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Pizza Connection 3

Entwickler: Gentlymad
Publisher: Astragon

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 27,99 €

Systeme: PC

Anforderungen: Windows 7,8, 10 64-bit; Intel i5 5th Generation 3.5GHz, AMD FX 3.5GHz; 6 GB RAM; Nvidia GTX 970, AMD Radeon R9 390, 4GB Vram; 5000 MB verfügbarer Speicherplatz

Inhalt:
pizza_connection_3

17 Jahre sind eine lange Zeit. Währenddessen wurde der Euro eingeführt, Benedikt XVI. wurde Papst und Angela Merkel Bundeskanzlerin, Barack Obama war US-Präsident und Deutschland gewann die Fussball-Weltmeisterschaft. Warum ich das alles aufzähle? Weil es geschlagene 17 Jahre gedauert hat, bis endlich der dritte Teil der Wirtschafts-Simulation Pizza Connection erschienen ist. Hat sich die Wartezeit zumindest gelohnt? Um diese Frage zu beantworten, haben wir unsere eigene Pizzeria eröffnet ...

Meinung:

Wie wir eingangs groß und breit erläutert haben, sind 17 Jahre eine wirklich lange Zeit (viele von euch waren da wahrscheinlich noch gar nicht geboren). Man könnte also meinen, dass sich die Entwickler in dieser Zeit viele Neuerungen haben einfallen lassen. Doch falsch gedacht. Pizza Connection 3 ist so Retro, wie es nur sein kann. Echte Neuerungen gibt es nur ganz wenige und die auch nur als kleine Details. Am Gameplay hat sich seit Teil zwei, ja sogar gegenüber des 1994 erschienenen ersten Teils, nichts geändert. Damals wie heute gilt es eine erfolgreiche Pizzeria aufzubauen, wozu wir eigene Pizzen entwerfen, den Laden ausstatten und Personal einstellen.

Klientel bei Laune halten
Ganz so einfach, wie es sich hier vielleicht anhört, ist es dann aber doch nicht. Denn auch wenn sich unser Laden, anders als moderne Pizzerien, komplett auf die italienische Köstlichkeit konzentriert und nicht etwa auch noch Getränke, andere Gerichte oder auch nur Pizzabrötchen anbietet, müssen wir genau überlegen, was wir auf die Karte setzen. Je nach Standort unseres Restaurants erwarten wir nämlich unterschiedliche Klientel (Bonzen, Studenten, Touristen, Teenager, Arbeiter und Gruftis, die in diesem Fall Rentner darstellen), die allesamt unterschiedliche Vorlieben haben. Dies gilt aber nicht nur für die Pizzen, sondern auch für die Einrichtung, denn auch hier erwarten Gruftis etwas ganz anderes als Teenager. Nachdem wir also anhand des übersichtlichen Diagramms entnommen haben, welche Klientel wir vorzugsweise erwarten dürfen und zu welcher Uhrzeit, gilt es danach sein Restaurant einzurichten. Dies kann man entweder selber machen oder überlässt es für einen kleinen Betrag einem Innenarchitekten. Als Nächstes steht dann die Karte auf dem Plan. Auch hier hat man die Möglichkeit einen Koch anzuheuern, der dann von sich aus passende Pizzen kreiert, aus einer Vorwahl an Pizzen auszuwählen oder selber tätig zu werden. Das Besondere an Pizza Connection war natürlich schon immer, dass man selber Pizzen kreieren konnte, weshalb man sich das natürlich auch diesmal nicht nehmen lässt.

Pizza backen
Auch beim Pizzabacken setzen die Entwickler übrigens auf Altbewährtes, weshalb alte Pizza Connection-Spieler sich beim Erstellen ihrer eigenen Pizzen sofort heimisch fühlen. Wie früher steht man zunächst vor einem mit Tomatensoße bestrichenen Teig, der auch nicht zwingend rund ausgerollt sein muss, und hat rechts alle nur erdenklichen Zutaten zum Belegen in einer Liste. Neben klassischen Zutaten wie Tomaten, Salami, Knoblauch, Thunfisch, Champignons, Paprika und natürlich verschiedene Käsesorten, sind unter den über 75 Zutaten auch ungewöhnliche wie Frösche oder Regenwürmer zu finden. Zudem kann man entscheiden, in welcher Form die Zutaten auf die Pizza gelegt werden sollen. Bei Käse bietet es sich zum Beispiel an, diesen möglichst klein gerieben drüber zu streuen. Wer möchte, kann aber auch größere Stücke drauflegen, bis hin zu ganzen Käseecken. Ebenso kann man aber etwa auch ganze Fischdosen auf die Pizza legen. Der Kreativität sind hier also quasi keine Grenzen gesetzt, dennoch sollte man aber nicht einfach draufloslegen. Schließlich sollen die Pizzen den Kunden schmecken, weshalb man immer ein Auge auf das eingeblendete Smartphone haben sollte, auf dem die Kunden in Echtzeit Feedback geben. Wenn einer Klientel eine soeben draufgelegte Zutat nicht zusagt, sollte man diese also schleunigst wieder hinunternehmen. Der Preis der Pizzen ist übrigens nebensächlich. Selbst wenn man seine Pizza mit Zutaten vollhaut und diese so schon im Einkauf 30 Euro kostet, wir sie dann aber gewinnbringend für 40 Euro verkaufen, findet sie dennoch ihre Abnehmer.

