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Madden NFL 19

Entwickler: EA Tiburon
Publisher: EA Sports

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 57,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
madden_19_logo

Für viele bedeutet der Release des neuen Madden auch gleichzeitig den Anpfiff zur neuen NFL-Saison und wie jedes Jahr stellt man sich auch diesmal zwei Fragen: Wer wird im Februar im Super Bowl stehen und was für Neuerungen bietet das neue Madden? Auch wir haben uns diese Fragen gestellt und während wir bei Frage eins noch etwas grübeln, können wir euch die Antwort auf Frage zwei in diesem Test geben.

Meinung:

Defense
Letztes Jahr konnte Madden mit dem Longshot-Modus eine große Neuerung präsentieren. Klar dass eine solch große Veränderung nicht jedes Jahr zu bewerkstelligen ist, aber auch Madden NFL 19 hat durchaus einige Verbesserungen und Neuerungen zu bieten, wenngleich diese wohl vor allem Madden-Profis auffallen dürften. Eine dieser Verbesserungen betrifft die Defense-KI. Diese agiert nun nämlich noch intelligenter und stellt vor allem die Passempfänger besser zu. Im Gegenzug bedeutet das natürlich, dass der Spieler am Gamepad die Defense-KI noch besser lesen muss, um das Ei erfolgreich zum Mitspieler zu bringen. Aber nicht nur die Pass-Defense wurde verbessert, auch an der Arbeit gegen das Laufspiel wurde gearbeitet, was sich darin bemerkbar macht, dass breite Gassen eine echte Seltenheit darstellen - natürlich vor allem bei starken Defenses. Ein weiterer Punkt, bei der die Defense-KI nun besser agiert, ist das Spiel gegen Trickspielzüge. Waren diese bisher größtenteils von Erfolg gekrönt, ist dies nun eher die Ausnahme. Stattdessen passiert es nun viel häufiger, dass die Defense das Spiel durchschaut und den Quarterback sackt. Ohnehin muss man sagen, dass die Anzahl der Quarterbacksacks im Vergleich zu den letzten Jahren wesentlich höher ausfällt, was den Spieler auch fordert, da dieser nun schneller agieren muss.

Offense
Auf Seiten der Offense macht sich das neue Real Player Motion-System (RPM) besonders bemerkbar. Dank diesem ganz neuen System bewegen sich die Spieler nun authentischer als je zuvor. Durch die neuen Animationen haben Spieler am Gamepad nun noch mehr Kontrolle über ihre Spieler auf dem Feld und können so noch nie da gewesene, schnelle Cuts hinlegen. Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist dies aber nicht. Es reicht bei Weitem nicht aus, einfach nur die Sprinttaste zu drücken, um die Defense zu überwinden. Vielmehr ist vollkommene Spielerkontrolle und das richtige Zusammenspiel zwischen Tempo und Timing erforderlich.
RPM macht das Offensegame aber noch auf andere Weisen realistischer. So ermöglicht es nun zum Beispiel auch endlich den Running Back die Letzten ein oder zwei Yards zu schieben (was im Football „Push the Pile“ genannt wird), was einem gerade in knappen Entscheidungen eine ganz neue Möglichkeit bietet.
RPM wirkt sich aber nicht nur während des eigentlichen Spielgeschehens aus, auch nach einem erfolgreichen Touchdown, Safety oder anderem spielentscheidenden Moment kommt es zum Einsatz und ermöglicht es einem, ähnlich wie in FIFA, ganz eigene Jubelposen auszuführen. Abgesehen von diesen auffälligen Neuerungen, gibt es in Madden NFL 19 aber auch noch eine Vielzahl kleinerer Verbesserungen und Anpassungen, die wohl nur Experten im Einzelnen erkennen, insgesamt aber für ein runderes und realistischeres Spielgefühl sorgen.

Longshot: Homecoming

Bei den Spielmodi ist die Liste der Neuerungen eher überschaubar. Erfreulich ist, dass man die Geschichte von Devin Wade und Colt Cruise weiter erleben darf. Leider muss man aber sagen, dass die Geschichte in Longshot: Homecoming nicht an die durchaus spannende Story aus dem Vorgänger heran kommt. Gerade die Story rund um Colt Cruise erinnert diesmal stark an eine mexikanische Telenovela, mal ganz abgesehen davon, dass man während seiner Sequenzen meist nur zuschauen darf, anstatt selbst aktiv zu werden. Devin Wade hat es währenddessen endlich in die NFL, genauer gesagt in das Trainingscamp der Dallas Cowboys, geschafft und versucht so zu seinem ersten offiziellen NFL-Spiel zu kommen. Dieser Storyzweig bietet ein wenig mehr Spannung, insgesamt ist Longshot: Homecoming nach der Premiere im letzten Jahr aber eine herbe Enttäuschung. Immerhin können aber auch Madden-Neulinge einfach in die Story einsteigen. So erfährt man zwar nicht die Anfänge der beiden Hauptprotagonisten, ansonsten ist die Story hier aber vollkommen unabhängig und nutzt keine Entscheidungen, die man im letzten Jahr getroffen hat.


