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Devil May Cry - HD Collection

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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Devil May Cry zählt zu Recht als Genre-definierende Serie, die in der Vergangenheit ihre guten sowie eher durchwachsenen Titel gesehen hat. Für die PS3 gab es zu Hochzeiten der Remaster-Welle eine HD Collection, in der die ersten drei PS2-Abenteuer noch einmal aufgelegt wurden. Die PS4 hat nun einen Port dieser Version erhalten, doch können die Titel in Zeiten erfolgreicher Konkurrenz noch den Test der Zeit bestehen?

Meinung:


Im Laufe der drei Teile erleben wir die Geschichte von Halb-Dämon Dante, der Personifizierung eines Teenietraums von Coolness und Männlichkeit. Dante hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen, einen feschen, roten Ledermantel an und läuft ansonsten auch gerne mal mit freiem Oberkörper rum. Die Zwischensequenzen kann man mit viel gutem Willen noch als "campy" bezeichnen, was im Kontext der damaligen Zeit noch seine Abnehmer fand, heutzutage aber dank schlechter Texte und Sprecher nicht einmal mehr witzig ist. Aber Dante ist nun einmal der einzige, der die Dispute unter den Dämonen beenden kann, bevor sie nebenbei die Menschheit auslöschen.

Vater eines Genres
So wie zu Zeiten des ersten God of War oder Bayonetta zur Erklärung des Gameplays Vergleiche zu Devil May Cry gezogen wurden, ist es inzwischen angebracht, den Spieß umzudrehen. Devil May Cry mag die Grundlagen gelegt haben, aber bis auf etliche Re-Releases und ein unsägliches Reboot ist es still um Dante geworden. Das Gameplay ist dabei in allen drei Teilen grundlegend gleich geblieben. Aufgeteilt auf verschiedene Level muss Dante sich durch Räume mit Gegnern schnetzeln, indem er seine Waffen in möglichst abwechslungsreichen Combos einsetzt und seine Gegner in der Regel jongliert. Bei Erfolg gibt es eine Wertung und entsprechende Belohnungen, die sich wiederum in neue Combos und Erweiterungen investieren lassen. Die Level sind relativ kurz gehalten und führen oftmals in bereits besuchte Gebiete zurück, die unter unterschiedlichen Bedingungen erneut durchlaufen werden müssen. Das bietet Abwechslung und sorgt dafür, dass das Recyclen nicht so negativ auffällt.

Chronologie
Direkt stellt sich die Frage, in welcher Reihenfolge man die Titel spielen möchte, denn die Devil May Cry-Serie handelt ihren Plot alles andere als chronologisch ab. Wer nicht zum separat erhältlichen Remaster des vierten Teils greift, erlebt den Anfang der Geschichte in Teil 3, schlägt sich dann durch den Erstling und beendet die Serie mit dem zweiten Teil. Das sorgt allerdings dafür, dass das Erlebnis qualitativ immer weiter absackt. Während Devil May Cry neben seiner Atmosphäre und dem Soundtrack auch noch historisch als Begründer des Genres interessant ist, war Devil May Cry 2 bereits zu seinem ursprünglichen Release nur ein müder und vor allem lahmer Abklatsch des Originals. Für Teil 3 haben sich die Entwickler aber die verschiedenen Kritikpunkte zu Herzen genommen und den Höhepunkt der Serie abgeliefert, der auch annehmbar gealtert ist.

Alter
Der erste Teil kam 2001 für die PS2 heraus und selbst Devil May Cry 3 hat nun schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel. Das HD Remaster für die PS3 ist nun ebenfalls schon sechs Jahre her und da es sich bei der aktuellen Version nur um einen direkten Port (mit der Option auf eine etwas höhere Auflösung) handelt, sieht man den Spielen ihr Alter inzwischen doch ziemlich an. Neue Texturen und Modelle hätten allen Teilen gut getan und sollten für eine erneute Veröffentlichung Pflicht sein. Ebenso sollten alle Probleme, die bereits bei der letzten Veröffentlichung dieser Collection angemerkt wurden, behoben sein, was jedoch nicht der Fall ist. Aber auch das tatsächliche Gameplay ist nur schlecht gealtert, was vor allem an einer unzureichenden Steuerung und der starren Kamera liegt, die in der heutigen Zeit einfach nicht mehr akzeptabel ist. Ein komplettes Remake wäre nötig, um moderne Spieler noch hinter dem Ofen hervorzulocken.

Geschichtsunterricht
Nostalgie wird einen großen Faktor spielen, wenn es um die Frage geht, ob man noch Spaß an der Reihe haben kann. Wer die Titel auf der PS2 gerne gespielt hat und noch einmal in die Vergangenheit eintauchen will, kann sicherlich einen Kauf rechtfertigen. Hat man allerdings schon die Collection für PS3 oder 360 gekauft, gibt es hier nichts, was einen Neukauf rechtfertigen würde. Geschichtsinteressierte Spieler, die sich für die Anfänge dieses Genres interessieren, können ebenfalls einen Blick wagen, solange sie sich über den Kontext der Zeit bewusst sind, in dem diese Spiele entstanden sind. Wer jedoch neu in das Genre einsteigen möchte, greift lieber zu einem aktuellen Referenztitel wie Bayonetta 2 oder auch der God of War-Reihe, die neben einer zeitgemäßeren Grafik auch eine bessere Steuerung, Kamera und ein flüssigeres Gameplay bieten.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Capcom haben sich keinen Gefallen damit getan, die alte Devil May Cry - HD Collection ohne jegliche Verbesserungen einfach noch einmal neu aufzulegen. Als Werbung für einen eventuellen fünften Teil sind sie eher abschreckend und es ist mit heutigen Augen nur schwer nachzuvollziehen, wie die Serie einen solchen Kultstatus erlangen konnte. Neue Fans werden hiermit jedenfalls kaum gewonnen und Nostalgiker haben die letzte Veröffentlichung wahrscheinlich bereits im Schrank stehen. Im Zeitalter von Bayonetta 2 reicht es einfach nicht mehr aus, eine sechs Jahre alte Collection von über 10 bis 15 Jahre alten Titeln zu einem Preis von 30€ erneut rauszuhauen.

Devil May Cry - HD Collection - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 5.625 Grafik: 6.00
Sound: 6.50
Steuerung: 5.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 5.625
  • Begründer eines Genres
  • Alle Bugs des letzten Releases noch enthalten
  • Schlecht gealtert

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Rezension vom: 27.03.2018
Kategorie: Action
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