Das richtige Personal finden
So erstellt man nach und nach Pizzen, am besten natürlich welche, die direkt mehreren Kundengruppen schmecken, und legt deren Preise fest. Wenn dies erledigt ist, muss man nur noch Personal einstellen. Auch hier sollte man aber nicht blindlings agieren. Am Anfang, wenn man wenig Geld zur Verfügung hat, muss man natürlich aufs Geld achten und heuert die preiswertesten an. Später sollte man aber auch hier auf die Qualität achten. Köche verfügen nämlich über unterschiedlich hohe Kochqualitäten und Arbeitsgeschwindigkeiten, Servicekräfte über verschiedene Freundlichkeitswerte und Geschwindigkeit und Boten können unterschiedlich viele Zutatenmengen vom Lagerhaus in das Restaurant bzw. die Restaurants tragen und sind dabei ebenfalls unterschiedlich schnell. Da sie sich in ihren Stats nicht verbessern, sollte man also zunächst nicht ganz so qualifizierte, aber dafür preiswertere Leute anheuern und diese später durch Bessere ersetzen.

Vom Pizzastand zum Mogul
Wer das erste Mal ein Pizza Connection spielt, sollte sich zunächst an die Kampagne machen. Hier erlebt man innerhalb von 12 Missionen, wie man sich von einem kleinen geerbten, fahrbaren Pizzastand in Rom zum größten Pizza-Mogul, mit Pizzerien in Paris, Berlin, Sydney und anderen Städten aufmacht. Noch viel interessanter als diese nett erzählte Geschichte, in der einem immer wieder Briefe von seinem kürzlich verstorbenen Großvater vorgelesen werden, insgesamt aber leider doch eher dröge präsentiert wird, ist für Neulinge aber, dass einem hier auch alle Tätigkeiten, die im Spiel möglich sind, Schritt für Schritt erklärt werden. Darunter fallen neben den schon vorgestellten Features auch der Forschungsbaum, bei dem wir etwa den Lieferservice freischalten und so mit einer Vespa die nähere Umgebung mit Pizzen versorgen können. Ebenso wird einem die Wichtigkeit von Werbung erklärt. Hier gibt es neben einem Maskottchen, das man selber steuern muss, auch andere Werbemöglichkeiten wie Social Media (für die Teenager) Fernsehspots oder die klassischen Litfaßsäulen (für die Rentner). Ob die Werbung etwas bringt, konnte ich allerdings nicht herausfinden. Riesige Sprünge im Verkauf konnte ich zumindest nicht feststellen.
Als wesentlich effektiver stellten sich hingegen die Krawallmacher und Mafiosi, die man anheuern kann, um der unliebsamen Konkurrenz zu schaden, heraus. Hierbei übernehmen wir unseren Handlanger direkt und steuern diesen selber durch die Stadt. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn wenn man zu nah an einen der patrouillierenden Polizisten herankommt, nehmen einen diese fest. Wenn man es unbeschadet zum Zielort geschafft hat, hat man dort mehrere Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel das Maskottchen des Konkurrenten verprügeln, die Küche sabotieren oder, was sich als besonders effektiv erwiesen hat, Ratten im Restaurant aussetzen. All zu oft muss man zum Glück nicht zu solchen Mitteln greifen, denn meist ist die KI-Konkurrenz ohnehin machtlos gegen einen.
Nachdem man alles erlernt bzw. sich zum bedeutendsten Pizzabäcker der Welt hochgearbeitet hat, kann man sich dann im freien Modus austoben. Hier kann man seine Ausgangslage dann auch selber bestimmen und Startkapital, Bewohnerzahl (wobei mehr Bewohner mehr potenzielle Kunden bedeuten), Konkurrenten und mehr ganz nach dem eigenen Geschmack einstellen und so die eigenen Herausforderungen erstellen.

Retro wohin das Auge sieht
Wie beim gesamten Spiel, setzen die Entwickler auch bei der Technik auf einen gewissen Retro-Charme. Das fängt bei der Menüführung an, geht über den altbekannten aber immer noch charmanten (und beim Heranzoomen überraschend detailreichen) Comic-Look und endet beim Sound, der leider nach wie vor wenig bietet.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Pizza Connection 3 bietet wenige Neuerungen, doch ist das in diesem Fall nicht schlimm. Ich mag diesen Retro-Charme und bin froh, dass die Entwickler ihr Spiel gegen alle Trends nicht mit unnötigen Features vollgepackt haben. Ich finde es gut, dass man hier abends nach einem stressigen Tag einfach mal entspannen und eine neue Pizza kreieren kann und sich nicht zusätzlich auch noch über andere Gerichte, Salate oder Getränke Sorgen machen muss.


Pizza Connection 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.625 Grafik: 6.50
Sound: 6.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 6.625
  • Retro-Charme
  • Eigene Pizzen kreieren
  • Comic-Look
  • Kampagne ist gleich Tutorial
  • Für einige gibt es wohl zu wenige Neuerungen
  • Für einige gibt es zu wenig Abwechslung
  • KI-Konkurrenz zu schwach
  • Werbung hat kaum Einfluss auf die Verkaufszahlen
  • Kampagne wirkt dröge präsentiert

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Rezension vom: 06.04.2018
Kategorie: Simulationen
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