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TT - Isle of Man: Ride on the Edge

Entwickler: Kylotonn Games
Publisher: bigben Interactive

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 36,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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Wenn es um Motorradrennsport-Simulationen geht, geht es normalerweise immer um ein neues MotoGP- oder Motocross-Spiel. Abseits davon gibt es so gut wie gar nichts. Bis jetzt, denn seit dem 16. März bietet Bigben Interactive mit TT - Isle of Man: Ride of the Edge endlich einmal etwas Abwechslung. Ob das offizielle Spiel zu dem legendären Rennen auch spielerisch etwas Abwechslung bietet, haben wir natürlich für dich getestet.

Meinung:

Was für Autos Le Man's ist, ist für Motorräder das Isle of Man TT. Das Rennen auf der gleichnamigen, kleinen britischen Insel, die in der irischen See genau zwischen Schottland, England und Nordirland liegt, gilt als das älteste, gefährlichste und umstrittenste Motorradrennen der Welt und das nicht zu Unrecht. Seit seinem Bestehen im Jahr 1911 (zuvor wurde sechs Jahre lang auf einem kürzeren Kurs gefahren) sind nämlich schon 211 Fahrer gestorben, 21 davon in den letzten 17 Jahren.

Anspruchsvoller Kurs
Auf dem virtuellen Motorrad bleibt einem dieses Schicksal zum Glück erspart, man erahnt aber, warum es Jahr für Jahr neue Todesopfer zu beklagen gibt. Schon allein die virtuelle Version des Snaefell Mountain Course lässt einen erschaudern. Nicht nur, dass er mit einer Gesamtlänge von 60,725 Kilometern ungemein lang ist, er ist auch genauso anspruchsvoll. Mit einem Durchschnittstempo von bis zu 209 km/h (in der Spitze fährt man teilweise über 300 km/h), rast man über ganz normale Straßen, durch 200 Kurven und um Haaresbreite an Wohnhäusern und ungeschützten Brückenpfeilern vorbei. Jeder Fehler kann hier den Sieg kosten und Fehler wird man machen - auf jeden Fall am Anfang, denn nicht nur der Kurs ist anspruchsvoll, auch auf die Fahrphysik trifft dies mindestens genauso zu.

Anspruchsvolle Fahrphysik
Selbst mit eingeschaltetem ABS, Traktionskontrolle, Automatik Schaltung, Bremshilfe, Wheelie- und Stoppie-Schutz und angezeigter Ideallinie, sind die ersten Runden eine wahre Herkulesaufgabe. Die Motorräder reagieren sehr empfindlich, weshalb schon ein kleiner Schlenker schnell zu einem Sturz führen kann. Und das nicht nur im Höchsttempo, selbst bei geringerer Geschwindigkeit testet man zu Anfang sehr oft die Reißfestigkeit seiner Lederkombi.
Irgendwann hat man sich aber tatsächlich den Kursverlauf eingeprägt und an die Fahrphysik gewöhnt, doch dass man deswegen unbeschadet durchkommt, bedeutet das noch lange nicht. Schließlich fährt man ja nicht alleine über die Strecke, und die KI-Gegner, von denen es leider immer nur sieben Stück gibt, fahren so rabiat, dass sie einem gerne mal hinten in die Maschine rasen und man sich deswegen mal wieder auf dem Asphalt wiederfindet. Die computergesteuerten Fahrer müssen sich dabei keine Sorgen machen, die bleiben nach solchen Manövern nämlich immer auf der Maschine. Ab und an macht aber auch die KI mal Fehler und wenn man zu weit zurückliegt, fährt sie sogar merklich langsamer, sodass man wieder aufholen kann.

