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Yakuza 0

Entwickler: Sega
Publisher: Sega

Genre: Adventure
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 19,99 €

Systeme: PC

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 32 GB RAM, Amd Ryzen 5 1600X Six-Core Processor 3,60 GHZ, Radeon RX 580 8 GB

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

Yakuza_0_Logo
Kazuma Kiryu ist ein junger, aufstrebender Yakuza. Er verdingt sich als Schuldeneintreiber, eine Tätigkeit, die er allerdings eher widerwillig ausübt. Eines Tages wird er jedoch in ein Komplott verwickelt. Er soll einen Schuldner in einem Gebiet umgebracht haben, das im Mittelpunkt des Interesses mehrerer Parteien steht. Um seine Unschuld und die seines väterlichen Mentors zu beweisen, verlässt Kiryu die Yakuza und baut sich im Tokyoter Kabukicho-Distrikt eine eigene Existenz auf. Dabei ist sein vorrangiges Ziel, herauszufinden, wer der wahre Mörder ist und wieso ausgerechnet ihm die Schuld daran zugeschoben wurde.



Meinung:

Japan en Detail
SEGA entdeckte den PC für sich, denn in der letzten Zeit sind wiederholt Videospiele, die die Firma in den letzten Jahren für die Konsolen herausbrachte, für den Computer umgesetzt worden. Mit dem digitalen PC-Release von Yakuza 0 feiert jetzt die bekannte Yakuza-Reihe ihr Computerdebüt, während Yakuza Kiwami, das Remake des ersten Teils, schon als nächstens in den Startlöchern steht, was eine krönende Entwicklung darstellt, da die Videospielserie es außerhalb von Japan lange schwer hatte, erfolgreich zu sein.

Hauptursache hierfür dürfte die Tatsache sein, dass die Spielereihe, wie schon früher die Shenmue-Spiele, das japanische Leben sehr detailliert wiedergibt, sogar bis hin zur Sprachausgabe. Was allerdings für die einen abschreckend wirken könnte, war für andere überhaupt erst das Argument, sich einen der insgesamt sieben Hauptteile zuzulegen und Fan der hochgelobten Serie zu werden.

Besonders für Neulinge geeignet
Für Neueinsteiger ist Yakuza 0 das beste Spiel. Das Game erschien ursprünglich 2015 für die PS3 und PS4, ehe die PS4-Fassung 2017 auch im Rest der Welt herauskam. Die Story ist im Jahr 1988 angesiedelt, also deutlich vor den Geschehnissen von Yakuza 1. Das hat natürlich den Vorteil, dass man als Neuling keinerlei Hintergrundwissen benötigt, um die Geschichte zu verstehen.

Die braucht allerdings etwas, bis man von ihr in den Bann gezogen wird und nicht mehr loskommt. Das liegt vor allem daran, dass die erste Stunde sehr dialoglastig ist und Zeit vergeht, ehe man die vollständige Kontrolle über Kazuma erlangt. Bzw. die Charaktere, da das Spiel eben nicht nur die Erlebnisse von ihm erzählt, sondern auch von Goro Majima. Alle zwei Kapitel wechseln sich beide ab, wobei erst nach und nach Berührungspunkte in der Erzählung zwischen den Zweien auftauchen, was daran liegt, dass sie an voneinander entfernten Orten Japans wohnen.

Die Mischung machts!
Hat man den Beginn von Yakuza 0 hinter sich, wird man wie gefangen sein. Dann lässt einen das Spiel nicht mehr los und man kann nicht mehr aufhören, zu spielen. Das liegt an der genialen Story und der Gameplaymischung aus RPG, Simulation und Beat'em Up. Die Geschichte ist komplex und vielschichtig, mal ernst, mal soaplastig und mal auch absolut komisch. Eine auf den ersten Blick merkwürdige Mischung, die allerdings perfekt funktioniert, eben weil die Entwickler sich darauf verstehen, die Erzählung so zu gestalten, dass sie nicht zu sehr in Extreme ausschlägt.

Gameplaytechnisch gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen den beiden Protagonisten. So kann man bei beiden durch die lebendigen Straßen der jeweiligen Stadt laufen, in der sie sesshaft sind. Überall stößt man auf interessante Details, wie einzelne Leute, die mit einem Schild gegen etwas protestieren, Hostessen, die die Straßen durchlaufen oder Leute, die für etwas werben und kostenlose Proben verteilen. Immer wieder trifft man allerdings ebenfalls auf Gruppen von Gegnern, mit denen man sich immer wieder prügeln wird. Ist man siegreich, erhält man dafür Geld, was man wiederum investieren kann, um seinen jeweiligen Charakter zu verbessern, Items zu kaufen oder es in das Viertel bzw. Läden zu stecken, die man kontrolliert.

