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Onrush

Entwickler: Codemasters
Publisher: Koch Media

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 63,89 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One, Xbox One X

Inhalt:
onrush_logo

Battle Royale-Spiele sind momentan der Trend. Nahezu jedes Spiel, das was auf sich hält, muss anscheinend einen solchen Modus anbieten. Dass dies ein Arcade-Racer machen würde, mutet dann doch etwas seltsam an, aber genau diesen schwierigen Spagat möchte Codemasters, die sich im Racing-Genre ja bekanntermaßen auskennen, mit Onrush schaffen. Ob dies gelingt, haben wir für euch getestet.

Meinung:

Worum geht es in Rennspielen? Klar, werden jetzt alle sagen, natürlich darum, möglichst exakt über die Pisten zu fahren und als Erster die schwarz-weiß karierte Flagge zu sehen. Was soll so eine dumme Frage? Wer Onrush das erste Mal startet, wird verstehen, weshalb ich diese anscheinend so überflüssige Frage gestellt habe, denn in Onrush ist alles anders. Hier geht es nicht darum, schnelle Rundenzeiten und als führender über die Ziellinie zu fahren. Ganz im Stile der Battle Royale-Games ist man hier Teil eines aus insgesamt sechs Wagen bestehenden Teams, das entweder online ausschließlich von anderen Spielern oder Offline von der KI gesteuert wird. So oder so ist es in der Regel das Ziel, gegnerische Fahrzeuge mit sogenannten Takedowns zu eliminieren und so eine bestimmte Punktzahl zu erreichen, um das Match für sein Team zu entscheiden. Die Takedowns, also das Eliminieren von Gegnern, kommen dabei am einfachsten zustande, indem man auf seine Gegner springt, denn auch dies ist ein wichtiger Punkt in Onrush – unabhängig vom gewählten Modus. Durch Sprünge und Tricks lädt man nämlich seinen Boost auf, mit dem es einfacher ist, die Gegner auf die Hörner zu nehmen. Aus diesem Grund bieten die insgesamt zehn Strecken auch zahlreiche Möglichkeiten an, sich in die Lüfte zu begeben.

Vier Spielmodi
Was sich hier nach einer Menge Chaos anhört, ist es zunächst auch. In den ersten Rennen ist man tatsächlich total überfordert und fragt sich nicht nur einmal, was hier eigentlich los ist. Eine Möglichkeit, sich langsam an das Ganze heranzutasten, gibt es aber im Form der Karriere. Diese kann man zwar auch gemeinsam mit Freunden spielen, ich würde es aber empfehlen, diese allein anzugehen. Auf diese Weise lernt man nämlich alles Wichtige kennen. So zum Beispiel auch die vier unterschiedlichen Spielmodi, die sowohl in der Karriere, als auch später in den Online-Rennen auf einen warten. Fangen wir hier am besten bei dem noch übersichtlichsten und am ehesten an normale Rennen erinnernden Countdown-Modus an, in dem es Ziel ist, durch Tore zu fahren, bevor der Countdown oben abgelaufen ist. Jedes Mal, wenn ein Teammitglied dies schafft, gewinnt das Team Zeit dazu. Sieger ist natürlich am Ende das Team, das seine Zeit länger am Laufen halten kann.
Unübersichtlicher wird es schon im Lockdown-Modus. Dieser ist am ehesten mit einem Domination-Modus zu vergleichen, denn genau wie in diesem aus vielen Spielen bekannten Modus gilt es auch hier, einen bestimmten Punkt mit mehr Spielern (in diesem Fall natürlich Autos oder Motorräder) zu belagern, um ihn so für sein Team zu gewinnen.
Der dritte Modus ist der wohl rasanteste. Im Overdrive-Modus geht es nämlich darum, durch das Einsammeln und Einsetzen von Boosts Punkte zu generieren. Sieger ist hier das Team, das durch diese Weise als erster eine bestimmte Punktzahl erreicht bzw. als erster drei Runden gewonnen hat. Der vierte und letzte Spielmodus ist auch gleichzeitig der wildeste. Im sogenannten Switch-Modus gilt es seine Gegner zu eliminieren, wobei jeder (KI-)Spieler nach einem erlittenen Takedown in ein anderes Vehikel wechselt. Dies geht so lange, bis ein Team keine Switch-Möglichkeiten mehr zur Verfügung hat und infolgedessen verliert.
Damit man bei all dem auch ja immer mitten im Geschehen ist und sich nicht etwa vor einem Takedown versteckt, gibt es hier keinen Gummibandeffekt, sondern gleich Teleportationen, die automatisch einsetzen, wenn man zu weit hinter dem Feld hinterherfährt und einen so wieder an die Spitze befördert.

