Splashpages  Home Games  Rezensionen  Rezension  Shaq Fu: A Legend Reborn
RSS-Feeds
Podcast
http://splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 2.840 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

Shaq Fu: A Legend Reborn

Entwickler: Big Deez Productions
Publisher: Wired Productions

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 29,95 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
shaq_fu_logo

Wenn man im Internet nach den schlechtesten Games aller Zeiten sucht, wird man sehr oft auf Shaq-Fu treffen. Das 1994 für den Mega Drive und SNES (später folgten noch Umsetzungen für den Game Boy, Game Gear und Atari) erschienene Spiel, in dem NBA-Spieler Shaquille O'Neal als Kung Fu-Meister die Welt vor der bösen Mumie Sett Ra rettete, machte so ziemlich alles falsch und landete somit in dieser unrühmlichen Liste.
Doch wie es bei Trash so oft der Fall ist, wird dieser mit der Zeit immer mehr zum Kult (man denke nur an Sharknado) und so war es auch keine allzu große Überraschung, als im März 2014 plötzlich eine Indigogo-Kampagne startete, um eine Fortsetzung zu finanzieren. Tatsächlich fanden sich genügend Verrückte, die bis zum Mai über eine halbe Millionen US-Dollar springen ließen. Nun, etwa vier Jahre später und mit Hilfe von Publisher Wired Productions ist Shaq Fu: A Legend Reborn erschienen und natürlich fragen sich viele, ob es den Trash-Kult weiterführen will oder tatsächlich etwas gutmachen möchte. Die Antwort auf diese Frage findest Du wie immer im folgenden Test.

Meinung:

Nachdem wir die Entstehungsgeschichte des Spiels nun genauestens erläutert haben, fangen wir jetzt mit der eigentlichen Story des Spiels an. Um es direkt zu sagen: Wer eine Besserung gegenüber dem legendären Vorgängers erhoffte, wird bitter enttäuscht sein. Die Story von A Legend Reborn steht in Sachen Trash der damaligen Geschichte nämlich in Nichts nach, wenn sie sie nicht gar übertrifft. Diesmal ist Shaq nicht im Rahmen eines Charity-Basketball-Spiels in Japan (was ja noch halbwegs plausibel war), sondern wurde als Säugling in einem chinesischen Fluss ausgesetzt, wo er später gefunden wird. Da er anders aussieht und auch deutlich größer ist als alle um ihn herum, wird er später in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt, weswegen er sich ausgegrenzt fühlt. Wie in einem Klischee-Kung-Fu-Film nimmt sich ein alter Kung-Fu-Meister seiner an, der ihm die Kampfkunst von der Pike auf beibringt. Natürlich macht er das aber nicht aus vollkommener Uneigennützigkeit, sondern weil er weiß, dass Shaq der Auserwählte einer uralten Prophezeiung ist. Das sagt er seinem Schüler selbstverständlich nicht, weshalb dieser, als sein Meister von einem Bösewicht ermordet wird, zunächst nur auf Rache aus ist, ohne zu wissen, dass er damit auch gleich die Prophezeiung erfüllt.

Trashig aber nicht kultig

Wer glaubt, sinnloser könnte es nicht mehr werden, der darf sich auf einige Überraschungen freuen. Zuviel möchte ich hier nicht verraten, aber auf jeden Fall verwandelt sich Shaq das ein oder andere Mal in verschiedene Shaq-Versionen. Darunter, in Anlehnung an seinen früheren Spitznamen, Diesel-Shaq (eine Art Terminator) und Kaktus-Shaq… ja, Kaktus-Shaq, ich habe mich nicht verschrieben.
Nicht weniger skurril geht es auch bei den Feinden zu. Einen Hauptbösewicht, wie man ihn noch beim Vorgänger zu besiegen hatte, gibt es dabei diesmal nicht. Stattdessen warten in den sechs Kapiteln immer unterschiedliche Bossgegner, die ganz offensichtlich echten Berühmtheiten nachempfunden wurden. So kämpft man hier zum Beispiel gegen eine sehr seltsam wirkende Version von Paris Hilton, die ihren kleinen Chihuahua an der Leine herumwirbelt oder auch Donald Trump.
Wirklich lustig oder gar kultverdächtig ist das aber nicht. Dafür ist das Ganze einfach nicht spaßig genug. Das gilt auch für die zahlreichen Oneliner, die der alte Kung-Fu-Meister und Shaq immer wieder von sich geben und dabei nicht einmal versuchen, den Sexismus zu verbergen.
Das Einzige, was Kultcharakter hat, ist das Titellied. Das ist zwar genauso trashig, aber zumindest hat Shaq selber gerappt.