So viel zu tun, so viel zu sehen!
Letzteres ist dabei auch der große Unterschiede zwischen den beiden Figuren. Kiryu handelt mit Läden und Grundstücken. Majima hingegen kümmert sich einzig und allein um sein Theater, das er im Laufe des Spiels kräftig ausbaut und attraktiver macht.

Der Ausbau ist dabei nur ein Zeitvertreib unter vielen. Es gibt noch viele andere Nebenaktivtäten, die vor allem den Charme von Yakuza 0 ausmachen. Man kann sich mit Baseballschlagen probieren, Karaoke singen oder sogar Videospielklassiker zocken. Letztere wurden so originalgetreu wie möglich In-Game nachgebaut. So kann man zum Beispiel Space Harrier zocken, was natürlich nur einer von vielen anderen, im Spiel eingebauten Arcadeklassikern ist. Karaoke hingegen ist vor allem für Fans von Rhythmusspielen zu empfehlen, die vor einer Herausforderung nicht zurückschrecken. Für Neulinge empfiehlt sich, nicht so schnell aufzugeben, denn das Gute ist, dass man selbst bei den gröbsten Schnitzern noch belohnt wird, was einen natürlich motiviert, es erneut zu probieren.

Wein trifft Faust!
Ebenso gibt es einfache Nebenquests. Wobei hier die Mischung ebenfalls interessant ist. Mal muss man einer angehenden Rockband unter die Arme greifen, ein anderes Mal für ein junges Mädchen ein bestimmtes Spielzeug aus einem Automaten herausholen.

Nicht zu vergessen die Nebencharaktere, die das Game erst so wirklich lebendig machen. Als Beispiel sei Bacchus genannt, der ausländische Boxtrainer, der häufig in der Nähe von Alkohol zu finden ist oder diesen gar mit sich führt. Jene Figur bringt einem nach und nach einen neuen Kampfstil bei, den man dann als Kiryu benutzen kann, wenn er nicht gerade in Schwierigkeiten steckt, jedenfalls.

In the Heat of the Battle
Generell ist das Kämpfen ein essentieller Bestandteil des Spiels und sehr gut inszeniert. Man kann zwischen verschiedenen Kampfstilen hin- und herschalten, wobei man in jedem Stil bis zu drei Balken ausfüllen kann, die für Hitze stehen. Sobald auch nur einer voll ist, kann man zum Beispiel einem schweren Gegner, der mit einem Sofa nach einem schlagen will, eben jenes Objekt auf den Kopf donnern. Sind alle drei Balken gefüllt, kann man sogar, je nach Stil, spektakulär inszenierte Spezialangriffe ausüben. Das Schöne an diesem Kampfsystem ist, dass es für jeden geeignet ist. Buttonmasher kommen ebenso weiter, wie all diejenigen, die sich mit den Feinheiten des Kampfsystems auseinandersetzen und so die spektakulärsten Kombos abfeuern können.

Wie schon eingangs geschrieben, ist die japanische Sprachausgabe essentiell für die gelungene Atmosphäre des Spiels. Die Sprecher machen eine sehr gute Arbeit. Vor allem in den Zwischensequenzen spürt man die Intensität der Dialoge, die man so vielleicht nicht versteht. Aber dafür gibt es ja die Untertitel, die einem beim Verständnis der Gespräche dann helfen.

In fast jeder Hinsicht ist das Spiel grandios. Das merkt man ebenfalls an der Optik. Die kann man am PC so hochschrauben, wie es der eigene Computer vollbringen vermag. Alles wirkt opulent und fantastisch, sogar die Wassereffekte. Man merkt außerdem an der Darstellung der Umgebung, wie gut die Entwickler recherchierten, wie das Japan des Jahres 1988 aussah. Hier stimmt jedes Detail! Einziger Wermutstropfen sind die Sequenzen, in denen die Geschichte auf ein Mal durch vollsynchronisierte, spärlich animierte Standbilder weitererzählt wird. Es ist leider unvorhersehbar, wann man so etwas erhält.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Die Umsetzung von Yakuza 0 für den PC ist ein Überflieger, dem hoffentlich bald auch die anderen Yakuza-Spiele folgen werden. Hier stimmt fast alles: Die Story, das Gameplay, die Grafik und der Sound! Es gibt viel zu entdecken und zu machen in diesem Game. Nachteil sind nur die spärlich animierten Zwischensequenzen und der etwas lahme Beginn.



Yakuza 0 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 9.00
Sound: 9.25
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.125
  • Unglaublicher Charme
  • Viele Nebenaktivitäten
  • Großartige Grafik
  • Dichte Atmosphäre
  • Einige Zwischensequenzen sind nur spärlich animierte Standbilder
  • Schwacher Beginn

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Rezension vom: 21.08.2018
Kategorie: Adventure
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