstmals auch mit einem Gefährt, wie etwa einem Fahrrad oder Skateboard, auszustatten (natürlich auch wahlweise wieder gegen Echtgeld), kann man hier auf einem ganz eigenen Platz ein Spielchen gegen andere Spieler austragen oder sich in verschiedenen Minispielen versuchen.

Online gibt es manchmal Frust
Wem das ganze Drumherum gar nicht interessiert, kann selbstverständlich auch den ganz klassischen Onlinemodus starten. Wirklich zu empfehlen kann ich diesen aber leider nicht. Denn leider wurde seitens 2K wieder auf ein Anti-Cheat-System verzichtet. Das Ergebnis ist, dass sich selbst auf den Konsolen unzählige Spieler herumtreiben, die es mit der Ehrlichkeit nicht so eng nehmen. Wer dieses Ärgernis umgehen möchte, der sollte eventuell lieber gleich kooperativ mit Freunden spielen. Und wer ohnehin lieber hauptsächlich alleine spielt, der kann sich auch am Streetball-Modus „BlackTop“ versuchen, ein schnelles Spiel oder eine Karriere in „MeineKarriere“ starten, oder in MeinTeam ein eigenes Dream Team zusammenstellen, ähnlich wie im FIFA Ultimate Team-Modus. Mein persönlicher Favorit ist aber „Meine Liga“, in der man mitnichten nur eine eigene Liga (alleine oder mit Freunden) erstellen und über 80 Saisons hinweg spielen kann. Obendrein bietet dieser Modus die Möglichkeit eine einzelne Saison oder gar nur die Playoffs zu spielen oder, und das ist mein absolutes Highlight, als GM sämtliche Geschicke einer Franchise zu übernehmen. Hier bietet das Spiel sogar noch einmal zwei unterschiedliche Modi an – nämlich den klassischen GM-Modus oder den Story-Modus. Leider ist die Story aber so langweilig geschrieben und uninspiriert vorgetragen, dass sie sich im Grunde gar nicht lohnt.
Wie immer gilt bei allen Spielmodi auch diesmal wieder, dass sie allesamt mit den aktuellsten Rostern gespielt werden. Es gibt aber auch Ausnahmen. So kann man z.B. im schnellen Spiel auch auf historische Teams zurückgreifen, wie etwa den '90/'91 Warriors, den legendären '92/'93 Chicago Bulls rund im Michael Jordan, den '93/'94 Houston Rockets, den '94/'95 Nuggets oder dem '02/'03 Meisterteam der Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki. Und wer neu in NBA 2K ist, für den gibt es auch die 2K University, in der man anhand zahlreicher Tutorials das Spiel genauestens erklärt bekommt.
Für genügend Modi ist also gesorgt, sodass hier wirklich jeder Basketball-Fan, egal ob alteingesessen oder gänzlich neu, das für sich Passende finden sollte.


Das Gameplay verbessern. Geht das überhaupt noch?
Ein Punkt, an dem es letztes Jahr nichts auszusetzen gab, war ganz klar das Gameplay. Ganz im Gegenteil, bereits seit Jahren setzt die NBA 2K-Reihe hier immer wieder neue Maßstäbe und lässt sämtliche andere Sportsimulationen hinter sich. Für uns Spieler ist dies Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite freuen wir uns natürlich, dass dieser tolle Sport hier so akkurat nachgestellt wird. Auf der anderen Seite beschweren wir uns aber auch Jahr für Jahr aufs Neue, dass es kaum spielerische Neuerungen oder Verbesserungen gibt. Doch was soll man auch großartig verbessern, wenn das Angebotene schon so nah an der Perfektion ist? Um es in den Worten von Sheldon Cooper zu sagen: "An Rühreiern lässt sich im Prinzip nichts mehr verbessern." Ungefähr so verhält es sich eben auch beim Gameplay von NBA 2K. Doch im Gegensatz zu Sheldon finden die Macher der Reihe dann doch Jahr für Jahr die ein oder andere Stellschraube, an der sie noch drehen können (wer ist hier jetzt das Genie?) - nur sind diese Veränderungen meistens so klein, dass sie wirklich nur denjenigen auffallen, die sich seit Jahren intensiv mit der Reihe beschäftigen.
Wobei eine Sache selbst denen auffallen dürfte, die letztes Jahr nur mal kurz ins Spiel geschaut haben. Die Rede ist vom neuen „Takeover-System“, das alle guten Aktionen eines Spielers registriert und anhand einer sich langsam auffüllenden Leiste anzeigt. Hat der Spieler genügend Aktionen gezeigt und die Leiste damit aufgefüllt, drückt man den rechten Stick und entfesselt den Spieler, der daraufhin eine gewisse Zeit lang bessere Attribute aufweist. Er trifft so auch unmöglich erscheinenden Würfe oder blockt in der Defense besonders gut und ähnliches. Einigen mag dieses neue System etwas zu arcadig vorkommen – das ist es aber gar nicht. Im US-Sport spricht man ja immer so gern vom berühmten „Momentum“, das Teams oder auch einzelne Spieler tatsächlich für eine gewisse Zeit scheinbar alles erreichen lässt. Genau dieses „Momentum“ wird durch das Takeover-System simuliert.
Die restlichen Neuerungen und Verbesserungen sind wie gesagt nicht ganz so auffällig, sind aber dennoch durchaus vorhanden. So werden alte NBA 2K-Veteranen zum Beispiel erfreut feststellen, dass Steals nun etwas einfacher zu erreichen sind. Auch dass das Spieltempo insgesamt niedriger ist, die Defense nun besser gegen das Aufposten der Angreifer arbeitet und auch gegen den berühmten ersten Schritt des Angreifers besser agiert, dürfte für viele Kenner eine deutliche Verbesserung darstellen. Auf der anderen Seite hat natürlich auch die Offense ein paar Verbesserungen erfahren, die aber noch schwerer auszumachen sind, abgesehen von der Schussanzeige, die ihr Comeback feiert. Ansonsten agiert etwa die KI klüger und kleinere Wurfanpassungen sorgen dafür, dass gut platzierte Würfe nun häufiger durchs Netz fallen.
Dies sind aber nur ein paar Beispiele von vielen Verbesserungen, die es auch dieses Jahr wieder ins Spiel geschafft haben und zusammengenommen tatsächlich für ein noch besseres und präziseres Spielgefühl sorgen.