Durchblick im Chaos erlangen

In der Karriere lernt man aber nicht nur die verschiedenen Modi für die späteren Online-Matches kennen, sondern auch wie man sich auf der Strecke am besten verhält und was es dort alles zu beachten gibt, kann man hier gut herausfinden und üben. In der Tat gibt es tatsächlich so einiges zu beachten, wodurch das schiere Chaos dann auch etwas übersichtlicher wird. So stellt man zum Beispiel schnell fest, dass man nicht nur durch Sprünge und Tricks Boost gewinnen kann, sondern auch durch die zahlreichen, etwas blass dargestellten KI-Fahrer, die ohne Gegenwehr nur dafür im Feld mitfahren, um gecrasht zu werden, um einem so Boost zu verschaffen. Eine weitere Sache, die man herausfindet, ist, dass man nach einem Treffer nicht immer gleich kaputt ist und man durchaus noch weiterfahren kann, wenngleich man nach einem heftigen Treffer dann erst einmal für kurze Zeit besonders verwundbar ist. Dass einem genau dieser Zustand mit einem akustischen sowie visuellen Signal auf dem Bildschirm klar gemacht wird, hat man ebenfalls schnell herausgefunden. Auch die Frage, weshalb manche gegnerischen Autos ab und an mit roten Markierungen über ihren Dächern herumfahren, ist schnell herausgefunden. Dadurch wird nämlich deren momentane besondere Empfindlichkeit dargestellt. Auf diese Weise findet man sich im anfänglichen Chaos immer besser zurecht.

Spezialfähigkeiten
Mit der Zeit bekommt man so auch heraus, dass einem nicht nur Boost zur Verfügung steht. Jedes der acht Vehikel, die in sechs Buggys und zwei Motorräder aufgeteilt sind, verfügt nämlich über besondere Fähigkeiten. Diese kann man jederzeit aktivieren und kann zum Beispiel ein Schutzschild sein oder unterschiedliche Möglichkeiten extra Boost zu gewinnen.Wie gesagt, dauert es seine Zeit, bis man sämtliche Fähigkeiten der Vehikel kennengelernt hat. Wenn man sie aber einmal kennt, lassen sie sich sogar gezielt als Teil einer Taktik einsetzen. Ich bin schon gespannt, welche Ideen sich permanente Teams einfallen lassen.
Ein weiteres Extra, das eingesetzt werden kann, ist der Rush. Auch dieser ist von Vehikel zu Vehikel ganz individuell und lässt einen nicht nur mit einem besonders schnellen Geschwindigkeitsboost an seinen Gegnern vorbeifahren, sondern verleiht beispielsweise allen in der Nähe befindlichen Teamkollegen eine extra Portion Boost oder hinterlässt leuchtende Hindernisse, in die im Idealfall der eine oder andere Gegner fährt. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Fähigkeiten, muss der Rush aber erst durch Boost aufgeladen werden.

Ganz im Stile eines Battle Royale-Spiels
Dass Onrush kein herkömmliches Racinggame, sondern vor allem die Battle Royale-Fans für sich gewinnen möchte, merkt man aber nicht nur an dem außergewöhnlichen Gameplay. Auch was danach kommt, ist für Rennspiele ungewöhnlich, für Battle Royale-Spiele hingegen aber ganz typisch. Die Rede ist von den ganzen Auszeichnungen, Rangaufstiegen und Bestenlisten, die man nach jedem einzelnen Match zu sehen bekommt – inklusive komisch herumtanzenden Avataren.
Was auch nicht fehlen darf, sind die heiß geliebten Lootboxen, in denen auch hier neue Klassen bzw. in diesem Fall eben Vehikel, Skins, Tags, Posen und Grabsteine, die man bei einem Crash hinterlässt, zu finden sind. Dass ich kein Fan von Lootboxen bin, muss ich wohl nicht extra betonen. Aber ich finde es gut, dass man hier zumindest nicht über irgendwelche Mikrotransaktionen reden muss. Die Lootboxen erhält man nämlich ausschließlich als Belohnung oder gegen im Spiel eingefahrene In-Game-Währung.

