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Warhammer 40.000 - Inquisitor: Martyr

Entwickler: Neocore Games
Publisher: bigben Interactive

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 69,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

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Du bist ein Inquisitor, der der heiligen Aufgabe folgt, den göttlichen Willen des Imperators in den Weiten der Galaxie durchzusetzen. Deine Aufträge führen dich in einen entlegenen Sektor, in dem du auf das Klosterschiff Martyr stößt. Kaum an Bord, wird der Transporter von korrumpierten Geschützten zerstört und du überlebst nur mit Mühe und Not. Dein Ziel ist klar: Du willst herausfinden, was an Bord des Schiffes geschehen ist und wer es auf dein Leben abgesehen hat.



Meinung:

Wie Diablo, nur eben 40k
Fans von Videospielen, die auf den Spielen von Games Workshop basieren, konnten sich in den letzten Jahren durchaus freuen, denn der zeitliche Abstand zwischen neuen Titeln, die sich mit einem Teil zum Beispiel des Warhammer 40k-Universums beschäftigten, wurde immer geringer. Der neuste Titel hört auf den Namen Warhammer 40.000 - Inquisitor: Martyr, hat als Hauptfigur einen Inquisitor und ist ein Action-RPG im Stile der Diablo-Reihe.

Die Inquisitoren sind in dem düsteren 40k-Universum wahre Fanatiker. Sie sind von dem Willen erfüllt, ihrem Gottimperator zu dienen, was auch gleichzeitig ihre Hauptmotivation ist. Sie durchreisen die Galaxie und bekämpfen Häretiker oder solche, die sie verdächtigen, vom Chaos beeinflusst zu sein. Dabei gilt für sie die Schuldvermutung, sprich, dass ein Verdächtiger ihnen erst seine Unschuld beweisen muss. Dass sie ebenso vor Folter nicht zurückschrecken, macht diese Fanatiker nicht besonders sympathisch.

Rückfall in alte Zeiten
Wenn man das Spiel das erste Mal startet, muss man erstmal einen Account bei dem Entwickler NeoCore Games einrichten, denn ohne diesen läuft nichts. Als Erklärung für diesen darf der Multiplayer-Modus herhalten, der fest ins Game integriert ist. Inoffiziell ist das jedoch ein Rückfall in Zeiten, von denen man dachte, sie wären vorbei. Dass heutzutage, nach der ursprünglichen Kontroverse um die Always On Xbox One, es noch Titel gibt, die auf eine stetige Internetverbindung setzen, ist irritierend, um es milde auszudrücken.

Dabei ist der Mehrspieler-Part alles andere als stabil. Es kann oft vorkommen, dass man mitten in einer Multiplayer-Partie einen Verbindungsabbruch erhält und dadurch jedweden Fortschritt verliert, den man sich zuvor mühsam erarbeitete, was der Motivation auf Dauer eher abträglich ist.

Bitte warten!
Genauso wenig gefällt, dass in Extremfällen vom Start der Konsole bis zu dem Moment, in dem man endlich im eigentlichen Gameplay ist, sechs Minuten vergehen können. Ein Großteil dieser Wartzeit geht für die langen Ladezeiten drauf. Von diesen gibt es leider sehr viele, da fast jedes Mal, wenn man den Handlungsschauplatz wechselt, eine solche vorkommt.

Es ist jetzt nicht so, dass Inquisitor: Martyr keinen Spaß macht. Im Gegenteil: Die Faszination des Action RPG-Genres ist auch hier zu verspüren. Wenn man durch die Gänge einer 40K-Kathedrale geht und Feinde abschlachtet, dann fühlt man sich unterhalten. Ebenso macht die Jagd nach immer besserem Loot, um den Charakter stärker zu machen, sehr viel Laune. Doch es sind ausgerechnet vor allem handwerkliche Fehler, die verhindern, dass das Spiel am Ende wirklich endgültig überzeugen kann.

Ich brauche ein Tutorial!
Es sind zum Beispiel Dinge, wie die Tatsache, dass man zum einen jede Menge Tutorials erthält, beispielsweise über die Reise durch die Galaxie, aber andererseits werden naheliegende Themen nicht erklärt, wie beispielsweise der Kampf genau funktioniert und was die unterschiedlichen Fähigkeiten bringen. Das darf man selbst herausfinden.