Das „Gameplay“
Wer sich gefragt hat, warum bisher noch kein Wort zum Gameplay gefallen ist, dem sei gesagt, dass dies aus gutem Grund geschah. Denn im Grunde ist das Gameplay das Vernachlässigenswerteste am gesamten Spiel. Im Prinzip geht es ausschließlich darum, alles und jeden auf einfachste Art und Weise zu verprügeln. Nur bei den Bossgegnern ist manchmal so etwas wie Taktik gefragt, wenn zum Beispiel erst irgendwelche Stromkondensatoren zerstört werden müssen. Ansonsten reicht es aus, mit dem einem Schlag und den beiden Specials wild auf die wenig unterschiedlichen, aber zugegebenermaßen fantasievoll gestalteten, Gegner einzuschlagen. Präzision und Timing ist dabei nicht gefragt, denn beides ist schlichtweg nicht vorhanden. Auch das Trefferfeedback fehlt vollkommen und aufregend oder gar herausfordernd ist das Ganze auch nicht gerade. Die Herausforderung wird einzig und allein durch die schiere Anzahl an Gegner produziert, von denen es schon im ersten Level weit mehr als 100 zu verprügeln gilt.

Für alle Animationen hat es nicht mehr gereicht
Kommen wir nun noch zur Grafik, die leider auch keine Besserung einbringt. Zwar sind die Hintergründe und Comicfilmchen, in denen die Geschichte erzählt wird, ganz nett und auch die Animationen von Shaq schauen ordentlich aus. Für die Gegner waren dann aber offensichtlich nicht mehr genügend Animationen übrig, zumindest vermitteln dies die paar Bewegungen, die sie drauf haben.
Ebenso wenig hat es für einen Koop-Modus gereicht, was bei der Qualität des Spiels jetzt zwar nicht so tragisch ist, aber grundsätzlich doch eigentlich dazugehören sollte.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Zu Anfang dieses Tests habe ich die Frage gestellt ob Shaq Fu: A Legend Reborn den Trash-Kult weiterführen oder tatsächlich etwas gutmachen will, was das Original 1994 versemmelt hat. Nachdem ich das Spiel nun ausgiebigst getestet habe, komme ich zu der Antwort, dass keines von beiden zutrifft. Vielmehr scheint es so, als ob die Entwickler das Original als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten ablösen wollten – allerdings ohne dabei irgendwann als Kult durchzugehen. Abgesehen von Shaqs Rap-Einlagen bietet das Spiel nämlich nichts Kultiges, sondern einfach nur eine dumme Story, schlechtes Gameplay, schlechte Animationen, eine Handvoll Gegnerdesigns und dämliche Sprüche.

Shaq Fu: A Legend Reborn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 4.5 Grafik: 4.00
Sound: 6.00
Steuerung: 6.00
Gameplay: 2.00
Wertung: 4.5
  • Shaqs Rap-Einlagen
  • Steuerung funktioniert tadellos
  • Miese Story
  • Langweiliges Gameplay
  • Schlechtes Trefferfeedback
  • Es fehlt an Gegner-Animationen
  • Kein Kult-Faktor

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 20.06.2018
Kategorie: Action
«« Die vorhergehende Rezension
Street Fighter 30th Anniversary Collection
Die nächste Rezension »»
Vampyr
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6