Noch hübscher
Das Gleiche wie beim Gameplay gilt auch für die Grafik und allgemeine Präsentation. Auch hier stellt NBA 2K die gesamte Sportspiel-Konkurrenz seit Jahren in den Schatten und sorgt so immer wieder für offene Münder. Klar, dass man sich dann auch hier fragt, was die Macher überhaupt noch mit der ihnen zur Verfügung stehenden Technik verbessern wollen. Doch wie beim Gameplay, schaffen sie es auch hier immer wieder, uns Spielejournalisten und selbstverständlich auch die Spieler mit kleinen, aber feinen Verbesserungen zu überraschen.
Dieses Jahr ist zum Beispiel gut zu sehen, dass Clipping-Fehler, also Szenen, in denen Spieler ineinandergreifen, so gut wie nicht mehr vorkommen. Auch dass es zahlreiche neue Animationen gibt, die für noch flüssigere Bewegungen sorgen, ist schön anzusehen. Ansonsten sind es aber auch hier vor allem kleinere Dinge, die nur bei genauerer Betrachtung auffallen. So wirken etwa die Gesichtszüge der Spieler einen Touch menschlicher und die Hallen weisen noch ein paar mehr Details auf. All dies sorgt in der Tat für ein noch hübscheres Auftreten und dürfte die Konkurrenz auch dieses Jahr wieder vor Neid erblassen lassen, zumal die die Präsentation, samt Statistikeinblendungen, Pre- und Half-Time-Show (selbstverständlich unter anderem wieder mit Shaquille O'Neal) etc. sowie den immens guten Kommentatoren und Experten, obendrein wieder für ein echtes TV-Erlebnis sorgt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert In Sachen Gameplay und Präsentation ist NBA 2K19 mal wieder über jegliche Kritik erhaben und zeigt hier ein weiteres Mal auf eindrucksvolle Art, wie sich eine Sportsimulation spielen lassen und wie sie aussehen muss. Leider gibt es aber noch immer ein Pay-2-Win-System, das zwar durchaus zurückgeschraubt wurde, aber demjenigen, der extra Geld ins Spiel steckt, noch immer einen gehörigen Vorteil verschafft. Wenn 2K sich hier auf alte Tugenden besinnt und Mikrotransaktionen, wenn sie denn schon sein müssen, auf kosmetische Features beschränken und endlich ein Anti-Cheat-System einfügen würde, dann würde NBA 2K mit Sicherheit die perfekte 10er-Wertung erhalten. So muss ich aber leider für die zwei angesprochenen Dinge ein paar Prozentpunkte abziehen, was aber nichts daran ändert, dass NBA 2K19 wohl wieder das mit Abstand beste und von uns höchstbewertete Sportspiel des Jahres sein wird.

NBA 2K19 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots








Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.4375 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.4375
  • Offizielle Lizenzen
  • Viele Spielmodi
  • Herausragende Präsentation
  • Tolle Grafik mit sehr vielen Details
  • Viele kleinere Neuerungen verbessern noch einmal das Gameplay
  • Immer noch Pay-2-Win-System
  • Kein funktionierendes Anti-Cheat-System

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Rezension vom: 21.09.2018
Kategorie: Sport
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