Franchise-Modus
Abgesehen vom rund 4-5 Stunden andauernden Story-Modus, bietet Madden NFL 19 noch viele weitere Spielmodi an. Neben dem schnellen Spiel, der Saison und verschiedensten Online-Modi gibt es so etwa auch wieder den allseits beliebten Franchise-Modus, in dem man wieder als Spieler, Trainer oder gar Besitzer einer Franchise eine Dynastie aufbauen muss. Am interessantesten ist dabei wieder der Part des Eigentümers, da man sich so nicht nur um die Geschicke auf dem Platz und rund um die Mannschaft, sondern eben auch um alle anderen Aspekte des Teams kümmern muss und so zum Beispiel auch einen Umzug in eine andere Stadt veranlassen kann. Ganz unabhängig davon, für welche Art man sich nun entscheidet, sucht man ganz große Neuerungen im gesamten Franchise-Modus vergeblich. Ein paar Dinge fallen einem dann aber doch auf. So fallen einem zum Beispiel auf Anhieb die neuen Umgebungen auf, weshalb man als Trainer nun nicht nur in einem moderneren Büro sitzt und sich etwa auf einem Fernseher die besten Snapshots des vergangenen Spiels anschauen, sondern auch den Gang in die Umkleide wagen kann. Ebenfalls neu ist auch die Art, wie man Spieler im Franchise-Modus verbessert und wie sie klassifiziert werden. Dies geschieht nun über das sogenannte Spieler-Archetypen-Fortschrittssystem, in dem jede Position in zwei bis vier Stile unterteilt wird, mit denen der Spieler schlussendlich bewertet wird. Das hört sich im ersten Moment etwas kompliziert an, ist in der Praxis aber wirklich nachvollziehbar. Am besten lässt es sich wohl anhand der wichtigsten Position beim Football, der des Quarterbacks erklären: Dieser wird nun in vier Stile unterteilt (Field General, Scrambler, Strong Arm und West Coast), wobei sich der Stil auf das Spiel des original Spielers bezieht. Ein Aaron Rodgers ist zum Beispiel bei „Field General“ sehr gut, während die anderen Stile etwas schwächer sind. Um diese Defizite, wenn man das bei einem Spieler wie Rodgers überhaupt so bezeichnen kann, zu tilgen, kann man nun durch XP gewonnene Skill Points auf die schwächeren Stile einsetzen. So verbessert sich dann selbst ein Aaron Rodgers noch. Selbstverständlich gilt dies aber nicht nur für Rodgers bzw. für einen Spieler, sondern für alle Spieler des Teams. Zu diesem Zweck werden einem nach jedem Spiel auch sämtliche Spieler angezeigt, die einen oder mehr freie Fähigkeitenpunkte besitzen und so für eine Verbesserung bereit sind.
Eine weitere, etwas umfangreichere Neuerung ist auch die Möglichkeit nun endlich eigene Draft Classes zu erstellen und mit anderen Spielern zu teilen. Ansonsten gibt es noch geringere Änderungen an den Coach Schemes, den Depth-Chart-Positionen und viele weitere kleinere Verbesserungen, die aber wohl wieder nur echte Madden-Experten spüren werden.

Madden Ultimate Team
Beim wohl beliebtesten aller Spielmodi, dem Madden Ultimate Team, kurz MUT, gibt es ebenfalls ein paar kleinere Neuerungen. Die nennenswerteste ist dabei sicherlich die, wie man Spieler verbessert. War es letztes Jahr noch recht schwierig und zeitintensiv seine Spieler zu verbessern, wurde dies mit Madden NFL 19 nun wesentlich vereinfacht. Geschafft wurde dies durch die neue Währung „Training“, die man durch das Verkaufen nicht benötigter Gegenstände erlangt und die auf schnelle und einfache weise Spielerverbesserungen einbringt. Um noch mehr Überblick zu schaffen, wurde zudem das Einsetzen von Gegenständen vereinfacht. Anstatt wie bisher jedes Mal den Gang zu den Sets gehen zu müssen, erhält man nun auf der Rückseite einer jeden Spielerkarte einen schnellen Überblick über die Aufwertungsmöglichkeiten. Dies ist wirklich wesentlich komfortabler und spart insgesamt auch eine Menge Zeit ein. Ebenfalls neu ist, dass man Spieler nun auch wieder abwerten kann, wodurch man nun auch ursprünglich aufgewertete Spieler endlich verkaufen kann. Das Schöne dabei ist, dass man einen Teil seiner eingesetzten Gegenstände sogar wiederbekommt. Von solchen kleinen aber sinnvollen Verbesserungen gibt es noch allerhand. Ich möchte hier aber lieber auf eine etwas größere Neuerung zu sprechen kommen. In Madden NFL 19 ist es nun nämlich endlich möglich, die in Madden NFL 18 beliebten MUT-Squads auch gegen die KI auszutragen, was vor allem für all diejenigen unter euch interessant sein dürfte, die ungern gegen menschliche Spieler antreten. Was hingegen sehr bedauerlich ist, ist dass noch immer ein gewisser Pay-2-Win-Faktor vorhanden ist. Denn wer sich nicht die Mühe machen möchte seine Spieler, wie eben beschrieben, zu verbessern, kann sich auch einfach gegen Echtgeld Premium-Kartenpakete kaufen. Ich hoffe sehr, dass EA einsieht, dass dies den fleißigen Spielern gegenüber unfair ist und sich da noch irgendeinen Kniff einfallen lässt, dass man für seine Geduld und Zeit extra belohnt wird. Bis dahin muss man aber damit leben und sich zumindest über die vielen kleineren und größeren Neuerungen und Verbesserungen erfreuen, die EA den Spielmodi verpasst hat und die beinahe ausnahmslos positiv zu bewerten sind.


