Splashpages  Home Games  Rezensionen  Rezension  Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs
RSS-Feeds
Podcast
http://splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 2.804 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs

Entwickler: Level 5
Publisher: Bandai Namco

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 70 €

Systeme: PlayStation 4

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
logo

Manche Dinge passen einfach wie die Faust aufs Auge. Als sich Entwickler Level 5 und das japanische Animationsstudio Ghibli vor einigen Jahren zusammengefunden haben, entstand mit Ni no Kuni eines der schönsten JRPGs der PS3, das allerdings ein paar kleinere Macken wie ein etwas hakeliges Kampfsystem hatte. Im zweiten Teil erleben wir nun eine weitere Geschichte in der anderen Welt und kümmern uns um das Schicksal eines Königreichs.

Meinung:


Um der Prämisse des Vorgängers treu zu bleiben, beginnt das Spiel in unserer Welt. POTUS Roland wird nach einem Autounfall in die fremde Welt teleportiert, in der er mitten in einen Putsch gerät. Der junge König Evan soll am Tag seiner offiziellen Krönung gestürzt werden und das Schloss ist bereits voll mit feindlichen Mäusen. Nach anfänglichem Misstrauen arbeiten Evan und Roland zusammen und entkommen nur mit Mühe aus dem Palast. Nun steht Evan ohne Königreich und ohne Königsmacher, ein mystisches Wesen, dessen Gunst eine Person zu einem König werden lässt, da. Evan erinnert sich an die Legende eines verschollenen Königsmachers und so ziehen er und Roland los, um ein neues Königreich auf die Beine zu stellen, in dem jeder glücklich leben kann.

Und Action!
Während die Kämpfe im ersten Teil noch ein wenig Pokémon-artig mithilfe der Familiars abliefen, setzt Schicksal eines Königreichs auf ein actionlastigeres Gameplay, in dem wir direkte Kontrolle über einen Kämpfer aus unserer Party übernehmen. Bis zu vier Personen können gleichzeitig an einem Kampf teilnehmen, von denen jeweils eine direkt gesteuert wird. Mit schnellen und schweren Schlägen, Zaubern und Fertigkeiten werden Combos ausgeteilt, während man springen, vorstoßen und rollend ausweichen kann. Dadurch sind die Kämpfe deutlich rasanter und man hat mehr Kontrolle. Jede Figur kann bis zu drei verschiedene Nahkampfwaffen und eine Fernkampfwaffe ausrüsten und frei zwischen ihnen hin und herschalten. Je länger man kämpft, desto stärker laden die Waffen sich auf, bis man mit ihnen einen Spezialangriff ausführt, der die Anzeige wieder zurücksetzt. Das bringt ein kleines, taktisches Element in den Kampf, den man aber durch eine optionale Automatisierung auch an die KI abgeben kann.

Helfen lassen kann man sich von kleinen Naturgeistern, den Higgledys. Diese laufen, wenn sie sich der Party angeschlossen haben, auf dem Schlachtfeld herum und unterstützen mit verschiedenen Effekten und Zaubern. In Bosskämpfen können sie sogar einzigartige Aktionen auslösen, die für den Erfolg elementar sind. Während Partymitglieder nach Kämpfen Erfahrungspunkte erhalten und aufleveln, müssen Higgledys in einer besonderen Einrichtung durch spezielle Rituale aufgewertet werden.

Ein kleiner König
Ein zentrales Element der Story und auch im Gameplay ist Evans Königreich. Früh im Spiel lässt sich die Gruppe um den kleinen König auf einem Fleckchen Land nieder und errichtet dort ein kleines Hauptquartier. Von dort an enthält das Spiel eine Aufbaukomponente, in der das Königreich weiterentwickelt werden muss. Mit den Steuern, die in Echtzeit eintrudeln, solange das Spiel läuft, können neue Gebäude errichtet, Gegenstände hergestellt oder neue Technologien erforscht werden. So verfügt das Königreich schnell über die üblichen Lokalitäten wie Waffen- und Rüstungsshops, aber auch ausgefallenere Orte, wie die Higgledy-Küche oder eine Kirche wollen erbaut werden. Ressourcen werden in Holzfällereien, Steinbrüchen, Farmen oder von Jägern erwirtschaftet. Der Ausbau des Königreichs ist größtenteils optional, allerdings gibt es immer wieder Momente in der Story, in der es nur weiter geht, wenn das Reich groß genug ist oder man dort einen bestimmten Zauber erforscht hat. Wer die Entwicklung des Reichs schleifen lässt, kann in solchen Momenten auf einen unschönen Halt im Pacing stoßen.