Tolles Geschwindigkeitsgefühl
Was TT – Isle of Man sehr gut schafft, ist die Geschwindigkeit, mit der man über die Straßen Jagd, zu übermitteln. Gerade aus der Helm-Ansicht rast die Welt nur so an einem vorbei. Schade ist allerdings, dass die Entwickler bei all dem vergessen haben, auch inhaltlich etwas zu bieten. Zwar hat man neben dem Snaefell Mountain Course noch ein paar fiktive Strecken eingebaut, doch wirklich aufregend sind diese nicht, zumal man mit diesem sehr überschaubaren Streckenangebot die gesamte Karriere absolvieren muss. Kein Wunder, dass man dort dann andauernd auf den selben Kursen unterwegs ist und so natürlich keine Freude aufkommt. Auch das Kaufen und Verkaufen von Motorrädern heitert die Stimmung nicht weiter auf, denn auch hier ist das Angebot mit 40 Bikes recht übersichtlich ausgefallen. Zumindest darf man hier aber original lizenzierte Maschinen u.a. von BMW, Honda, Kawasaki oder Yamaha kaufen, die auch sehr gut und detailliert ausschauen und sich auch ebenso gut anhören. Ansonsten ist der Sound aber relativ mau.

Fehlanzeige!
Doch zurück zum Inhalt – oder besser gesagt zu dem, was in TT – Isle of Man nicht enthalten ist, was leider eine ganze Menge ist. Im Prinzip fehlt so ziemlich alles, was bei einem heutigen Rennspiel Standard ist. Tuning? Fehlanzeige! Setup- oder zumindest Individualisierung-Möglichkeiten? Fehlanzeige! Wechselnde Wetterbedingungen? Fehlanzeige! Ein ordentliches Menü? Fehlanzeige! Reifenverschleiß, Benzinverbrauch oder irgendeine Art von Schadensmodell? Fehlanzeige, Fehlanzeige und Fehlanzeige! All dies gibt es hier nicht. Einzig und allein unterschiedliche Tageszeiten gibt es – und natürlich ein paar Spielmodi. Doch auch hier ist das Angebot sehr überschaubar. Neben der bereits erwähnten Karriere, darf man sich noch in Einzelrennen, Zeitfahren und Online- sowie Offline-Mehrspielerrennen versuchen. Immerhin gibt es Online keine Lags, doch mit kleineren Grafik-Rucklern muss man auch hier leider leben.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Auch wenn der Umfang recht überschaubar ist, die fünf Spielmodi wenig innovativ und die Grafik noch eine Menge Luft nach oben aufweist, hatte ich mit TT – Isle of Man: Ride of the Edge viel Spaß. Denn bei keinem anderen Motorradrennspiel, ja, bei fast keinem Rennspiel allgemein, ist die Genugtuung so groß, wenn man die Maschine unfallfrei über die Piste manövriert hat, wie hier. „Schuld“ daran, dass man diese Zufriedenheit verspürt, ist zum einen natürlich die sehr empfindliche Fahrphysik der Motorräder, zum anderen aber auch die Strecke selbst. Der Snaefell Mountain Course ist eine echte Herausforderung, neben dem selbst der Nürburgring verblasst.
Puristen, die ein anspruchsvolles Motorradrennspiel mit einem ebenso anspruchsvollen Kurs suchen, dabei aber auf einen großen Umfang und eine nette Karriere verzichten können, werden mit TT- Isle of Man: Ride on the Edge also sicherlich ihre Freude finden. Alle anderen sollten eventuell dann doch lieber auf das nächste MotoGP warten.

TT - Isle of Man: Ride on the Edge - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.375 Grafik: 7.00
Sound: 6.00
Steuerung: 6.50
Gameplay: 6.00
Wertung: 6.375
  • Snaefell Mountain Course gut nachgebaut
  • Original Fahrer und Motorräder
  • Gutes Geschwindigkeitsgefühl
  • Nur wenige Strecken
  • Langweiliger Karrieremodus
  • Keine wechselnden Wetterbedingungen
  • Kein Tuning oder Setup
  • Geringer Umfang

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Rezension vom: 28.03.2018
Kategorie: Sport
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