Wie im TV

In Sachen Grafik gibt es ebenfalls fast ausschließlich Positives zu vermelden. Kurioserweise sorgt hier allerdings gerade das neue Real Player Motion-System für Probleme, denn leider sorgen die neuen Animationen, die mit dem RPM-System Einzug gehalten haben, für manch lustige Verschränkung. Diese sind aber wirklich nur ganz selten zu beobachten, weshalb man sich 99% des Spiels über die tolle Grafik und Präsentation erfreuen kann. Die Spielermodelle wirken nämlich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal detaillierter, der Schweiß ist noch besser zu sehen und die allermeisten Bewegungen laufen butterweich ab. Eine Sache, bei der ich wirklich überrascht war, ist, dass es EA sogar geschafft hat die Präsentation des Ganzen noch einmal zu verbessern - schließlich bewegt sich die Serie hier ohnehin schon seit Jahren an der absoluten Spitze. In diesem Jahr hat EA aber tatsächlich noch einmal einen draufgesetzt. Zu dem ohnehin schon von TV-Übertragungen kaum unterscheidbaren Interface kommen nun nämlich noch einmal ein paar tolle neue Kamerafahrten, eine neue Half-Time-Show, 3D-Karten, die einem zeigen, wo gerade andere Partien stattfinden und überarbeitete Stadien hinzu. Vor allem das Arrowhead Stadium der Kansas City Chiefs, Gillette Stadium (New England Patriots), Hard Rock Stadium (Miami Dolphins), Mercedes-Benz Stadium (Atlanta Falcons), New Era Field (Buffalo Bills), Nissan Stadium (Tennessee Titans), Raymond James Stadium (Tampa Bay Buccaneers) und Soldier Field (Chicago Bears) haben dabei jeweils einen kräftigen Feinschliff erhalten und sehen nun im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Stück realitätsnaher aus. Zusammen mit den ebenfalls schon seit Jahren grandiosen Kommentatoren und Umgebungsgeräuschen kommt so eine unglaublich dichte Atmosphäre auf, die man sonst eben nur aus den TV-Übertragungen kennt. Das i-Tüpfelchen obendrauf wäre jetzt noch, wenn in der deutschen Fassung die Stimmen von Patrick Ezume und Co. von ranNFL auswählbar wären. Mich würde es aber nicht wundern, wenn wir auch das bald erleben werden - gerade in Anbetracht dessen, dass die NFL in den letzten Jahren eben durch ranNFL und dessen Kommentatoren hierzulande einen unglaublichen Popularitätsschub erfahren hat.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert In diesem Jahr gibt es keine große Neuerung wie etwa den Storymodus im letzten Jahr, doch auch diesmal hat EA wieder zahlreiche, wenn auch vergleichsweise kleinere Neuerungen, Veränderungen und Verbesserungen getätigt, die insgesamt für ein runderes und authentischeres Gameplay sorgen. Hinzu kommt eine noch nie da gewesene Präsentation, die sowohl optisch als auch von der Aufmachung her kaum noch von einer echten TV-Übertragung zu unterscheiden ist. Für mich ist Madden NFL 19 deswegen wieder einmal das beste Madden aller Zeiten und ein absolutes Muss für jeden NFL-Fan, von denen es in Deutschland ja von Jahr zu Jahr mehr gibt.

Madden NFL 19 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.1875 Grafik: 9.25
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.1875
  • Neues Real Player Motion-System
  • Zahlreiche kleinere Neuerungen
  • Nochmals verbesserte Präsentation
  • Defense-KI agiert klüger
  • Viele Spielmodi
  • Story von Longshot: Homecoming erinnert an eine Telenovela
  • MUT beinhaltet immer noch einen Pay-2-Win-Faktor
  • Hier und da seltsame Verrenkungen zu beobachten

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Rezension vom: 16.08.2018
Kategorie: Sport
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