Nicht nur das Gameplay ist rasant
Dass Onrush spielerisch viel Tempo und Action bietet, haben wir nun zur Genüge klargestellt, allerdings gilt dies in gleicher Weise auch für die Technik. Trotz des wahnsinnigen Tempos, Wettereffekten und den zahlreichen anderen Effekten, die eigentlich das gesamte Spiel über auf dem Bildschirm zu sehen sind, läuft Onrush stets flüssig und ohne irgendwelche Probleme. Selbst kleine Ruckler konnte ich nicht feststellen. Natürlich könnte alles noch ein wenig detaillierter sein und eine Onboardkamera wäre auch nett gewesen, doch dass beides nicht vorhanden ist, fällt nicht ins Gewicht – zum einen, weil man durch das Tempo und die besagten Effekte ohnehin nicht mehr Details erkennen könnte und zum anderen, weil durch die gebotene Außenansicht mehr Übersicht geschaffen wird.
Das Einzige, was mich ein wenig stört, ist, dass man immer wieder aus dem Geschehen gezogen wird, denn nach einem Crash oder Takedown wird einem nämlich erstmal – in bester Battle Royale-Manier – die „Kill-Cam“ gezeigt, bevor man dann noch ins Autoauswahlmenü geschickt wird. Erst dann darf man wieder am Geschehen teilnehmen. Das stört ein wenig, passt im Gegenzug aber natürlich zum ganzen Battle Royale-Auftreten des Spiels.

Online-Modus wird noch ausgebaut
In Online-Matches zeigt sich ebenfalls ein flüssiges Bild. Lags oder ähnliches gibt es nicht. Dafür aber die Möglichkeit, ganz bequem Freunde einzuladen, was gerade in Hinsicht auf feste Teams sicherlich ein guter Schachzug war. Allerdings kann man sich bisher leider noch nicht in Ranglisten-Matches duellieren, die kommen nämlich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Was (zumindest bisher) gar nicht beabsichtigt ist, ist ein lokaler Spielmodus oder gar ein Splitscreen-Modus. Das finde ich sehr schade, da ich denke, dass Onrush auch hier sehr viel Spaß machen würde. Nichtsdestotrotz präsentiert sich der Multiplayermodus bereits jetzt auf einem sehr guten Niveau, weshalb es auch Spaß macht, sich „nur“ in normalen Matches zu messen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Wer Onrush kauft, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er damit kein Racing-Game im eigentlichen Sinne und erst recht kein Singleplayer-Game kauft. Vielmehr ist Onrush Battle Royale auf vier Rädern. Wem das klar ist, der wird mit dem Spiel von Codemasters auch seine Freude haben. Es dauert zwar ein bisschen, bis man durch das grafische und spielerische Chaos durchblickt, doch dann entwickelt sich eine Art Suchtfaktor, wie sie auch „herkömmliche“ Battle Royale-Spiele entfachen und sie so erfolgreich machen.
Wem bei den Battle Royale-Spielen bisher die PS gefehlt haben, wird mit Onrush also genau das richtige finden.

Onrush - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 8.00
Sound: 7.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.75
  • Immer Action
  • Einfache Steuerung
  • Flüssige Grafik
  • Schön gestaltete Strecken
  • Frisches Spielkonzept
  • Nur vier Spielmodi
  • Zunächst etwas chaotisch
  • Kein lokaler oder Splitscreen-Modus
  • Crashcam zieht einen immer wieder aus dem Geschehen
  • Etwas Detailarm

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Rezension vom: 23.06.2018
Kategorie: Sport
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