Das Besondere ist, dass die jeweiligen Fähigkeiten, die man im Kampf einsetzen kann, nur bedingt von dem gewählten Charakter abhängig sind. Vielmehr kommt es auf die Aufrüstung an, die man anzieht. Dementsprechend vielfältig sind die Gaben, die man einsetzt. Einige buffen einen selbst, andere sorgen dafür, dass man mit einem Blitz vor allem kleinere Gegner im Nu erledigt. Was allerdings jetzt was auslöst, muss man selbst herausfinden, indem man sich durch die vielen Menüs arbeitet, bis man irgendwann eine Erklärung findet. Hierfür hätte man sich ein ausführliches Tutorial gewünscht.

Die Macht des Warps nutzen!
Man hat zu Beginn die Möglichkeit, zwischen 3 verschiedenen Charakteren zu wählen, die noch dazu sich in drei Klassen unterteilen. Da sind die Psioniker, die den Warp manipulieren können und dadurch Fähigkeiten, wie die Zeit stillstehen zu lassen, beherrschen. Die Assassinen, die einzigen weiblichen Spielfiguren, sind flinke Kämpfer, die vor allem aus der Entfernung agieren. Die eigentlichen Inquisitoren sind brutale Nahkämpfer. Dank der Subklassen ist allerdings auch möglich, einen Psioniker zu haben, der wie ein Tank agiert und seine besonderen Kräfte dabei kaum einsetzt. Hier lohnt es sich alle Klassen mal anzuspielen, um zu sehen, wie sie sich im Gameplay unterscheiden.

Allerdings ist die Steuerung gewöhnungsbedürftig und nicht durchdacht. Wie sonst ließe sich erklären, dass man die Kamera komplett mit dem rechten Stick steuert, inklusive Kamerazoom. So kann es schnell im Eifer des Gefechts passieren, dass man aus Versehen, anstatt die Blickrichtung zu verändern, ins Geschehen reinzoomt, was unter Umständen zum sofortigen Exitus führt. Noch besser ist, dass Warhammer 40k - Inquisitor: Martyr eine Autoaim-Funktion besitzt, die allerdings wiederholt den falschen Gegner anvisiert. Das ist vor allem bei den nervigen Bosskämpfen frustrierend, da die Levelbosse Schilde und Lebensenergie regenerieren, wenn man sich nicht ständig auf sie fokussiert. Die beste Option, diese Bosse zu erledigen, ist am Ende einfach, wie ein Tank nahe an sie heranzugehen und dann draufzuhalten, inklusive zeitweisem Rückzug, um sich zu heilen. Das Spiel besitzt zwar ein Coversystem, doch kann man das vernachlässigen, da die Deckung häufig durch Feinde zerstört wird oder einen beim Schießen behindert.

Was ist... 40k?
Immerhin ist die Story interessant. Die Geschichte um die Martyr, was geschehen ist und die Vorgehensweise des Inquisitors wird spannend erzählt. Allerdings sollte man schon Grundkenntnisse im 40k-Universum besitzen, da das Game einem nur bedingt erklärt, mit was man es teilweise zu tun hat.

Die Grafik versucht ihr bestes, das Dunkle und Düstere des 40K-Universums darzustellen, mit gemischtem Erfolg. Während die Level und die Darstellung im Game an sich fantastisch aussehen, wirken die Feinde ideenlos. Das Design wiederholt sich oft und es fällt schwer, Gegner auseinanderzuhalten, wenn man nicht auf sie zielt.

Dafür kann die Synchro überzeugen. Die englischen Sprecher machen einen guten Job. Die Musik selbst ist... vorhanden. Sie bleibt nicht im Kopf hängen.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Die Idee eines Action RPGs im Warhammer 40k-Univesum klingt reizvoll. Doch das Endprodukt enttäuscht in vielfacher Hinsicht: Online Only, extrem lange Ladezeiten, Tutorials, die nicht alles erklären, eine Steuerung, die man als missglückt bezeichnen muss und eine Grafik, bei der das Leveldesign überzeugt, aber die Gegner an sich nicht vom bloßen Zuschauen unterscheidbar sind, sind viele Punkte, die gegen das Spiel sprechen. Zwar macht das Gameplay an sich Spaß und auch das Warhammer-Universum wird gut dargestellt, aber das hilft nichts, wenn das Endprodukt insgesamt enttäuschend ausfällt.

Warhammer 40.000 - Inquisitor: Martyr - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.6875 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 5.50
Gameplay: 6.25
Wertung: 6.6875
  • Ein Action-RPG im Warhammer 40k-Universum
  • Gute Story
  • Gute englische Synchro
  • Lange Ladezeiten
  • Permanente Internetverbindung nötig
  • Missglückte Steuerung
  • Autoaim zielt auf die komplett falschen Figuren
  • Gegnerdesign ähnelt sich

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Rezension vom: 29.08.2018
Kategorie: Action
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