Abwechslung
Zum Glück gibt es aber abseits der Hauptstory jede Menge zu tun. Eine Fülle an Sidequests lässt uns besonders starke Monster jagen, optionale Dungeons durchlaufen oder neue Higgledys suchen. Neben durchweg interessanten Geschichten, die mit den Sidequests verbunden sind, gibt es natürlich auch Belohnungen, die neben den üblichen Erfahrungspunkten auch gerne Ressourcen oder neue Bewohner unseres Königreiches mit sich bringen. Neue Einwohner zu finden, ist dabei essentiell, denn das Reich kann nur wachsen, wenn auch die Bevölkerung wächst. Jeder Bewohner hat seine eigenen Stärken und Schwächen, die für bestimmte Jobs besser geeignet sind und manch einer verfügt sogar über spezielles Wissen, mit dem besondere Forschungen freigeschaltet werden können.

Kommandieren & Erobern
Der schwächste Teil des abwechslungsreichen Gameplays sind allerdings die Scharmützel. In diesen groß angelegten Schlachten zwischen Armeen steuert man Evan als Heerführer von bis zu vier Einheiten, die ihn umgeben über das Schlachtfeld und bekämpft gegnerische Einheiten und Verteidigungsanlagen. Auch wenn durch Spezialfähigkeiten und die Möglichkeit, verschiedene Einheiten mit in die Schlacht zu nehmen, der Eindruck von Vielfalt erweckt wird, fehlt doch jegliche Strategie. Gegnerische Einheiten laufen einzeln auf uns zu und in der Regel steht man so lange neben einer Einheit, bis die eigenen Leute sie ausgelöscht haben. Mit Ressourcen aus dem Königreich kann man sich noch ein paar Buffs und neue Truppen kaufen. Der Schwierigkeitsgrad eines Scharmützels ist vorher allerdings nicht immer ganz einleuchtend. Zwar gibt es einen empfohlenen Level für jede Schlacht, aber es ist keine Seltenheit während des Tests gewesen, dass eine Armee aus Level 7-Einheiten in einem Level 4-Szenario kläglich versagt und nur wenige Minuten später ein Level 14-Szenario ohne Kratzer hinter sicht gebracht hat.

The Oscar goes to...
Durch die erneute Zusammenarbeit mit Studio Ghibli sieht Schicksal eines Königreichs wieder aus wie ein grandioser Animationsfilm. Das Staunen ist zwar nicht mehr ganz so groß wie beim Vorgänger, was allerdings nur an der Tatsache liegt, dass wir inzwischen solche Grafiken gewohnt sind. Das ändert aber nichts an der Pracht. Doch nicht nur optisch kann Ni no Kuni 2 mit einem Ghibli-Film mithalten, denn auch die Story hat ein perfektes Pacing und liefert uns viele gelungene Charakterentwicklungen und Handlungsbögen.

Auf den letzten Metern
Die Sprachausgabe kann sich sehen lassen. Die japanische Tonspur ist enthalten und wie so oft bei JRPGs klar zu empfehlen, aber auch die englische Vertonung liefert solide Arbeit ab, auch wenn vor allem Evans Königsmacher einen unglaublich nervigen Slang redet. Leider ist das Spiel nicht voll vertont und in manchen Szenen wechseln sich Sprache und Text seltsam ab. Die Musik ist leider ein absoluter Tiefpunkt. Nur selten passt sie zu dem Gesehenen und manche Songs in den Städten werden in ihren Endlosschleifen zu einer wahren Tortur. Da ist das seichte Gedüdel im Königreich, während man auf neue Steuern wartet, schon regelrecht erholsam.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Über kleinere Mängel wie die lieblose Musik und die eher langweiligen Scharmützel kann man bei Ni no Kuni 2 - Schicksal eines Königreichs problemlos hinwegsehen. Das Gesamtpaket besteht aus einer packenden Geschichte, wunderschöner Grafik und einem rasanten Gameplay mit etlichen Abwechslungen und wird jeden JRPG-Fan erfreuen. Alle Punkte, die am Vorgänger moniert wurden, sind behoben und das Grundgerüst sinnvoll erweitert worden. Auch wenn die Gesamtwertung bestehend aus den vier Bereichen Grafik, Sound, Steuerung und Gameplay aufgrund des Sounds nicht an der 9 kratzt, erhält Ni no Kuni 2 trotzdem den SplashHit.

Ni no Kuni 2: Schicksal eines Königreichs - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.375 Grafik: 9.00
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.375
  • Grandiose Grafik
  • Packende Story
  • Viel Abwechslung
  • Aufbau des Königreichs
  • Unpassende Musik
  • Nicht voll vertont
  • Langweilige Scharmützel

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 20.03.2018
Kategorie: Rollenspiele
«« Die vorhergehende Rezension
Gravel
Die nächste Rezension »»
Mulaka
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1 (1 Stimme)
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6